Hearthstone: Blizzard streicht Feminismus-Frotzelei

Bei Hearthstone wurde nun ein Gag gestrichen, der augenzwinkernd auf den Feminismus gemünzt war. Er wurde durch einen neutraleren Scherz ersetzt.

Irgendwie lässt das Sexismus-Thema Blizzard nicht los.

Erst vor wenigen Wochen kassierte man einen Fan-Rüffel, man lege zu wenig Wert auf markante weibliche Charaktere und gebe ihnen zu wenig in den Story-Lines zu tun. Darauf hat Blizzard mit einem offenen Brief reagiert, Besserung gelobt und versprochen, in Zukunft stärker auf diese Themen zu achten.

Außerdem hat die die Diskussion um Hearthstone-Turniere, die weibliche Spieler von der Teilnahme ausschließen, für negative PR gesorgt. Auch wenn Blizzard da sofort gegensteuerte, will man wohl jetzt auf Nummer Sicher gehen. Den Machern von Hearthstone scheint aufgefallen zu sein, dass ein kleiner Scherz bei der Karte „Baron Rivendare“ im Licht der jüngsten Ereignisse unglücklich wirken könnte. Die Karte ist zwar im Moment noch nicht im Spiel, sondern erscheint erst in der nächsten Woche. Der Kartentext war aber von Dataminern schon zu lesen und wurde jetzt geändert.

Hearthstone Baron Rivendare

Ursprünglich sollte in der Kartenbeschreibung des Barons zu lesen sein: „Lady Blaumeux is a little hurt that they don’t call themselves The Four Horsepeople.“ Übersetzt in etwa: Lady Blaumeux ist ein wenig verstimmt, dass man sich nicht die vier Reitersleute nennt.

Die „Vier Reiter“ in Naxxramas, denen Baron Rivendare vorsteht, sind eine Anspielung auf die vier apokalyptischen Reiter aus der Bibel. Im Englischen nennt man sie „Four Horsemen“ – und das „men“ soll also nun Lady Blaumeux verärgert haben, die sich darin grammatikalisch nicht repräsentiert sieht.

Der neue Kartentext für Baron Rivendare streicht jede Anspielung auf dieses Thema und ersetzt die Frotzelei durch eine interne World-of-Warcraft-Anspielung auf die Todesminen, die als Arbeitsplatz für die Reiter interessanter seien, weil es dort bessere Vergünstigungen gebe.

Mein MMO meint: Eine harmlose Frotzelei gegen die „Genderisierung“ der Sprache, möchte man meinen. Ob sich darüber jemand wirklich aufgeregt hätte, steht in den Sternen. Die Fans diskutieren unter der Baron Rivendare-Karte jedenfalls nicht den Flavour-Text, sondern vielmehr die Auswirkungen seines speziellen Effekts (Doppeltes Todesröcheln jedes eigenen Dieners) auf das Meta-Game.

Quelle(n): www.hearthpwn.com
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Gorden858

weil es dort bessere Vergünstigungen gebe.
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Müsste es nicht „gäbe“ heißen. 😉

Gerd Schuhmann

Nee, glaub nicht. Da wird’s aber auch schwer. Das ist wie „sähe“ und „sehe“. Gäbe ist Konjunktiv II, „gebe“ Konjunktiv I. Und das hier ist nur die indirekte Rede, da reicht Konjunktiv I, außer es bestünde Verwechslungsgefahr mit dem Indikativ, dann müsste man Konjunktiv II nehmen.
Aber da leg ich auch nicht die Hand ins Feuer für. 🙂

Gorden858

Das ist wie „sähe“ und „sehe“.
——-
Darum habe ich es ja geschrieben ;-). Normalerweise bin ich ja nicht so pingelig. Die deutsche Sprache macht es einem auch häufig unnötig schwer…

Gerd Schuhmann

Ja, gut, es gehört halt dazu, sowas richtig zu machen. Das ist mir wichtig.

Irgendwann, wenn wir mal groß sind, heuern wir so eine richtige Korrektorin an, mit Druckerschwärze in den Augäpfeln, die alles sieht. (Ich kenn so Leute, die gibt’s wirklich, das ist Wahnsinn – dafür muss man Text sehen und nicht hören – das ist ein anderes Skill-Set als fürs Schreiben schon wieder).

Bis dahin müssen wir das alles machen und hoffentlich das meiste finden. Wenn man sich da im Internet umschaut im deutschen Gaming-Bereich: Da sind oft viele Fehler in den Artikeln noch.
Das kann ja keiner wollen. Aber das passiert uns auch, da kann man nie richtig zufrieden sein, da kann man immer noch mehr machen. Heikles Thema. 🙂

Gorden858

Wie du schon sagst gibt es im Medium Internet schon einige Negativbeispiele. Finde eure Textqualität sowohl inhaltlich als auch fehlertechnisch wirklich gut. Was ja auch der Grund ist, warum ich so regelmäßig vorbei schaue (Neben der Sache mit der Firewall 😉 Ich habe deswegen übrigens immer noch Angst, dass ihr zu erfolgreich werdet.)

Aber wenn ich wegen einer Korrekturlesung länger auf meine News warten muss, dann verzichte ich lieber auf ein paar Kommata…

Gerd Schuhmann

Ich habe deswegen übrigens immer noch Angst, dass ihr zu erfolgreich werdet.)

—-
Da hab ich schlechte Nachrichten für dich: Wir sind auf einem ganz guten Weg. Kann natürlich auch alles wieder kippen oder stagnieren. Aber grad so die letzten zwei, drei Wochen waren sehr positiv, trotz Sommer. Wobei’s bis zur Firewall wahrscheinlich noch ein weiter Weg ist.

Sonst musst du heimlich auf dem Handy surfen wie die anderen. 😛

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