Lohnt sich World of Warcraft in 2026 noch?

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Individualisierung – Das große Steckenpferd von WoW

Wie euer Charakter in der Spielwelt dargestellt wird, liegt gänzlich bei euch. Das entscheidet sich nämlich nicht nur dadurch, welche Ohren, Frisur, Volk, Klasse oder Hautfarbe ihr wählt, sondern auch in zahlreichen anderen Möglichkeiten, mit denen man sich im Spiel ausdrücken kann. Ein paar Beispiele:

  • Die Ausrüstung eures Charakters kann per Transmogrifikation angepasst und verändert werden. Ihr könnt zahllose Sets sammeln, eigene erstellen und sogar Situationen vorgeben, bei denen euer Charakter die Kleidung automatisch wechselt – etwa ein gemütliches RP-Set in der Hauptstadt oder ein funkelndes Paladin-Set in Dungeons.
  • Es gibt viele Hunderte Kampf-Haustiere („Pets“), die ihr an eure Seite beschwören könnt. Von niedlichen Schäfchen über kleine Dämonen oder wabbelnde Tentakel. Was immer eben zu euch passt.
  • Über 1.000 Reittiere sorgen dafür, dass ihr garantiert eines findet, das genau zu eurer Heldin oder eurem Helden passt. Die Auswahl ist gigantisch.
  • Titel geben eurem Charakter noch etwas mehr Persönlichkeit. Seid ihr „Herbert, Schlächter der Sin’dorei“ oder doch „Josefine, die Suppenaufseherin“?
  • Eine Kiste mit über 1.000 Spielzeugen hat sicher das Passende, um eurem Charakter noch einen coolen, optischen Effekt zu verleihen – oder einfach einen kleinen Wurf Welpen zu beschwören, die jedes Herz zum Schmelzen bringen.

Diese Entscheidungen sind übrigens nicht permanent. Ihr könnt euren Charakter bei einem Barbier nachträglich anpassen, ihm neue Gesichtszüge, Hautfarbe, Ohren, Frisuren und mehr verpassen. Sogar das Geschlecht könnt ihr hier nachträglich ändern – weshalb man vielleicht einen neutralen Namen wählen sollte.

Ebenfalls viel Individualisierung ist bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche möglich. Ihr könnt den vorgefertigten Standard nehmen oder euch am Bearbeitungsmodus richtig austoben. Alle Elemente des Interface können verschoben, in ihrer Größe skaliert und in ihrem Informationsgehalt angepasst werden. So wollt ihr als Heiler vielleicht die Lebensbalken der Verbündeten besonders groß sehen, während sie euch als DPS-Charakter nicht so wichtig sind.

Wenn euch die Einstellungen des Spiels nicht reichen, könnt ihr auch noch Addons installieren – kostenfreie Zusatz-Modifikationen, die von der Community erstellt wurden. Sie erlauben noch mehr Individualisierung.

Eure Charaktere können wirklich sehr bunt aussehen.

Ein frischer, neuer Punkt der Individualisierung sind die Spielerbehausungen („Player Housing“ oder einfach „Housing“). Alle können sich ein eigenes Haus zulegen, in eine Nachbarschaft mit anderen Spielerinnen und Spielern ziehen und ihr Haus nach belieben dekorieren, einrichten und Gestalten.

Die Möglichkeiten des Housings sind in WoW schier endlos und nach Meinung vieler ist es das beste Housing-System, das aktuell auf dem MMORPG-Markt existiert. Falls ihr einen kleinen Einblick wollt, was Leute mit ihren Häusern gemacht haben, schaut doch mal in diese Artikel hier rein:

Auch wenn die Grafik von World of Warcraft inzwischen ein wenig angestaubt ist: Die Möglichkeiten der Individualisierung und Anpassung nehmen immer weiter zu. Es fällt leicht, einen Charakter zu erschaffen, der voll und ganz das darstellt, was ihr sein wollt – vom gewählten Reittier über die Optik bis hin zum kleinen gemütlichen Eigenheim oder prunkvollem Palast.

Lediglich manche Völker haben etwas zu wenig Anpassungsmöglichkeiten bei der Charakter-Erstellung.

Cortyn meint: Meine Charaktere genau nach meinen Wünschen zu formen ist ein weiterer Grund, der mich WoW so lange spielen lässt. Ich fühle mich mit meiner Draenei-Schattenpriesterin und meiner Nachtelfen-Magierin so verbunden wie in keinem anderen Spiel jemals zuvor. Ich kann ihren Stil so weit beeinflussen, dass sie regelrecht ein Teil von mir geworden sind. Etwas, das andere Spiele nur schwer erreichen. Besonders durch das Housing hat diese Individualisierung nochmal eine neue Facette gewonnen, in die man Stunden und Tage an Zeit stecken kann.

Die aktuelle Erweiterung „Midnight“

Die neuste und damit aktuelle Erweiterung ist Midnight. Das ist der zweite Teil der dreiteiligen Weltenseelen-Saga und spielt in den Elfenländern von Quel’thalas und deren Hauptstadt Silbermond.

Wer World of Warcraft seit vielen Jahren nicht mehr gespielt hat, wird eine Menge Nostalgie erleben. Denn Silbermond und der Immersangwald, also die Heimat der Blutelfen, hat sich weiterentwickelt, ohne dabei seinen Charme zu verlieren. Das Gefühl der neuen Gebiete ist wunderbar nostalgisch und dennoch frisch und wird von vielen Seiten gelobt.

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WoW Midnight zeigt Gameplay – Alle neuen Features

Ungewohnt ist auch, dass Midnight nicht mit einem einzelnen Raid gestartet ist, sondern gleich mit drei. Das passt aber gut zur Erzählstruktur, da die Raids stärker in die Story eingebunden sind.

Die erste Saison von Midnight („Mythisch+“) gilt als etwas leichter als vorherige Saisons. Das mögen zwar nicht alle, aber es bietet einen großen Vorteil: Der Einstieg ist leichter. Wer bisher nicht in M+ reingeschaut hat, wird es mit Midnight deutlich einfacher haben. Das liegt daran, dass die Entwickler auch eine Mechanik eingebaut haben, die speziell den Einstieg für Tanks viel einfacher macht. Falls ihr also bisher Angst vor den harten Dungeons der Kategorie M+ hattet – vielleicht ist genau jetzt der Zeitpunkt gekommen, um 4 Freunde einzupacken und es einfach mal zu versuchen.

Der einzige Nachteil für Neulinge ist, dass Midnight eben Teil 2 einer Trilogie ist. Es wird dringend empfohlen, die Zusammenfassung der vorherigen Erweiterung („The War Within“) zu spielen oder sich auf YouTube über die Handlung aus The War Within zu informieren. Denn sonst wird man kaum verstehen, worum es in der Hauptstory eigentlich geht und wer all die Charaktere sind, die dort auftauchen.

Cortyn meint: Die 3 Raids zum Start von Midnight möchte ich besonders loben. Jeder einzelne Kampf ist interessant, hat spannende Mechaniken und es gibt einen schönen Anstieg der Schwierigkeit über die Raids hinweg. Die unterschiedliche Menge an Bossen pro Raid sorgt auch dafür, dass man mit weniger Zeit am Abend leicht eine Gruppe findet, die genau die Aufgabe erfüllt, der man sich gerade stellen will.

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