LoL verbessert Anti-Cheat-Tool, grenzt Linux-Nutzer aus

Es könnte sein, dass man League of Legends nie wieder auf Linux spielen kann. Die neue Anti-Cheat-Software lässt das nicht zu.

Maßnahmen gegen Cheater in Online-Games sind wichtig, damit die Spieler ohne Cheats nicht den Spaß verlieren. Das MOBA League of Legends hat jetzt seine Anti-Cheat-Maßnahmen verändert, um eine sicherere Umgebung im Spiel zu schaffen. Als Nebenprodukt grenzt man gleich ein ganzes Betriebssystem, Linux, aus.

Können Linux-Spieler bald wieder zocken? Bisher sieht es nicht danach aus, als würde sich an diesem Zustand etwas ändern. Und das ärgert die Linux-Spieler.

LoL auf Linux blockiert, die kleine Spieler-Basis ist wütend

Was ist passiert? Vor wenigen Tagen hat Riot-Games die neuen Anti-Cheat-Maßnahmen für League of Legends in Kraft gesetzt. Spieler, die Drittanbieter-Programme nutzen, sollen damit dem MOBA fern bleiben. Mit Drittanbieter-Software können Cheats genutzt werden, die gegnerischen Angriffen automatisch ausweichen.

Auswirkungen bei Linux: Wie Spieler auf Reddit bemerken, können Nutzer des Betriebssystems Linux seit dieser Änderung kein League of Legends mehr spielen. Sie werden schlicht ausgegrenzt. Sie haben keinen eigenen Client, sondern zocken über die Wine-Software. Die erlaubt, Windows-Software auf Linux zu nutzen.

Was sagen die Entwickler dazu? Die erklären in der Ankündigung zur neuen Anti-Cheat-Software, dass Spieler das Game nicht in virtuellen Maschinen, inklusive „Wine“, nutzen sollen. Das führe zu Abstürzen oder Reconnect-Schleifen.

Das Problem: Spieler, deren PCs mit Linux laufen, nutzen Wine, um Windows-Programme auf dem System laufen zu lassen.

Lol-Singed

Von Riot kommt erstmal keine hauseigene Lösung

Es scheint, als hätte Entwickler Riot-Games bisher wenig Interesse daran, an einer Lösung für die Linux-Spieler zu arbeiten. In einem Kommentar in den League-of-Legends-Foren schreibt Riot Perma:

Wir haben die Kompatibilität nicht speziell mit Wine oder anderen Windows Emulatoren oder Software zur Virtualisierung getestet. Weil die Natur der Schutzsoftware so komplex ist und viele Variationen von Software im Umlauf sind, könne man keine Lösung präsentieren, die mit allen kompatibel ist. Allerdings sind wir offen dafür, mit allen Software-Anbietern zu arbeiten, die ihre Software kompatibel machen wollen.

Diese Aussage kommt im Forum nicht gut an. Der Kommentar wird negativ bewertet.

Was wollen die Linux-User? Die wünschen sich einen eigenen Client. Immerhin war League of Legends auch jahrelang nicht auf dem Mac spielbar, bis Riot sich schließlich dazu entschied, auch diesen Spielern einen eigenen Client zu spendieren.

Ob Riot nun auch einen Linux-Client in Erwägung zieht, bleibt abzuwarten. Bisher gibt es dazu noch keine neuen Infos.

Dieser LoL-Spieler erreichte als erstes Level 1000

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Quelle(n): Dotesports

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