League of Legends mit Sparkurs – Fans besorgt: LoL in der Krise?

Riot Games muss jetzt mehr aufs Geld achten. Dafür spart man am eSport. Die Community von League of Legends sieht das kritisch. Vor allem da Riot Games gerade ohnehin unter Beschuss steht.

Fans von League of Legends unterhalten sich aufgeregt darüber, wie Riot Games mit dem Budget für LoL umgeht.

Zuerst wurde bekannt, dass die Shoutcaster die Weltmeisterschaften aus Los Angeles statt vor Ort aus Korea moderieren. Dann wurde klar, dass Riot in den nächsten Jahren Geld bei Produktionen sparen muss. Das macht die Fans skeptisch. Muss die Qualität von LoL darunter leiden?

Caster moderieren erstmal aus L.A.

Caster nicht vor Ort: Der Shoutcaster der EU-LCS, Andrew „Vedius“ Day, erklärte in einem Stream, dass ein Großteil des NA-Broadcast-Teams nicht von Anfang an in Korea bei den Weltmeisterschaften vor Ort sein wird. Sie kommen nur für das Finale nach Korea. Moderiert wird von Play-In bis Halbfinale aus dem Studio in Los Angeles.

Die Ausnahmen machen Eefje „Sjokz“ Depoortere und Ovilee „Ovilee“ May, die während des gesamten Events Interviews mit den Spielern in Korea führen werden.

Warum kommen die Caster erst zum Finale? „Das ist günstiger“, erklärt Vedius in seinem Stream. Die Play-Ins hätte man schon immer aus Los Angeles moderiert. Neu sei jetzt, dass man die Gruppenphasen, Viertelfinale und das Halbfinale aus Amerika überträgt.

Weniger Budget fiel bereits auf

Riot muss sparen: Diese Nachricht bereitet Fans Sorgen, denn auch das MSI (Mid Season Invitational) wurde schon ungewohnt klein in den Studios ausgetragen. Auch das Spring-Final der NA LCS fand in einer kleinen Location statt, die gerade mal Platz für 1000 Leute bot.

Hier hatten Fans bereits die Vermutung, dass Riot das Budget für LoL-eSports zurückschraubt. Und damit lagen sie nicht falsch.

Riot sagt, man muss jetzt mal mehr aufs Geld achten

Das sagt Riot dazu: Auf die Sorgen der Fans geht Riots Head of Global eSports, Derrick „FearGorm“ Asiedu ein. Er sagt auf Reddit, dass Riot nicht einfach die Ausgaben von eSports verringern will. Man will sich jetzt nur disziplinierter an finanzielle Grenzen halten.

Riot gibt noch viel Geld aus: In seinem Post auf Reddit schreibt FearGorm, dass Riot jährlich über 100 Millionenn Dollar für eSports ausgäbe. Man sei jetzt aber kein kleines Startup mehr und muss ganz erwachsen darauf achten, dass sich die Kosten mehr auf einer Linie mit den Einnahmen bewegen.

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Also wird jetzt Budget gekürzt? Das kommt jetzt ganz darauf an, wie sich die nächsten 3 Jahre entwickeln. Nimmt man genug Geld ein, könnte alles so bleiben. Sollten die Einnahmen nicht Ihr Ziel erreichen, muss man das Budget kürzen.

Dieses Jahr hat man schon gekürzt: In diesem Jahr hat Riot Games an manchen Stellen gespart und dann auf das Feedback der Fans dazu gehört. Dennoch haben die Weltmeisterschaften in LoL 2018 die zweithöchsten Ausgaben. Die teuersten Worlds waren 2017.

Mehr Einnahmen sollen her

Auf Reddit erklärt FearGorm außerdem, dass man jetzt mehr dafür tun will, mehr Geld zu verdienen. Das soll auch durch „Digital Experiences“ und traditionelle Sponsoren passieren.

Dabei möchte man nicht die Erfahrung der Spieler vermiesen. Allerdings müsse man da jetzt erstmal ausprobieren. Wie diese Experimente im Detail aussehen werden, ist noch unklar.

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Was ist gerade bei Riot los?

Was steckt dahinter? Die Nachricht, dass Riot sparen muss, kommt gerade in einer Zeit auf, in der League of Legends und Riot ohnehin unter Feuern stehen.

Es sind drei große Bereiche, die den Fans von LoL Sorgen machen dürften:

  1. Es gibt scharfe Vorwürfe gegen Riot, die hätten da eine Kultur des Sexismus – diese Vorwürfe spitzen sich weiter zu. Nach einem Artikel von Kotaku melden sich auch andere Betroffene zu Wort (via Barry Hawkins)
  2. Der aktuelle „Battle-Royale“-Hype und der vorherige „Helden-Shooter“-Hype könnten an LoL nagen. Fortnite und Overwatch  drängen beide in den eSport – das ist jüngere Konkurrenz für LoL um den Spieler-Nachwuchs
  3. Der eigene Publisher Tencent scheint auf Mobile zu setzen. Nachdem sich Riot geweigert hatte, ein Mobile-LoL zu bauen, tat das Tencent einfach selbst (Honor of Kings). Das soll zu Spannungen zwischen Riot und Tencent geführt haben.

Das sagt Riot zu schwindenen Spielerzahlen (via dotesports):

„Die Zahlen von League of Legends sind geringer als zu ihrem Zenit, aber es ist immer noch eines der am meisten gespielten Games auf dem Planeten und wir sind sehr glücklich mit den Zahlen. Wir denken, einige der Inhalte, die wir bald bringen, werden uns bei den Spielerzahlen helfen. Im Prinzip: League of Legends läuft unglaublich gut nach jeder Art, wie man Zahlen misst, außer im Vergleich zu unseren eigenen Bestmarken.

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