HotS: Ersteindruck Graumähne – warum der neue Held keinen Spaß macht

Heroes of the Storm bekam mit Graumähne einen neuen Helden spendiert und Cortyn hat fleißig getestet und – oh Wunder – ist verdammt unzufrieden.

Weil neu nicht immer besser ist

Seit vorgestern Nacht ist der neuste Charakter Graumähne in Heroes of the Storm verfügbar. Da ich die 15.000 Gold auf der „hohen Kante“ liegen hatte, habe ich mir den wilden König von Gilneas gleich einmal gegönnt und nach dem intensiven Studium seiner Talente (Na gut – 5 Minuten, während der Wartezeit) direkt in eine Handvoll Matsches geschmissen. Und was soll ich sagen: Brat‘ mir doch einer ’nen Worgen, macht der Typ wenig Spaß.

Während ich bei Charakteren wie Kael’thas schon oft dachte „Der ist aber ziemlich zerbrechlich“, setzt Graumähne diesem Gefühl die Krone auf (Ha! Krone! Wegen König! Ihr versteht?). Obwohl er in seinem Spotlight als der „große Taktiker“ angepriesen wird, lässt sich sein Spielstil auf dein einen Satz „Alles oder Nichts“ herunterbrechen. Entweder er gewinnt und erlegt sein Ziel oder er stirbt bei dem Versuch. Etwas dazwischen, wie etwa eine spannende Jagd oder eine nervenaufreibende Flucht gibt es nicht.

Auch wenn das nun nach Gewäsch klingt, so fühlt sich das Wechseln zwischen den Gestalten einfach nicht „richtig“ an. Es geht nicht flüßig von der Hand und gerade das Wechseln von „Jetzt beharke ich den Gegner“ auf „Hilfe, ich rolle lieber rückwärts“ gelang zumindest mir nur selten.

Blutspur – die seltsamste heroische Fähigkeit im Spiel

Ein weiterer Punkt, der mich ungeheuer aufregt, sind seine Skillshots. Während der „Gilnearische Cocktail“ ganz brauchbar ist, wenn man so ziemlich jeden einzelnen Talentpunkt hineininvestiert, ist mir die Wirkungsweise der heroischen Fähigkeit „Blutspur“ extrem schleierhaft. Nicht nur fliegt das Geschoss so langsam, dass man selbst mit Rollator rückwärtsgehend ausweichen kann, es verursacht auch noch weniger Schaden als seine normalen Fähigkeiten. Jetzt könnte man sagen „aber das Ziel erleidet dafür doch einige Sekunden 25% mehr Schaden“ und hat natürlich recht. Aber so einen Effekt gibt es bereits im Spiel! Über den verfügt Tyrande – als ihre Passivfähigkeit „Mal des Jägers“, alle 20 Sekunden.

Hots Greymane Worgen

Auf dem Bild cooler als im Spiel – Graumähne macht kaum Spaß, findet zumindest Cortyn.

„Aber du kannst doch bis zu 5 Sekunden auf das Ziel zuspringen!“ kann man jetzt noch anbringen. Klar, könnte man. Aber ganz kurz nachgedacht: Das wissen auch die Feinde. Wer von der Kugel getroffen wird, stellt sich einfach mitten in seine Verbündeten. Kommt der Worgen dann angesprungen, fällt er schneller um, als er einen letzten Stoßheuler zum Mond schicken kann.

Es liegt nicht an dir, Schatz Worgilein, es liegt an mir … oder?

Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich relativ kontrolllastige Helden wie Zagara, Abathur und Kael’thas gespielt habe, aber Graumähne spielt sich zerbrechlich. Zerbrechlich ist sogar noch das falsche Wort, er fühlt sich einfach nutzlos an. In Matches ohne einen Heiler kann sich der König der Worgen auch gleich weinend in die Ecke stellen – zumindest wenn ich ihn kontrolliere. Ich finde ihn sogar langweiliger und schlechter als Lunara, die unter Profis aktuell als der schwächste Charakter im Spiel gehandelt wird. Greymane kann Formen wechseln und das wars.

Hots Greymane 1Er sieht imposant aus, wenn er hin- und herwechselt. Alles andere können zahlreiche Charaktere besser. Er macht weniger Schaden, fällt in drei Sekunden nur vom Anschauen um und verfügt über keinerlei Selbstheilung. Und noch eine Sache kann er überhaupt nicht: Spaß bereiten.

Womöglich irre ich mich mit dieser Einschätzung und es braucht nur einige Wochen, bis ich mit Graumähne über die Schlachtfelder wüte – bisher sieht das aber nicht danach aus.

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