Herr der Ringe Online ist ein Indie-Game! Entwickler verlassen Turbine, nehmen MMOs mit

Bei Herr der Ringe Online stehen große Veränderungen an. Das MMO-Team verlässt Turbine und wird unabhängig. Man tut sich mit Daybreak Games zusammen.

Eine überraschende Nachricht von Herr der Ringe Online. Das Team, das für HdRO und für „Dungeons and Dragons Online“ (DDO) zuständig ist, geht von Entwickler Turbine weg. Sie gründen die „Standing Stone Games“, ein unabhängiges Indie-Game-Studio. Das geht eine Partnerschaft mit Daybreak Games (Everquest, H1Z1, Planetside 2) ein. Daybreak wird der Publisher, also die Spiele herausgeben.

Das Team werde auch unter neuem Namen als unabhängiges Studio die Entwicklung von Herr der Ringe Online und DDO fortsetzen. Für Spieler solle sich nichts ändern. Zwar habe man jetzt einen anderen Namen, sei aber dasselbe Team, heißt es in einer Erklärung. Die bestehenden Pläne seien weiter aktuell, man werde sie umsetzen – damit ist wohl vor allem „Mordor“ gemeint.

Herr der Ringe OnlineAndeutungen, dass Herr der Ringe Online über 2017 hinaus weiterläuft

Es gibt schon ein FAQ zur Umstellung: Spieler sollen ihre Accounts, ihre Log-In-Daten und Turbine-Punkte behalten. Auch Käufe im Shop und Life-Time-Abos sind sicher und werden übernommen.

Die interessanteste Information in dem FAQ ist „Man habe seine Lizenzen ohne Probleme updated.“ Man freue sich darauf, „noch lange in der Zukunft“ an den Projekten zu arbeiten, heißt es weiter.

In den letzten Monaten gab es zahlreiche Spekulationen, HdRO könne nach 2017 enden. Dann wäre die Lizenz ausgelaufen und die Geschichte um den einen Ring hätte auch im Spiel ihr Ende gefunden. Die Spieler stehen in Herr der Ringe Online nun vor den Toren Mordors.

Herr-der-Ringe-Karavane

Herr der Ringe Online – Das wird spannend

Mein MMO meint: Das ist wirklich mal eine Entwicklung, die keiner kommen sah, im Nachhinein bahnte sich so etwas aber an. Turbine soll wohl zu einem „Mobile“-Studio umgewandelt werden. Da könnten MMOs das Bild stören. Aus der Sicht von Turbine ist der Schritt logisch – man trennt sich von Spielen, die nicht mehr zur neuen Ausrichtung passen.

Daybreak nimmt mit HdRO und DDO zwei „alternde“ MMOs auf in ihr Portfolio, das aus … alternden MMOs besteht. Profitabel werden die Spiele wohl alle noch sein, an Perspektiven dürfte es langfristig mangeln. Zuletzt stellte Daybreak die Entwicklung an Prestigeprojekt Everquest Next ein und trennte sich von einigen unpopulären Spielen (Dragon’s Prophet in den USA) und kappte die ganz alten (Planetside). Wahnsinnig viel Hilfe dürfte HdRO aus dieser Richtung wohl nicht erwarten.

Aus Sicht des HdRO-Teams könnte die Entscheidung so eine Art „Rettungsanker“ gewesen sein. Der einzige Weg, wie man noch weitermachen konnte. Anders lässt sich das wohl kaum erklären. Sicher ging die Entscheidung, sich voneinander zu trennen, eher von der Muttergesellschaft aus und nicht gerade von den Entwicklern. Aber das sind nur Spekulationen, Internas kennen wir nicht.

Die Frage für viele Fans ist: Geht HdRO jetzt nach 2017 weiter? Was ist mit der Lizenz, die ausläuft? Die hängt an Warner Brothers, denen gehört Turbine – was passiert da als Nächstes? Was heißt, man hat die „updated?“ Was bedeutet das alles für unser Spiel? In der Erklärung deutet man eine Antwort zumindest an: Das „ultimate Goal“, das große Ziel, sei es, damit fortzufahren, den Spielern weiter erstaunliche Abenteuer zu bieten.

Herr der Ringe Online verspricht Spektakel für Mordor – Endet HdRO mit Feuerwerk?

Autor(in)
Quelle(n): Lotro
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