Hearthstone: „Wir müssen das Selbstbewusstsein neuer Spieler schmälern“

Der Game Director von Hearthstone spricht Klartext. Manche Spieler müssen ein bisschen entmutigt werden – den Grund dafür erfahrt ihr hier.

Der YouTube-Kanal von screenPLAY hat sich vor einer Weile mit dem Game Director Ben Brode von Hearthstone getroffen und ein ziemlich lockeres Interview geführt. Dabei kamen einige Themen auf, die an anderer Stelle noch nicht besprochen wurden.

Zu Beginn des Gesprächs kam man auf die Anfänge zurück und die ursprüngliche Vision, die man mit Hearthstone hatte. Da fast alle Mitarbeiter von Blizzard mit Sammelkartenspielen aufgewachsen waren, wussten sie, wie viel Spaß diese machen können. Jedoch sind die meisten Spiele zu komplex, sodass zahlreiche Spieler schon vorher abgeschreckt werden. Hearthstone sollte demnach einfach in der Handhabe sein und quasi keine Einstiegshürde aufweisen.

Doch genau diese wachsende Komplexität wird auch für Hearthstone zu einem Problem werden. In den kommenden Jahren wird es immer mehr Content geben, sodass Hearthstone eventuell auf zehntausende Karten zurückblicken wird. Den Balanceakt zu schaffen wird die schwierigste Herausforderung für die Entwickler.

Inzwischen hat sich das „Ziel“ für Hearthstone übrigens gewandelt. Man versucht nicht mehr primär einen leichten Einstieg zu schaffen, sondern nun dafür zu sorgen, dass die Spieler sich in die Welt verlieben. Denn auch diese etwas „absurde“ Ausgestaltung des Warcraft-Universums hat seinen Charme, den die Entwickler vermitteln wollen. Das wird durch Quests erreicht, die es ab jetzt in jeder neuen Erweiterung gibt, aber auch durch Karten, ihre Zeichnungen und Stimm-Effekte.

Ein neues Problem, vor dem die Entwickler stehen, ist die Motivation und das Selbstbewusstsein von neuen Spielern. So gelingt es, dass Neulinge nun schon nach kurzer Zeit Matches gegen die KI einstellen und in den ungewerteten Modus wechseln.

Allerdings ist der Wechsel von „ungewertet“ auf „gewertet“ meistens hart und für viele Spieler der Lauf gegen eine ziemlich harte Wand. Früher hätten neue Spieler mindestens eine Woche gewartet, heute seien sie nach zwei oder drei Tage im „Ranked.“ Hier möchte man einen Weg finden, die Neulinge stärker darauf vorzubereiten, dass im gewerteten Modus mit harten Bandagen gekämpft wird.

Der Vorschlag vom Interviewer, einfach Ben Brode im Spiel aufploppen zu lassen, der dir sagt „Du kannst nichts!“ wird es aber wohl nicht schaffen. Die deutlich einfachere Alternative wäre ein besseres Matchmaking – also wird Brode wohl diesen Ansatz verfolgen.Herathstone Ben Brode

Zum Abschluss wurde das Interview noch mit einigen „Unsinn“-Fragen beendet, die aufploppen, wenn man Google nach Hearthstone befragt.

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Quelle(n): reddit.com/r/hearthstone/
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