CS:GO: Spieler in den Niederlanden und Belgien können keine Lootboxen mehr öffnen

CS:GO-Spieler aus den Niederlanden sind enttäuscht. Lootboxen verstoßen gegen die Glücksspiel-Gesetze und Valve gehorcht: Man kann sie nicht mehr öffnen.

Die Diskussion rund um Lootboxen, Beutetruhen oder wie auch immer man die käuflichen Kisten mit zufälliger Belohnung nennen will, nimmt in vielen Ländern Fahrt auf. Immer wieder kommt es zu Diskussionen darüber, ob Lootboxen als Glücksspiel zählen sollten. In den Niederlanden kam es nun zu einer ersten Entscheidung: Die Lootboxen sind Glücksspiel.

Nur das Öffnen ist verboten

valve-cs-go

Valve „versteht die Gesetze nicht“: Valve, die Counter Strike: Global Offensive betreiben, erklärte, dass man die Regeln „nicht verstehe oder mit ihnen übereinstimmt“, sah aber keine andere Möglichkeit, als das Öffnen von Lootboxen in den Niederlanden vorerst zu deaktivieren. Sie haben nach einer Klärung bei der zuständigen Behörde gefragt, um die genaue Auslegung des Gesetzes in Erfahrung zu bringen.

Der Handel von bereits erlangten Gegenständen im Markt auf Steam ist auch weiterhin möglich. Das Gesetz behandelt offenbar nur das Öffnen von Lootboxen.

Ultimatum lief im Juni aus. Bereits im April stellte man in den Niederlanden fest, dass Lootboxen „sozial anfällige Gruppen“ dazu verleiten könnten, in andere Arten von Glücksspiel abzurutschen. Daher wurde der Termin vom 20. Juni festgelegt, bis zu dem sich Entwickler darum kümmern sollten, dass Spiele den Gesetzen entsprechen. Das Problem hier war aber, dass nie genau gesagt wurde, welche der geprüften Spiele denn gegen die Gesetze verstoßen. Valve sah sich nun zum Handeln gezwungen.

Entwickler sind sich sicher: Lootboxen sind die Zukunft

Auch in Belgien wurde vor einigen Monaten bereits das Thema besprochen und erklärt, dass Spiele wie CS:GO, Overwatch und FIFA 18 gegen bestehende Regeln und Richtlinien verstoßen würden, allerdings setzte man hier keine Deadline, wann die Entwickler Taten folgen lassen sollten. Valve hat zumindest auch in Belgien nun das Öffnen von Lootboxen für CS:GO deaktiviert.

Würdet ihr euch wünschen, dass auch in Deutschland solche Gesetze und Regeln eingeführt werden und Lootboxen aus Spielen verschwinden?

Glücksspiel-Gefahr bei Lootboxen – Ein Verbot in Deutschland ist möglich
Quelle(n): pcgamer.com
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Robert

Wie das Lootboxen Thema einfach nichts bringt und so viele dagegen argumentieren. Aber genau das sind dann auch die ersten die sich beschweren: “warum dauert das neue Update/DLC so lange!”, “das neue Update ist so verbuggt!”, “Warum gibt es diese Jahr kein Esport Event?”, “Warum fällt der Preispool dieses Jahr so gering aus?”, “Warum sind die Stände auf der Gamescom so klein?” etc etc etc…

ParaDox

Als Gegner von Lootboxen müsste ich im Grunde wirklich glücklich über diese Nachricht sein und auf einen Dominoeffekt hoffen.
Jedoch bleibt der bittere Nachgeschmack wenn die Lootbox als Monetarisierungsmodell verschwindet was danach kommt und vor allem ob es dann nicht noch schlimmer wird und sich viele die Lootboxen wieder zurückwünschen.

Robert

Ich musste kurz schmunzeln. Schöner Beitrag, vor allem der letzte Gedanke gefällt mir gut.

Scaver

Lotterie bzw. Glücksspiel setzen per Definition voraus, dass man seinen Einsatz auch vollständig ohne jeden Gegenwert verlieren kann.
Sobald man immer einen Gegenwert bekommt, egal wie gut oder schlecht dieser ist, handelt es sich per Definition nicht mehr um Glücksspiel.
So umgehen z.B. Japaner das Verbote gerne. Statt nen Gewinn oder eben dass man sein Geld verliert, bekommt man eine Gewisse Anzahl an Kugeln, Marken oder ähnliches. Und diese kann man gegen “Preise” eintauschen. Daher hat man immer einen Gegenwert, auch wenn man als “Verlierer” nur eine Kugel bekommt und man für den kleinsten Preis schon min. 20 Kugeln benötigt, hat man aber einen rechnerischen Gegenwert erhalten!
Gleiche Prinzip kennt man in Deutschland auch von den Glückslosen auf dem Rummel “Jedes Los gewinnt”.

Scaver

Nur liegen sie hier falsch: Glücksspiel liegt nicht vor, da es keine Gefahr gibt, seinen Einsatz auch verlieren zu können. Es gibt IMMER einen Gegenwert. Eben nicht anders als bei Sammelbildchen oder der Wundertüte für Kinder von früher.

Und weil man eben auch immer einen Gegenwert erhält und das auch ordentlich kommuniziert wird (bei eigentlich allen Games), sehe ich auch keinen Grund für den Verbraucherschutz.

Schon gemerkt dass die Deutschen Behörden gar nicht einschreiten? Und wir haben mit die strengsten Regelungen weltweit!

BADRAGE

Andauernd unter jedem kommentar dein argument ,das es sich nicht um glücksspiel handelt weil man ja immer was bekommt .Nur ein beispiel csgo zb ich möchte einen messer/handschuh skin haben ich hatte leuite im clan die bei 100+ kisten kein messer/handschuh gezogen haben.Bei einem einsatz von 2,20 pro kiste das mal 100 sind wir bei 220€,wenn ich nun im durchschnitt beobachte was ich für die items die ich da rausbekomme auf dem steammarkt erhalte wenn ich sie verkaufe sind das etwa 10% der ausgaben mit glück ein bischen mehr. Kann mich an meinen lezten versuch erinnern 25€ und items im wert von 1,86€ das ist das selbe wie nichts rausbekommen.Ausserdem haben sich nicht umsonst soviele illegaler od auch in einer grauzone befindlicher glückpielseiten etabliert wo nur noch mit csgo items gespielt wurde als währung.Man muss aber auch dazusagen das es auch spiele gibt in denen man das system besser umgesezt hat als csgo das trotz der kisten und schlüssel für dlcs die in form von seasonpässen kommen und nur kurzeitig verfügbar sind und auch geld kosten.Also gutes gegenargument kann man battlefield 3/4 nennen auch schon paar jahre am buckel und man hat einmal fürs spiel und premium bezahlt und hat bis heute spass,genügend spieler ,server und auch support und es iist nicht das einzige.

Robert

wtf… was schreibst du hier!? Aber warte mal, was hat man damals für BF4 + Premium gezahlt, 100 oder sogar 120 Euro (btw sehr geiles game) und jetzt rechne mal zusammen BF3, BF4, BF Hardline, BF1 und jetzt bald BF5? Was haste für all die Jahre CSGO bezahlt (ohne cases natürlich, denn die machst du freiwillig auf)? Das mit den Glückspielseiten stimmt, aber steam bannt die Bots dieser Seiten schon und versucht Verbote auszusprechen.

Scaver

Der Shop ist so wichtig geworden, weil die Leute dort kaufen wie bekloppt. Ich eingeschlossen! Ich lege viel Wert auf optische Anpassung. Und die Preise sind OK. Zudem kann man die Sachen die man dort bekommt und nicht will auch weiter handeln. So kann man das InGame Geld zusammen bekommen, um am Ende genau das zu kaufen, was man haben wollte.
Zudem wurde der Markt auch überarbeitet und man kann etliches nun auch direkt kaufen, ohne Random Loot aus Truhen.

Also ich kenne kaum ein Game das Lootboxen hat, wo man es nicht handeln oder gegen eine Währung oder so etwas tauschen kann.

Ja, WoW zeigt, dass es auch anders geht, aber eben mit einem monatlichen Abo. InGame Shop und Lootboxen sind aber der Gegenpart dazu für Spieler, die eben kein monatliches Abo bezahlen wollen.
Am Ende MUSS aber Geld fließen, damit ein Spiel auf Dauer betreut und sogar weiter mit Content versorgt werden kann. Denn niemand arbeitet nur für den guten Ruf, Luft und Liebe.

Scaver

Also so eine Regelung hätte ich in DE nicht.
Und ich halte es für fraglich, ob die Regelungen in NL und BE bestand haben dürften. Ich meine mit dem Thema hat sich schon mal die EU auseinander gesetzt und festgestellt, dass es sich dabei nicht um Glücksspiel handelt, da man ja immer eine garantierte Gegenleistung für sein Geld bekommt.
Per Definition müsste es beim Glücksspiel die Gefahr geben, seinen Einsatz auch ohne jede Gegenleistung verlieren zu können.
Naja wir werden sehen, ob sich entsprechende Gerichte, auch auf EU Ebene, noch damit beschäftigen müssen.

Tebo

Hat man sein Geld nicht “verloren”, wenn man etwa genau dasselbe bekommt was man schon. Natürlich dürfen doppelte Ausführungen bei dem Vergleich nichts bringen.

Andy Boultgen

Nach wie vor ein spannendes Thema und bin sehr auf den Weiterverlauf gespannt.Ich denke sollte die Lootboxen irgendwan nicht mehr funktionieren weil per Gesetzt verboten oder wie auch immer,wird die Spielindustrie sich etwas anderen einfallen lassen.Die lassen sich doch kein gut bringendes Geschäft entgehen.

Scaver

Tja dann wird es für Games ala CS:GO, Overwatch usw. den neuen Content künftig nur noch als kostenpflichtiges DLC geben oder ggf. durch monatliche Abos.

Robert

Echt schade die Entwicklung aktuell, denn immerhin: “ist die Spielmechanik, etwas zu kaufen, bei dem man nicht weiß was drin ist, so alt wie Baseballkarten.” Nur das die Güter heute digital und nicht mehr analog, wie noch vor 20 Jahren sind.

Koronus

Nur weil etwas alt ist, ist es automatisch gut?

Robert

Und wer entscheidet ob etwas gut oder schlecht ist? DU? Jeder soll einfach das machen, worauf er Lust hat und woran er Spaß hat. Es wird niemand zu irgendwas gezwungen.

Koronus

Ich habe nicht gesagt, dass ich es entscheide. Nur das alt oder neu sein nicht automatisch bedeuten, dass etwas gut oder schlecht ist. Das und das sobald etwas normal geworden man schwer objektiv betrachten kann, ob es wirklich so gut ist. Das ist es was ich damit sagen will.

Tebo

Das nicht.
Aber der Vergleich der Baseballkarten hinkt auch.
Vergleichen wirs mit Fifa.
Dort zahlt man erst 60 Euro fürs Spiel und dann zusätzlich noch pro Lootbox.
Meinst du Baseballkarten würden sich auch so gut verkaufen, wenn ih vorher 60 Euro hinblättern müsste, nur um das Recht zu erlangen, überhaupt welche kaufen zu dürfen?

Ich bezweifel das!

Scaver

Wenn das System nicht gut wäre, hätte es sich ja nicht über Generationen gehalten oder?

Tebo

Naja, das “System” Gewinnmaximierung ist auch nicht gut und trotzdem gibts das schon ewig und wird auch immer schlimmer.

Koronus

Eigentlich hat Marcel Recht. Es ist gut…für die Verkäufer.

Steffen Kiky

Man muss erstmal feststellen ob es Glücksspiel ist, wenn ja hat eigentlich die zuständige Behörde geschlafen. Wenn nein, dann sollte ja wenigstens eine altersbeschränkung einführen. Oh man Teufelskreis, altersbeschränkung im Gaming Bereich gibt es ja nicht.
Für mich ist es Glücksspiel. Ich bekomme zwar keine niete, aber zu 95 Prozent schrott.

Koronus

Ja es gibt nur eine Kaufbeschränkung.

Scaver

Für Glücksspiel muss per Definition die Chance bestehen, dass man seinen Einsatz auch vollständig verlieren kann, ohne jeden Gegenwert zu erhalten!
Das ist ja nicht gegeben!
Und bei den meisten Spielen kann man die Sachen die man nicht will immer noch verkaufen, handeln, zerlegen, umwandeln oder was auch immer.

Koronus

Wenn ich als Österreicher dann auch Ruhe vor ihnen habe ja bitte.

Scaver

Nö, weil ein Gesetz aus Deutschland nur Spieler in Deutschland betreffen würde. In den restlichen Ländern der Welt würde sich dadurch nichts ändern!

derdon

Lootboxen (Für Echtgeld!!!) sind das GIFT der heutigen Spiele, ich würde die Grundsätzlich verbieten lassen und hoffe das das auch in Deutschland passiert.

Visterface

Ich verstehe, dass Lootboxen das Gameplay verändern und Spiele dadurch schlechter werden. Aber es ist nicht die Aufgabe des Staates Spiele durch Gesetzte vor Gameplayänderungen zu schützen ;D

Vor Glückspielmechaniken aber auf jeden Fall aber ich lese aus deinem Komentar raus, dass es dir nicht um Suchtmechaniken usw. geht.

RagingSasuke

Ja, es geht ihn nicht um die suchtmechanik. Aber was soll man sagen, zwei fliegen mit einer Klappe xD

Parthman

Zähl mal bitte die Spiele auf, in denen du gezwungen wirst, diese Lootboxen gegen Echtgeld zu erwerben.
Wie jetzt, gibt kein einziges? Hauptsache aber verbieten. Das Gamen an sich auch gleich verbieten, mann könnte (!) seine Freizeit opfern.

Scaver

Aha und wie willst Du das Spiel dann bezahlen? Bist Du bereit monatlich 10-15 € zu zahlen, um die Games spielen zu können?
Einzige weitere Alternative sind kostenpflichtige DLCs. Jede Waffe, jeder Held, jede Map, jeder neue Modus oder was auch immer… nur gegen Cash und nur wer es gekauft hat, kann es nutzen.

Fain McConner

Genau das wäre ich, da kenn ich nix. Wenn man mich dann im Spiel mit sämtlichen Versuchen mir Geld aus der Tasche zu leiern verschont und Itemshops dafür verschwinden, sehr gerne.
Was man im Spiel haben möchte, müsste man sich wieder erspielen?
Ja bitte, genau das.

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