Hearthstone lässt Twitch-Streamer neue Erweiterung spielen – Wird kritisiert

Hearthstone bekommt eine neue Erweiterung, doch manch einer hat schon jetzt keine Lust mehr auf „Retter von Uldum“. Schuld daran sind die Twitch-Streamer.

Mit „Retter von Uldum“ steht morgen, am 6. August 2019, eine neue Erweiterung von Hearthstone an. Mit 135 neuen Karten können die Spieler sich wieder ordentlich austoben und neue Deck-Ideen ausprobieren.

So sollte es zumindest sein. Manch ein Fan wirft Blizzard aber nun vor, die schönen ersten Wochen voller Experimente zu ruinieren. Und Schuld daran sind die Streamer, die vorab spielen können.

Was ist das Problem? Für viele Spieler sind die ersten beiden Wochen nach dem Release einer Erweiterung die schönsten. Es hat sich noch kein dominantes Deck herauskristallisiert und viele Spieler experimentieren einfach drauf los.

Hier erlebt man allerlei neue Sachen und kann vieles ausprobieren, während ein großer Teil der Community es genau so handhabt. Doch das hat sich in den letzten Erweiterungen geändert. Denn schon im Vorfeld dürfen Streamer bei einem speziellen Event die neue Erweiterung gegeneinander spielen. Sie testen Decks aus, bevor es alle anderen tun.

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Was hat das für Folgen? Die Streamer haben eine große Reichweite und erreichen somit Hunderttausende Spieler schon vor dem Release einer Erweiterung. Diese orientieren sich dann an den Erlebnissen der Streamer und bauen deren Decks nach.

Das führt dazu, dass schon am ersten Tag zahlreiche Spieler mit den gleichen Decks anzutreffen sind und sich ein „festes Meta“ oft in nur wenigen Stunden bildet. Das war früher anders, dort dauerte es immer mehrere Tage, bis sich erste Favoriten herauskristallisierten.

Streamer ruinieren den Hype: Anstatt den Hype für eine Erweiterung anzukurbeln, würden diese „Vorab-Events“ eher dafür sorgen, dass man die Lust verliert – und das noch bevor eine Erweiterung überhaupt zugänglich ist. Der über Wochen aufgebaute Hype durch das langsame Veröffentlichen der einzelnen Karten würde somit kurz vor dem Release komplett erstickt.

Wie seht ihr das? Stört es Euch, dass die Streamer schon vorher zocken können? Oder macht das eure Kaufentscheidung sogar leichter?

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Quelle(n): pcgamer.com
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Fingolf

Ich sehe es genauso, wie im Artikel beschrieben.
Durch das Testen der Streamer haben alle “aktiven” Spieler schon eine Vorstellung, welche Decks funktionieren und welche nicht. Sicherlich wird es noch Veränderungen geben und vllt auch das ein oder andere “sleeper deck”, aber das komplett jungfräuliche drauflos-experimentieren geht durch die vorab Streams verloren.

N. Müller

Es ist insgesamt ein Problem, dass man ab einem immer niedrigeren Level immer häufiger auf Netdecks stösst. Ein von Profis erstelltes und anhand von Statistiken bis auf die letzte Karte durchoptimiertes Deck macht mir deutlich weniger Spass als mein eigens erstelltes Deck, aber irgendwo zwischen Rang 15 und 10 häufen die sich. Dass Streamer Karten und Decks vorher testen und veröffentlichen dürfen, macht tatsächlich eine der ehemals spannendsten Phasen in Hearthstone kaputt. Ich habe beschlossen, Netdecks zu boykotieren: Sie werden sich ja eh aufdrängen, wenn jeder sie spielt. Ich muss nicht Legend sein.

EliazVance

Das Problem sind also nicht die Streamer bzw. Events, sondern dass die Spieler/Communities ihren Streamern beinahe fanatisch hinterherrennen – und dazu neigen deren Meinungen und Verhalten völlig unreflektiert einfach zu übernehmen.
Das nervt in vielerlei Bereichen der “Gamingwelt” zunehmend. Je öfter den Leuten das auf die Füße fällt, desto besser. Vielleicht überdenkt mal der ein oder andere seine eigene Einstellung und nutzt wieder sein eigenes Hirn statt nur seinem Lieblingsstreamer nachzuplappern.
Von daher: Spieler geben Streamern “Macht”, diese wirkt sich wie im Artikel beschrieben aus, Spielern tun was sie am besten können: sie jammern. Ein Teufelskreis, denn hinterher werden die Streamer weiter geguckt und kopiert, halten so ihre “Macht” und bei der nächsten Erweiterung beginnt das Spielchen von vorn.

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