Guild Wars 2: Mega-Frust durch Mega-Server – Deutsche GW2-Spieler fühlen sich im Stich gelassen

Im Fantasy-MMORPG Guild Wars 2 herrscht im Moment Krisenstimmung. Grund dafür ist keine Invasion durch finstere Mächte, auch Scarlett Dornstrauch oder diverse Eisdrachen sind diesmal an der Misere unschuldig, sondern die Probleme sind hausgemacht.

Es hätte alles so schön werden können für ArenaNet. Im April stand für Guild Wars 2 ein großer Feature-Patch an. Außerdem ist man gerade dabei, den riesigen chinesischen Markt für sich zu erschließen, doch Beschwerden gegen die kürzlich eingeführten Mega-Server mehren sich.

Guild Wars 2 sucht nach einem Schub

Zwar ist es in den vergangenen Monaten doch etwas ruhiger um GW 2 geworden und mit einigen hochkarätigen MMORPG-Debüts steht jetzt weitere Konkurrenz ins Haus, aber das Game ist nach wie vor ein attraktiver Titel.

Bei Google Trends, einem Stimmungs-Barometer, liegt Guild Wars 2 noch immer deutlich vor Konkurrenz-Titeln wie Star Wars: The Old Republic oder Final Fantasy XIV, zumindest in Deutschland. Doch die Zeiten werden rauer. World of Warcraft war in den letzten 90 Tagen in weiter Ferne und der Hype, den das Release von The Elder Scrolls Online ausgelöst hat, lässt den kleinen Sprung des April-Updates von GW2 verschwindend gering aussehen.

MMORPG Google Trends

Die Mega-Server dominieren das offizielle Forum

Natürlich hätte auch Guild Wars 2 ein Schub im April gut getan, doch der positive Effekt, den man sich vom Feature-Patch erhofft hat, scheint nun verpufft. Ja, schlimmer noch, er ist durch eine negative Stimmung ersetzt worden. Denn der Patch brachte neben vielen kosmetischen Änderungen auch die Mega-Server. Das Konzept kam bei vielen Spielern nicht gut an. Wir haben über die Probleme schon berichtet.

Im offiziellen Forum zu Guild Wars 2 gibt es in der deutschen Rubrik einen großen Beschwerde-Thread mit mittlerweile mehr als 1000 Beiträgen und 30.000 Views. Eine Dimension, die für das Forum dort, ungewöhnlich ist.

In dem Foren-Beitrag beschweren sich zahlreiche Spieler darüber, dass sie Kommunikations-Schwierigkeiten mit ihren oft französisch oder englisch sprechenden Mitspielern hätten. Außerdem seien die Zonen überlaufen, das allgemeine Klima feindseliger geworden und Gilden und Freunde hätten nun Probleme, zusammen zu finden.

GW2
Diese Diskussion regt zum Nachdenken an. Sind die Beschwerden übertrieben oder gerechtfertigt?

Am meisten aber stört die dort vertretenden Mitglieder das Schweigen von ArenaNet zu den Problemen. Außer einem beschwichtigenden Statement, dass man sich um die Probleme kümmern werde und noch Feintuning vornehme, ist wenig von Seiten der Betreiber zu hören.

Nicht verschwiegen werden sollen hier aber auch Spieler, die sich positiv zum Mega-Server äußern und deren kulturübergreifende Wirkung über Sprachgrenzen hinweg loben. Doch die Stimmen scheinen zumindest in diesem Thread eher in der Minderheit. Dagegen häufen sich die Meldungen von Spielern, die von leeren Friend-Listen sprechen und offen Abwanderungs-Gedanken hegen.

Ob es sich dabei nur um ein Sturm im Wasserglas handelt oder ob die Konsequenzen aus dem Mega-Server langfristig negative Auswirkungen auf das Spiel in Deutschland haben, ist im Moment noch fraglich. Gerade weil die China-Erweiterung ins Haus steht und der Fokus von Guild Wars 2 auf anderen, größeren Märkten zu liegen scheint, beschleicht viele Spieler der Eindruck: ArenaNet würde die Probleme, die der Mega-Server in Europa bringt, vernachlässigen oder schlicht aussitzen.

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