So will H1Z1 die Spieler mit neuen, schicken Actionheld-Animationen versorgen
Trefft den Typen, der sich quält, damit Eure Helden fit aussehen

Bei H1Z1 gibt man jetzt Einblick in das Motion-Capture-Verfahren, mit dem man die Animationen verfeinern will.

Ende des letzten Jahres gab’s von damals noch SOE (heute: DGC) die Nachricht, man sei für zwei Tage ins riesige Motion-Capture-Studio von Sony gegangen sei, wo viele Blockbuster-Titel eingespielt werden, und habe dort die ganzen „neuen“ Animationen eingespielt. Vorher hat man sich noch anders beholfen. Im Mo-Cap-Verfahren in dieser XXL-Anlage lassen sich wahnsinnig schnell Daten für die Bewegungsabläufe sammeln, für 600 Tätigkeiten hat man in den zwei Tagen die notwendigen Abläufe gesammelt. Die Aktion gibt’s jetzt in einem Video zu bewundern.

Stuntman Christopher Robbins ist ein Ex-College-Footballspieler, der den Sprung zu den Profis nicht ganz geschafft hat, wie er erzählt. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, hat er sich die Karriere als Mo-Cap-Stuntman ausgesucht und ist dort erfolgreich und gefragt. Er hat die Animationen für The Last of Us eingespielt, für zahlreiche andere Top-Titel und kehrte auch für die Madden-Franchise zurück zu seinen Football-Wurzeln.

H1z1 Screenshot 6
Dafür müssen sich echte Menschen würgen lassen, aber keine Angst: Die werden dafür bezahlt.

Im Dev-Talk zieht der Stuntman in einem seltsamen Outfit mit lauter Sensoren verschiedene Stunts und Bewegungsabläufe durch. Hier wird jede Bewegung genau vermessen und dient später als Vorlage für die fertigen Animationen im Spiel. Wenn das alles ein Animator aus dem Kopf fabrizieren müsste, wäre das wesentlich aufwendiger.

Doch aufwendig und strapaziös ist auch die Mo-Cap-Methode; Am schlimmsten, sag Robbins, seien die Bewegungen in der Hocke. Wenn man das einen Tag lang mache, klappe das mit dem „sich Bewegen“ am nächsten nicht mehr allzu gut. Die aufwendigen Kampf- und Fallszenen seien ebenfalls anstrengend, machten aber  unheimlich viel Spaß.

Dabei ist die Gaming-Industrie, nach der Erfahrung des Stuntmans, in den letzten Jahren vom Spezialisten weggegangen und hat sich in den Bewegungen mehr zu einem athletischen Normalo hin orientiert, der nicht super ausgebildet ist, und dessen Bewegungsabläufe schon ordentlich, aber nicht so raffiniert und elegant wie etwa bei einem Kampfsport-Profi aussehen. So ein typischer Action-Held-Stil mit mehr Kraft als Raffinesse. Das ist auch der Look, den sich die Entwickler von H1Z1 wünschen.

Die Motion-Capture-Animationen sollen die jetzigen, noch etwas hakigen Platzhalter-Animationen nach und nach ersetzen. Das dürfte dafür sorgen, dass H1Z1 optisch derart aufrüstet, dass man an der Front nicht mehr allzu viel Angriffsfläche bietet. Da musste man sich gerade zum Start in den Early-Access einiges anhören.

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