Hearthstone: Wie kommen die Änderungen am Format an?

Hearthstone ändert auf drastische Weise, welche Karten zukünftig gespielt werden können. Doch was halten die Profis davon? Was sagen die Fans?

Was sagen die Profis zum neuen Format?

Mit der nächsten Erweiterung von Hearthstone, die im Frühjahr 2016 anstehen soll, wird der normale „Spielen“-Modus deutlich umgekrempelt. Wie schon bei physischen Kartenspielen wie Magic: The Gathering oder auch dem Warcraft TCG wird man sogenannte „Formate“ einführen. Das sind Sonderregeln, die festlegen, welche Karten noch benutzt werden dürfen.

Als Richtlinie hat man hier angedacht, alle Basis- und Classic-Karten benutzen zu dürfen, plus alle Karten der Erweiterungen aus den jeweils letzten beiden Jahren. Das bedeutet, dass „Goblins vs Gnomes“ und „Naxxramas“ mit der Einführung des Patches rausfliegen werden – zumindest im neuen „Spielen“-Modus „Standard“. Dieser wird übrigens auch die Grundlage für offizielle Turniere werden.

All das zählt aber nicht für den „Wild“-Spielmodus. Auch hier kann man in der Ladder aufsteigen, Quests abschließen und Gold sammeln, ohne auf eine einzige Karte verzichten zu müssen. Wer also keine Lust auf die einschränkenden Regeln hat, der macht einfach weiter wie bisher.

Überwiegende Zustimmung

Schaut man sich die verschiedenen Videokommentare der erfolgreichsten Spieler von Hearthstone an, dann erkennt man eine überwiegende Zustimmung. Die Vorteile des Systems liegen für die Profis klar auf der Hand: das Meta wird durch neue Erweiterungen stärker aufgerüttelt und man muss in regelmäßigen Abständen immer wieder umdenken, um das Beste aus den zur Verfügung stehenden Karten herauszuholen.

Gleichzeitig sieht man große Vorteile für neue Spieler, denn diese können direkt sehen, was für Karten noch relevant sind und welche Dinge man sich im Shop besorgen sollte, ohne von einer Flut an Möglichkeiten überwältigt zu werden.

Zuletzt sieht man das Ganze auch als einzige Möglichkeit, um Hearthstone langfristig am Leben zu halten. Zwar kann man jetzt noch nicht über mangelnde Spieler klagen, aber die Frustration wächst Tag für Tag, wenn die immer gleichen Decks nur noch stärker werden und das Meta selbst mit neuen Erweiterungen starr bleibt.

Kleinere Bedenken: Höhere Wartezeiten? „Doppelte“ Karten?

Allerdings kommen Änderungen auch niemals ganz frei von Kritik oder Befürchtungen. Wenn man alle Spieler entweder in den Spielmodus „Wild“ oder „Standard“ aufteilt, dann ist logischerweise auch der Pool an Spielern für den jeweiligen Modus halbiert. Es gibt also Befürchtungen, dass dies zu längeren Wartezeiten führen könnte. Dies wird zwar bereits im FAQ von Blizzard revidiert, aber nur die Zeit kann zeigen, ob das auch tatsächlich der Fall ist.

Hearthstone Mech Piloted shredder

Goblins VS Gnomes wird bald nur noch im „Wild“-Modus spielbar sein.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Blizzard dazu verleitet werden könnte, neue „alte“ Karten zu entwickeln. Da im Standard-Modus gewisse Karten herausfallen, könnte es lohnend sein, eine neue Karte einfach exakt wie eine der alten zu designen – eine Praxis, die bei physischen Kartenspielen oft der Fall war.

Zuletzt sieht man in den Änderungen eine geschickte Methode von Blizzard, noch mehr Geld zu generieren. Der Gedanke der Kritiker: Wenn immer nur bestimmte Erweiterungen gültig sind, muss man sich öfter neue Karten kaufen, um noch mithalten zu können. Gegner davon streiten das ab – denn wer auf dem aktuellsten Stand sein will, müsste das auch jetzt schon tun.

Zusammengefasst sind die Erwartungen und die Freude über die Änderungen aber deutlich in der Überzahl und die Befürchtungen sind die „typischen“ Sorgen, die man im Grunde bei jeder Änderung hat – ob sie sich bewahrheiten, bleibt also abzuwarten.


Was Blizzard genau ändert, lest Ihr hier in diesem Artikel:

Autor(in)
Quelle(n): 2p.com
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