Lohnt sich World of Warcraft in 2026 noch?

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Das Endgame – Alles kann, nichts Muss

Das Endgame in World of Warcraft ist mit Midnight extrem vielfältig. Es bietet interessante Herausforderungen auf den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden und für verschiedenste Gruppengrößen und Vorlieben.

Tiefen, Open World und Story

Auch wenn World of Warcraft ein MMORPG ist, kann es ziemlich solide solo gespielt werden – und wird es auch von einem großen Teil der Spielerschaft.

Der primäre Content für Solo-Spieler sind die Open World und Tiefen.

Nach Abschluss der Kampagne schaltet ihr die sogenannten „Weltquests“ frei. Das sind Missionen, die sich alle paar Tage erneuern und einfach auf eurer Weltkarte auftauchen. Reist ihr an die entsprechenden Orte, könnt ihr dort eine Quest erledigen und eine Belohnung einheimsen. Das bringt manchmal Ausrüstung, Ruf oder eine bestimmte Währung. Diese Weltquests stellen den leichtesten Teil des Solo-Endgame dar.

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Die Blutelfen-Schurkin Valeera begleitet euch in die Tiefen und erledigt alles, was ihr nicht schafft.

Wer etwas mehr Nervenkitzel will, kann zusätzlich das Beute-Feature aktivieren. Wenn ihr das wählt, habt ihr bei euren Reisen durch die offene Welt eine Chance, in einen Hinterhalt zu geraten und von einem mächtigen Feind angegriffen zu werden. Schafft ihr es, den Feind immer wieder zurückzuschlagen und letztlich zu besiegen, winkt eine zusätzliche Belohnung. Aber Vorsicht: Solche „Überfälle“ geschehen gerne mal, während ihr schon in einen Kampf verwickelt seid. Das kann euch ziemlich ins Schwitzen bringen.

Tiefen sind die wohl anspruchsvollste Variante des Solo-Contents. Eine Tiefe ist eine Art „Mini-Dungeon“, in den ihr an der Seite eines NPCs (oder auf Wunsch auch anderer Mitspieler) reist. Dort erkundet ihr ein kleines Gewölbe, schlagt eine bestimmte Gruppe an Feinden zurück und bekommt anschließend reichhaltige Belohnungen – Ausrüstung, schicke Kleidung, Dekorationen für euer Haus und Ressourcen. Tiefen haben eine skalierbare Schwierigkeit, sodass ihr die Herausforderung Stück für Stück erhöhen könnt, was dann auch zu besseren Belohnungen führt.

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Das Beute-System kann ungeahnte Hinterhalte mit sich bringen.

Cortyn meint: In Midnight macht World of Warcraft auch alleine sehr viel Spaß, was vor allem an den Tiefen und den tollen Quests mit dichter Atmosphäre und spannender Story liegt. In den Tiefen und beim Beute-System gibt es genügend Möglichkeiten, den eigenen Charakter zu verbessern und spürbar zu merken, dass man immer stärker wird und größere Herausforderungen meistern kann.

Dabei ist WoW geschickt darin, dir immer wieder subtil zu sagen „Hey, wenn du Tiefen magst, versuche dich doch mal an einem Dungeon“, um jemanden doch zum Spiel in einer Gruppe oder Gemeinschaft zu bewegen. Das muss man nicht in Anspruch nehmen – aber die Option ist da.

Dungeons mit endloser Schwierigkeit

Für kleine Gruppen, bestehend aus 5 Personen, sind die Dungeons der primäre Spielinhalt. Dungeons kommen in mehreren Schwierigkeitsstufen daher, nämlich Normal, Heroisch, Mythisch und Schlüsselstein („Mythisch+“). Ihr könnt alle Dungeons auf „normal“ auch an der Seite von NPCs besuchen – gerade für Story-Fans ist das interessant.

In normalen, heroischen und mythischen Dungeons geht es zumeist noch recht locker zu. Es gibt kein Zeitlimit, die Angriffe der Feinde schmerzen nicht so richtig und man kann sich einen guten Überblick über den Aufbau der Dungeons verschaffen.

Auf der Schlüsselstein-Schwierigkeit („Mythisch+“ oder „M+“) ändert sich das jedoch drastisch. Ab jetzt gibt es ein Zeitlimit und zusätzliche Modifikatoren, die den Dungeon härter machen, dafür aber auch die Belohnungen deutlich attraktiver.

Diese Schwierigkeit skaliert buchstäblich bis in die Unendlichkeit. Solange ihr es schafft, eine bestimmte Schwierigkeit innerhalb des Zeitlimits zu absolvieren, bekommt ihr am Ende einen Schlüsselstein, der die nächsthöhere Schwierigkeit freischaltet.

Allerdings sei hier gesagt, dass die Schwierigkeit ab „M+12“ drastisch ansteigt, ab „M+15“ im Grunde überhaupt keine Fehler mehr verziehen werden und alles jenseits von „M+18“ nur noch von absoluten Profis innerhalb des Zeitlimits bewältigt wird.

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Dungeons in World of Warcraft sind wichtig – für viele der primäre Content, den sie im Endgame spielen.

Cortyn meint: „Mythisch+“ ist für mich eines der Herzstücke des Endgames von WoW. Die steigende Herausforderung und der Drang, immer noch ein kleines bisschen besser sein zu wollen, kann extrem motivierend sein. Allerdings: Mythisch+ macht ausschließlich mit Freunden oder Bekannten Spaß. Wer mit unbekannten Leuten („Randoms“) loszieht, wird viel Toxizität erleben oder – je nach Klasse – im Grunde überhaupt nicht in Gruppen eingeladen werden. Das macht die individuelle Erfahrung in Mythisch+ so unterschiedlich.

Schlachtzüge – Die Königsdisziplin des PvE

Wenn es eine Sache gibt, für die World of Warcraft von allen Seiten gelobt wird, dann ist es das Design der Schlachtzüge, zumeist „Raids“ genannt. Das sind große Instanzen für Gruppen von 10 bis 30 Personen.

Schlachtzüge kommen in 4 verschiedenen Schwierigkeitsstufen: LFR, Normal, Heroisch und Mythisch.

Während ihr den LFR-Modus einfach über den Gruppenfinder betreten könnt, ist die Schwierigkeit hier nahezu nicht existent. Das ist im Grunde der „Besucher-Modus“, um die Bosse überhaupt einmal zu sehen, wenn man solche Inhalte ansonsten gar nicht spielt.

Auf normaler Schwierigkeit sind die Bosse bereits deutlich anspruchsvoller. Für eine Gilde oder anderweitige Gemeinschaft ist das aber eine Schwierigkeit, die auch durchschnittliche Spielerinnen und Spieler rasch bewältigen können.

Ab der heroischen Schwierigkeit beginnt das „richtige“ Raiden. Hier wird bereits deutlich mehr gefordert. Solide Ausrüstung, ein gutes Verständnis der eigenen Klasse und ein Lernen der Bossmechaniken sind notwendig, damit die Gruppe bestehen kann.

Mythische Raids hingegen sind deutlich schwieriger und etwas für die obersten Prozente der besten Gilden. Die Bosskämpfe sind ziemlich komplex, erfordern oft spezielle Talent-Verteilung der Spieler und ein großes Maß an Kommunikation – ein Voice-Programm wie Discord ist hier oft verpflichtende Voraussetzung, ebenso wie eine umfangreiche Vorbereitung.

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Die Raidbosse sind die größte Herausforderung, die WoW zu bieten hat.

Cortyn meint: Raids sind für mich ein Kernpfeiler von World of Warcraft und für mich einer der Hauptgründe, warum ich den Spiel so lange treu geblieben bin. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als mit Freunden oder Gilden-Mitgliedern nach Stunden des langsamen Fortschrittes endlich einen Endboss auf heroischer Schwierigkeit zu besiegen und sich zu feiern. Das ist ein Hochgefühl, das in WoW nur mit wenig zu vergleichen ist. Die Suche nach Gleichgesinnten, also einer Community oder Gilde, ist dafür aber unerlässlich – denn mit vollkommen Fremden kommt nicht das gleiche Gefühl auf.

PvP in vielerlei Form

Kämpfe im Stil „Spieler gegen Spieler“ oder „PvP“ sind seit 21 Jahren Teil von World of Warcraft – mal mehr und mal weniger.

Wer daran Freude hat, kann PvP auf vielfältige Art und Weise erleben.

In traditionellen Schlachtfeldern („Battlegrounds“ oder „BGs“) treten größere Gruppen gegeneinander an. Es gibt viele verschiedene Schlachtfelder mit unterschiedlichen Aufgaben. Vom traditionellen „Capture the Flag“ über „King of the Hill“ sind viele Klassiker vertreten. Es gibt aber auch echte Belagerungen von Festungen oder kuriose Mischformen, in denen ihr etwa eine Kugel tragen müsst, aber diese möglichst lange in der Hand haltet – an einem ziemlich offensichtlichen Ort, wo ihr von Feinden sofort umzingelt werdet.

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Im PvP kann man gerne mal die Lust verlieren – da muss man sich durchbeißen.

In der Arena gibt es feste, kleine Teams die gegeneinander antreten und sich in schnellen, fokussierten Kämpfen beweisen, wer besser ist. Hier entscheidet nicht nur die Ausrüstung, sondern vor allem das Spielverständnis und die Reaktionen. Nur wer die Fähigkeiten aller 40 Spezialisierungen im Spiel kennt, deren Abklingzeiten abschätzen kann und weiß, welche Zauber unterbrochen werden müssen, wird hier brillieren. In der Arena könnt ihr euer tiefes Spielverständnis und euren reinen Skill unter Beweis stellen – oder gnadenlos daran scheitern.

Auch in der offenen Spielwelt könnt ihr PvP erleben, wenn ihr den sogenannten „Warmode“ aktiviert. Ihr habt dann eine alternative Phase der Spielwelt, in der nur Charaktere sind, die ebenfalls PvP aktiviert haben. Hier könnt ihr permanent (außerhalb von Städten) über Charaktere der gegnerischen Fraktion herfallen oder von diesen angegriffen werden. Der Kriegsmodus kann auch lukrativ sein, denn dort geben Quests größere Belohnungen wie Gold – allerdings mit dem Risiko, dass ihr eben auch in PvP-Kämpfe verwickelt werdet, wenn ihr das gar nicht wollt.

Der Kriegsmodus lässt sich in jedem Gasthaus zu jeder Zeit wieder deaktivieren, es ist also keine permanente Entscheidung.

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im Kriegsmodus müssen Feinde manchmal beseitigt werden. Für die Ehre. Oder so.

Cortyn meint: Meine Erfahrungen im PvP sind begrenzt, aber ich habe immer mal wieder Phasenweise Interesse daran. PvP fühlt sich in den letzten Jahren deutlich fairer an, auch wenn der Einstieg hart sein kann, wenn man sofort gegen gut ausgerüstete Profis antrifft. Zum Glück gibt es inzwischen einen Übungs-Modus, bei dem ihr gegen NPCs („Bots“) trainieren könnt. Dort ist der Druck geringer und ihr könnt die Grundlagen lernen, ohne direkt in Grund und Boden gestampft zu werden.

Die überwältigende Freiheit des Endgames

All die hier vorgestellten Endgame-Inhalte sind nicht verpflichtend. Es gibt keinen Zwang, um etwas davon zu absolvieren. Ihr könnt nur Tiefen laufen, nur Raids absolvieren, den ganzen Tag in Dungeons verbringen – oder alles gleichzeitig. Oder gar nichts davon.

Wer das absolute Maximum aus dem Charakter rausholen will, wird eher dazu neigen, sich alle Inhalte anzuschauen und überall Belohnungen abzugreifen – notwendig ist das aber nicht.

Cortyn meint: Mein Tipp ist hier klar: Seid offen für alle Formen des Endgames. Schaut euch alles mal in Ruhe an, gerne auch mehrfach. Wenn ihr euch überall einen Eindruck gemacht habt, fragt euch ehrlich: Macht mir das Spaß? Bereitet mir das Gameplay Freude oder spiele ich das nur für die Belohnung? Dann schmeißt ihr alles raus, woran ihr keinen Spaß habt. Es ist leicht, sich so viele Aufgaben in WoW aufzubürden, dass man regelrecht an Burnout leidet. Das vermeidet ihr, wenn ihr wirklich nur das spielt, was euch Freude bereitet.

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