Ich habe nicht 13 Jahre auf GTA 6 gewartet, nur um mich jetzt mit 30 FPS abgeben zu müssen

GTA 6 soll zum Release mit nur 30 FPS auf den Konsolen laufen. Für MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann ein Unding. Denn 30 FPS fühlen sich nicht mehr sauber an.

GTA 6 erscheint nach 13 Jahren endlich für die PS5 und die Xbox Series X|S, doch für mich kommt der Release gleich mit einem Nachteil: Angeblich sollen die Konsolen nur 30 FPS schaffen. Für mich ist das ein Unding. Meine geschätzte Kollegin Caroline erklärte noch, dass ihr die 30 FPS in GTA 6 egal seien.

Mein großes Problem ist aber: Wenn man sich erst einmal an 60 FPS oder sogar noch mehr gewöhnt hat, ist es verdammt schwierig, wieder auf deutlich niedrigere Werte zurückzugehen. Das liegt auch an dem technischen Sprung im Hintergrund. Denn der Wechsel von 30 auf 60 FPS ist viel stärker spürbar als der nächste Schritt von 60 auf 120 FPS.

Für mich – und auch für viele andere Spieler – fühlen sich 30 FPS einfach „beschissen“ an, um es einmal umgangssprachlich zu formulieren. 60 FPS sind für mich das absolute Minimum, alles darüber ist ein dicker Bonus.

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Video zu GTA 6 zeigt die Spielwelt aus einem neuen Winkel

Wer einmal mit 60 FPS und mehr gespielt hat, will nicht mehr zurück

Der Sprung von 30 auf 60 FPS ist enorm. Wer einmal diesen Wechsel durchgezogen hat und dann wieder zurück muss, der weiß genau, was ich meine. Ich kann in den meisten Fällen problemlos von 100 oder 120 FPS auf 60 zurückgehen. Aber ein Wechsel auf 30 FPS ist für mich wirklich eine Zumutung, fast schon unerträglich.

Das lässt sich auch technisch detailliert erklären, warum sich 60 FPS so viel besser anfühlen. Dahinter stecken die sogenannten Frametimes: Das ist die Zeit in Millisekunden, die eine Grafikkarte und CPU benötigen, um ein einzelnes Bild (Frame) zu berechnen und auf dem Bildschirm darzustellen.

Bei 30 FPS liegt die Frametime bei 33,33 ms, bei 60 FPS liegt diese Zeit nur noch bei 16,67 ms. Das heißt, das Spiel rendert doppelt so schnell und das merkt man sofort durch das flüssigere Gameplay. Und dieser Sprung ist tatsächlich riesig.

Der nächste Wechsel ist hingegen viel kleiner: Wechselt ihr von 60 auf 120 FPS, dann verbessert sich die Frametime „nur noch“ um 8,3 ms. Das ist deutlich weniger und bei weitem nicht mehr so spürbar wie der erste Wechsel. Das ist keine Verdopplung mehr. Wechselt ihr von 120 auf 240 FPS, sinkt die Frametime noch weniger.

Macht ihr euch diese Zahlenunterschiede bewusst, dann sieht man, warum es so verdammt schwierig ist, von 60 auf 30 zurückzuwechseln, aber warum es bei weitem nicht so schwer fällt, von 120 auf 60 zu wechseln. Weil die Frametimes sich nach hinten kaum noch stark verkürzen.

Selbst in einem Einzelspieler-Story-Titel profitiert man von 60 FPS

Selbst ein reiner Solo-Titel ohne kompetitive Komponente profitiert in meinen Augen von einer hohen FPS‑Rate. Zum einen wird die Bewegungsunschärfe deutlich reduziert. Dieses typische „Ruckeln“ verschwindet ab 60 FPS fast vollständig.

Zum anderen: Schnellere Bildraten wirken auf dem Bildschirm natürlicher, was das Betrachten über längere Zeiträume hinweg deutlich angenehmer macht. Eure Augen ermüden angeblich nicht so schnell, das ist aber umstritten.

Und eine weitere Sache, die viele Personen regelmäßig unterschätzen, ist der Input-Lag. Denn je mehr Bilder pro Sekunde gerendert werden, desto schneller reagiert das Spiel auf Tastendrücke. Das sorgt für ein viel präziseres Spielgefühl. Davon profitieren nicht nur Spiele wie Elden Ring, wo es auf das perfekte Timing beim Parieren oder Ausweichen ankommt, sondern auch schnelle Action-Titel wie GTA 6.

Um mal ein ganz praktisches Beispiel zu nennen: Spielt Miles Morales auf der PS4 mit festen 30 FPS und schwingt und kämpft euch durch die New Yorker Innenstadt. Anschließend wechselt auf die PS5, denn hier gibt es 60 Bilder pro Sekunde. Das ist ein riesiger Unterschied, weil sich die Bewegungen viel flüssiger und besser anfühlen. Und wenn ihr das einmal erlebt habt, werdet ihr euch dreimal überlegen, ob ihr das fast schon gemächliche Tempo auf der PS4 zurückwollt.

Eine rasante Autofahrt oder eine schnelle Verfolgungsjagd mit einem Feuergefecht fühlt sich bei 60 FPS viel besser an als mit 30 FPS.

Am Ende des Tages weiß ich genau, wofür ich mich entscheiden würde, wenn ich zwischen schöner Grafik und 60 FPS wählen müsste: Das wären definitiv die 60 FPS. Eine ruckelige und verschwommene Spielwelt muss ich mir nach 13 Jahren Warterei wirklich nicht mehr antun: Experten analysieren neuen Trailer zu GTA 6, denken, dass ihr euch zwischen perfekter Grafik und 60 FPS entscheiden müsst

Kommentare

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1 Kommentar
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Caliino

Dann musst du wohl oder übel auf die PC Version warten oder hoffen dass RS einen Performance Mode nach reicht.

Wobei ich aber bei zweiterm dennoch sehr skeptisch bin da die PS einfach zu wenig Leistung unter der Haube hat…

Ich für meinen Teil kann auch nichts mehr unter 70 Fps spielen, diese Ruckler sind einfach zu heftig 😀

Zuletzt bearbeitet vor 8 Minuten von Caliino
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