Survival-Hit Grounded bietet eine neue Perspektive, die jeder Spieler sofort fühlt

Das Survival-Spiel Grounded spielt mit euren innersten Instinkten und hat ein Setting geschaffen, das wohl für jeden Spieler auf den ersten Blick spannend aussieht – ihr seid super-winzig mit euren Freunden im Garten unterwegs.

Was ist das für ein Spiel? Der neue Survival-Titel Grounded ist derzeit im „Early Access“ und konnte Anfang August einen dicken Hit auf Steam landen.

Die Formel hinter dem Spiel von Entwickler-Studio Obsidian Entertainment ist dabei ganz einfach, aber genial: Eure Spielfigur ist winzig klein und ihr könnt mit bis zu 3 Freunden im Coop-Modus euren Garten aufmischen. Grounded läuft auf PC, Xbox One und soll auch für die Xbox Series X erscheinen.

Ihr stolpert als Winzling durch eine halbwegs gepflegte Garten-Open-World und erfahrt, wie das Leben unter der Grasnarbe aussieht. Dabei geht Grounded nicht grade zimperlich mit euren minimierten Spielfiguren um und bietet eine waschechte Survival-Erfahrung.

Grounded bekam vor ein paar Tagen sein erstes großes Update (am 26. August) und MeinMMO schaut sich mal an, was diesen kleinen Survival-Knaller aus dem Hause Microsoft ausmacht und was die Spieler zu dem wuseligen Abenteuer sagen. Mehr spannende Survival-Titel, die dieses Jahr ganz neu sind, findet ihr hier.

Grounded 4 spieler koop
Mit bis zu 3 Freunden kämpft ihr um euer winziges Leben.

Als Winzling ums Überleben kämpfen weckt uralte Instinkte

Was gibt es alles zu sehen? So gut wie alles, was ihr in einem typischen Garten findet, nur größer! 4 Teenager finden sich in einer Höhle wieder und bemerken recht schnell, dass ihnen ein gutes Stück Körpergröße fehlt. Die 4 Freunde sind nämlich nur etwas größer als ein Stecknadel-Kopf. Selbst ein kleiner Marienkäfer wirkt wie eine geräumige Familien-Kutsche auf Blattlaus-Jagd.

Als Spieler übernehmt ihr in der Ego- oder Third-Person-Perspektive einen der heranwachsenden Zwerge und müsst euch gegen Gefahren wehren, die überall im Garten lauern. Kleptomanische Ameisen, aggressive Gift-Spinnen und ein beängstigend großer Vogel spielen dabei eine gewisse Rolle.

Doch noch bevor es an die Gefahren geht, muss man sich erst einmal an der Perspektive satt sehen. Grashalme sind haushoch, verloren geglaubte Spielzeuge versperren großräumig den Weg und über allem thront die riesige Eiche – ein Berg aus Blättern und Holz. Wenn man das erste Mal etwas weiter hochklettert und über den „Gräser-Wald“ hinwegschaut, macht der Ausblick wirklich Spaß und bietet eine spannende Perspektive – die vertraut wirkt, aber irgendwie auch nicht.

Grounded blumen und bienen
Von unten wirkt alles etwas anders.

Grounded bietet dazu eine hübsche Grafik. Die Spielfiguren und Insekten kommen in Comic-Grafik daher, doch der Garten wirkt an vielen Stellen überraschend realistisch und stärkt noch das aufdringliche Gefühl des „Klein-Seins“. Zwischen den Gräsern fühlt man sich fast wie im Urwald und durch verschiedenen Biome wird das alles etwas aufgelockert.

Dazu kommt dann noch das drückende Survival-Setting. Hunger, Durst und Tod sind besonders beim Start eure ständigen Gefährten. Nicht zu vergessen die allgegenwärtige Gefahr der anderen Garten-Bewohner. Die Schrumpf-Maschine sorgte dafür, dass ihr euch plötzlich am anderen Ende der Nahrungs-Kette befindet und ihr müsst euch Stück für Stück mit Ausrüstung und Geschick zum Status des Prädators zurückkämpfen.

Grounded fieser käfer
Manche Käfer wollen euch ans Leder – für bessere Ausrüstung wollt ihr aber an deren Panzer.

Niedliches Spiel ist ein hartes Survival-Erlebnis

Wie läuft das Spiel ab? Wie bei vielen Survival-Titeln üblich startet ihr mit einem komplett leeren Inventar. Grounded bietet eine Story, die euch am Ende wieder „entschrumpft“ und durch die Erkundung der Gegend im Laufe des Tutorials starten auch schon einige Quests. Die Haupt-Story ist derzeit allerdings noch nicht fertig.

Schnell wird klar, dass Nahrung und Wasser knapp sind. Besonders, wenn ihr im Koop-Modus unterwegs seid, nagt ihr zu Beginn ständig am Hungertuch. Um sich eine zuverlässige Nahrungs- und Wasser-Zufuhr zu gewährleisten, braucht es einen befestigten Unterschlupf. Ihr könnt zwar auch alles Wichtige unter freiem Himmel platzieren, doch die gierigen Ameisen-Nachbarn klauen euer Zeug sogar dreist aus euren Kisten, wenn ihr sie nicht genug schützt.

Grounded base building festung
Ohne ordentliche Verteidigung kommen schnell die aufdringlichen Nachbarn vorbei.

Am Anfang habt ihr jedoch noch gar nicht das nötige Wissen, um euch eine improvisierte Wasser-Auffanganlage aus Spinnweben zu basteln. Um euch in „Garten-Kunde“ weiterzubilden, stehen überall im Garten Analyse-Labore und viele der lootbaren Items im Spiel könnt ihr hier untersuchen. Das bringt euch neue Baupläne und den Basen-Bau voran. Baupläne für bessere Werkzeuge, Waffen und Rüstungen gibt’s ebenfalls.

Für die ganzen neuen Gegenstände benutzt ihr die verfügbaren Ressourcen eines durchschnittlichen Gartens: Grashalme als Holzbretter, Eichelköpfe für Kisten und Rüstungen oder eben Spinnweben zum Wasser-Sammeln.

Sobald eure Basis steht und ihr ein paar der Quests erledigt habt, steht auch schon die erste große Expedition an – die Main-Quest schickt euch auf Erkundungs-Tour Richtung Eiche. Ihr braucht der Haupt-Story anfangs noch nicht zu folgen, doch hier könnt ihr euch bessere Baupläne besorgen. Aktuell ist die Story eh relativ kurz – wenn ihr einsteigen wollt, solltet ihr sie schnell abschließen, um an die besseren Items zu kommen.

Grounded fiese spinne
Auch die Spinnen müssen dran glauben, wenn die Zeit reif ist.

Den Fortschritt abseits der Story treibt ihr durch Erkundung und neue Items voran. Mit jedem Käferbein oder Larven-Saft, den ihr in das Analyse-Labor schleppt, verbessert sich euer Wissen und ihr lernt mehr und mehr über nützliche Überlebens-Hilfen des Gartens.

Ihr bekommt bessere Waffen & Werkzeuge, errichtet einen engagierten Unterschlupf und erlebt zum ersten Mal, wie euer gesamter Bau-Fortschritt durch den Besuch einer riesigen, furchteinflößenden Spinne zunichtegemacht wird. Denn auch im Garten überleben nur die Stärksten – und das darf die Spinne auch bald lernen.

Wenn ihr mehr von Grounded sehen und wissen wollt, schaut bei dem Video der GameStar rein. Unsere Kollegen stellen das Spiel etwas vor und sprachen im Rahmen der gamescom mit den Entwicklern:

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Spieler lieben Idee und Grafik, doch Xbox-Service und Early Access nerven einige

Grounded startete am 28. Juli 2020 im Early Access auf Steam und landete einen kleinen Überraschungs-Hit. Das ansprechende Setting belohnten interessierte Spieler mit guten Verkaufs-Zahlen.

Auf Steam stand das Spiel zum Start auf Platz 1 der Verkaufs-Charts zwischen dem 27. Juli bis 2. August (wie die Kollegen der GameStar berichteten) und auch jetzt (29. August) sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache – 86 % der mehr als 7.500 Bewertungen sind positiv.

Auf Steam loben die Spieler besonders das erfrischende Setting und die gute Grafik. Der User „Captain Hook“ schreibt auf Steam sogar, „Grounded ist das beste Early-Access-Spiel, das ich jemals in die Finger bekommen habe“. Er lobt vor allem das Gameplay, das für einen Early-Access-Titel schon viel bietet und die liebevolle Gestaltung und Animierung der Umwelt.

grounded steam rezensionen ende august
Die Bewertungen auf Steam – blau ist positiv, rot negativ. (Stand 30. August)

Doch es gibt auch einige negative Stimmen, die zum Beispiel mit Abstürzen und Bugs zu kämpfen haben. Besonders die kurze Story, die aktuell in weniger als einer Stunde durch ist, wurmt manche Käufer. Viele der negativen Bewertungen sprechen davon, dass das Spiel in seinem jetzigen Zustand keine 30 Euro wert sei. Selbst der begeisterte Bewerter „Captain Hook“ meint, dass der Preis happig ist.

Dazu kommt mit dem Koop-Modus die Pflicht zum Xbox-Live-Service. Auch wenn ihr auf Steam das Spiel kauft, braucht ihr einen weiteren Account bei Xbox-Live, um gemeinsam loslegen zu können.

Diese drei Punkte – kurze Story, hoher Preis und Xbox-Live-Zwang – stellen für die Spieler aktuell die größten Probleme dar. Doch die negativen Stimmen sind deutlich in der Unterzahl und für viele machen die tolle Atmosphäre, das gute Gameplay und die umfangreichen Crafting-Optionen das mehr als wett.

Grounded base building
Schon jetzt könnt ihr eine richtig schöne Basis errichten und viel erforschen.

Sollte ich mir Grounded mal ansehen? Wenn ihr Survival-Fans seid – absolut. Das Spiel bietet schon jetzt neben der Story viele Crafting- und Erkundungs-Möglichkeiten. Wenn ihr gern selbst eine spannende Open-World erkundet und nebenbei eine übertriebene Basis in die Welt zimmert, hat euch Grounded schon jetzt im Early Access viel zu bieten.

Doch der Punkt, an dem ihr die Möglichkeiten ausgereizt habt, lässt nicht ewig auf sich warten. Wenn das Early-Access-Modell nichts für euch ist, dann lasst die Finger von dem Titel, haltet aber ein Auge drauf. Grounded soll im Laufe von 2021 seinen vollen Release feiern und liefert bis dahin regelmäßige Updates. Auf einer englischen Grounded-Website findet ihr Features, die die Entwickler noch ins Spiel verbauen wollen. Optimal zum reinschauen: Das Survival-Spiel ist Teil des „Xbox Game Pass„.

Alles in allem ein wirklich interessanter Titel, dessen Perspektive schon auf den ersten Blick stimmig wirkt, sich aber nicht auf seinem anziehenden Setting ausruht, sondern auch beim Crafting zeigt, was alles in einem Garten machbar ist. Zum Release besteht eine gute Chance, dass Grounded auf unserer Liste mit den 23 besten Survival-Games auf PS4, Xbox und PC landet.

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MiwakoSato

Ich hoffe es kommt Irgendwann auch eine Deutsche Übersetzung ins Spiel dann schaue ich auch mal rein

Nein

Finde es toll, leider total unfertig und kaum Spielbar. Halt typisch EA und das von nem großen Anbieter… naja was soll man sagen 🙂

Wenn das irgendwann mal fertig ist… <3

Bodicore

Ich habs im Gamepass angetestet und stimm dir da absolut zu…
Die Idee ist gut und der Garten interessant umgesetzt aber ansonsten ist das Spiel einfach sinnlos zu früh auf den Markt geschmissen.

Shin Malphur

1. Jedes Spiel von einem anderen Publisher mit eigenem Launcher benötigt diesen zusätzlich installiert. Die Negativstimmen können auch einfach ignoriert werden, weil die zB auch unter jedem Ubisoft Spiel stehen, egal wie gut/schlecht das Spiel ist. Nur sind die Xbox Services wenigstens gut und nützlich. Spart einem zB nen Discordserver, wenn man keine besonderen speziellen Funktionen braucht für den Partychat.

2. Es handelt sich um einen EARLY ACCESS Titel, das ist das moderne Wort für ne living Beta. Was erwarten die Käufer bitte?! Bei den meisten Early access Titeln ist die Story lange Zeit noch gar nicht dabei. Kauft keine Early Access Titel, wenn ihr kein halbes unfertiges Spiel haben wollt! (So mach ich es eben. Ich warte auf die finale Version, deswegen werde ich auch nie Star Citizen spielen :D)

diesel

Steam Wertungen sind generell für die Tonne. Ganz richtig u.a. deshalb was du hier schreibst. Andere Gründe: Spielcharakter ist weiblich, oft angebliche miese Technik kommentiert von PC Gaus und da sind ironischerweise zig Leute auf Steam vertreten, die wissen nicht mal die einfachsten Sachen. Spiel läuft nicht, Spiel ist schuld. Eine GTX 1060 muss auch noch für die neuesten Titel reichen, in full natürlich.

Angebliche eingebildete politische Agendas, Chef-Entwickler hat mal was kritisches auf Twitter geschrieben – abwerten. Usw. Die irrsinnigsten Gründe. Steam ist ein Tummelplatz für Irrsinn und das schlägt sich oft auf Bewertungen nieder. Ganz wenige sind ausführlich und überlegt verfasst

Shin Malphur

Ja volle Zustimmung. Ich geb keinen Wert auf Userwertungen und ihre emotionale Grütze die sie nach nem kleinen Wutanfall ausgießen.

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