Lohnt sich World of Warcraft in 2026 noch?

WoW Midnight Orc Pointing titel title 1280x720

Kosten, Mikrotransaktionen und Pay2Win

Was kostet World of Warcraft eigentlich? Das ist eine Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Denn wer Geld ausgeben will, kann das im großen Stil tun. Aber das ist gar nicht notwendig. Wir verraten, welche Kosten WoW tatsächlich hat.

Die reinen Kosten für das Spiel

World of Warcraft ist ein Abo-Spiel und das hat sich in den letzten 21 Jahren auch nicht geändert. Es ist eines der wenigen großen MMORPGs, die niemals auf „Free2Play“ umgestiegen sind. Wenn ihr spielen wollt, fallen die folgenden Kosten an:

  • 13 Euro Abo-Kosten im Monat (sinkt auf 11 Euro im Monat, wenn ihr Abos mit längeren Laufzeiten wählt).
  • Ungefähr alle 18 bis 24 Monate müsst ihr die neuste Erweiterung kaufen, wenn ihr diese Inhalte spielen wollt. Dann fallen noch einmal 50 € an.

Wichtig ist hier: Ihr müsst jeweils nur die aktuellste Erweiterung kaufen, gegenwärtig wäre das „Midnight“. Alle alten Erweiterungen sind automatisch im Spiel mit inbegriffen.

Rechnet man die Kosten für Abo (günstigste Variante) und Erweiterung zusammen, dann ergibt das einen Preis von ungefähr 162 € im Jahr – oder 13,50 € im Monat. Ob das ein fairer Preis ist, muss wohl jeder selbst entscheiden, denn das liegt auch stark daran, wie viel Zeit im Spiel ihr verbringen wollt und werdet.

Cortyn meint: Gemessen an den Spielstunden, die ich in World of Warcraft verbringe, ist das WoW-Abo noch immer das Abonnement, das am meisten meiner Freizeit frisst und sich daher für mich mehr lohnt als Netflix, Crunchyroll oder Amazon Prime. WoW ist für viele das einzige Spiel, das sie wirklich aktiv spielen – und dann ist das ein extrem guter Deal. Ob das auch auch euch zutrifft, lässt sich im Vorfeld nur schwer sagen.

WoW Marke
Die WoW-Marke ist eine Möglichkeit, Spielzeit für Gold zu kaufen – oder mit Echtgeld Gold zu bekommen.

Mikrotransaktionen und Shops

Neben den Abo-Gebühren gibt es im Spiel diverse Möglichkeiten, zusätzliches Geld auszugeben.

Zum einen gibt es verschiedene Charaktere-Dienste, die ihr kaufen könnt. Das umfasst etwa die Möglichkeit, euren Charakter auf einen anderen Realm zu verschieben, ihm einen neuen Namen zu geben oder euer nachträglich Volk zu ändern.

Darüber hinaus gibt es einen Shop voller kosmetischer Gegenstände. Sowohl Haustiere, hübsche Kleidungsstücke, Reittiere und Spielzeuge sind hier erhältlich.

Mit der Einführung des Housings gibt es auch Möbel und Dekorationen, die ihr für eine neue Premium-Währung kaufen könnt, die ihr zuerst über Echtgeld kauft.

Hier muss aber klar gesagt werden, dass die allermeisten Gegenstände ganz normal im Spiel verdient werden können. Im Shop ist nur ein kleiner Bruchteil verfügbar, je nach Kategorie dürfte das vielleicht 1 % aller verfügbaren Gegenstände sein – in den meisten Fällen deutlich weniger.

Pay2Win – Existent, aber quasi nicht spürbar

Das Level an „Pay2Win“ in World of Warcraft ist ausgesprochen gering – aber eben nicht bei Null. Das liegt daran, dass es den Gegenstand „WoW-Marke“ gibt. Dieser Gegenstand ist eine legale Möglichkeit, reales Geld gegen Gold zu tauschen – und umgekehrt. Wer im Spiel nicht viel Gold hat, kann sich eine WoW-Marke für Echtgeld kaufen und diese dann im Spiel für Gold verkaufen.

Wer viel Gold hat, kann diese WoW-Marken dann dafür erstehen und so zum Beispiel die Abo-Kosten bezahlen oder andere (kosmetische) Gegenstände aus dem WoW-Shop kaufen.

Gold im Spiel ist ein klarer Vorteil, den man benennen muss. Es gibt viele Güter, die im Spiel für Gold gekauft werden können – Waffen-Verzauberungen, stärkende Tränke, Juwelen für Sockel in der Ausrüstung. Auch grundlegende Ausrüstung lässt sich über Gold im Auktionshaus kaufen. Außerdem wird Gold von Gruppen genutzt, um andere Spielerinnen und Spieler „zu bezahlen“, und so etwa durch aktuelle Raid-Instanzen oder schwere Dungeons „gezogen“ zu werden.

Allerdings muss man sagen, dass dieses Level an Pay2Win extrem gering ist und schon vor der Einführung der WoW-Marke existierte – damals nur eben über illegalen Gold-Verkauf. Auf den mit Abstand größten Teil der Spielerschaft hat das keinerlei spürbaren Einfluss. Wenn ihr euch eine Gilde oder Community sucht, mit der ihr zusammen an Fortschritten arbeitet, kann euch vollkommen egal sein, wie andere Spieler außerhalb eurer Gruppe das handhaben.

Cortyn meint: In meinen über 20 Jahren World of Warcraft habe ich mich niemals benachteiligt gefühlt, nur weil andere Personen Methoden des Pay2Win gefunden haben. Es hatte auf meinen Spielalltag überhaupt keine Auswirkung und niemals dazu geführt, dass ich mich in irgendeiner Weise benachteiligt gefühlt habe. Es ist mehr der schale Beigeschmack, dass diese Option überhaupt existiert.

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
0
Sag uns Deine Meinungx