Größtes Community-Event in WoW durch Phasing ruiniert

Gute gemeint ist nicht gut gemacht. Das Phasing von World of Warcraft zerstört eines der größten Community-Events.

Die meisten Aktivitäten in World of Warcraft lassen sich in Gruppen zwischen 5 und 40 Personen erfüllen. Die einzige Ausnahme davon ist Content, den die Spieler selber erschaffen: Also etwa Community-Events.

Auf dem größten RP-Server in WoW, Moonguard, sollte vom 6. August bis zu 12. August das Tournament of Ages stattfinden – ein riesiges Rollenspiel-Event, bei dem Hunderte Spieler zusammenkommen um eine Woche lang an Turnieren, Bällen und allerhand Rollenspiel-Aktivitäten teilnehmen zu können. Es sollte das größte Rollenspiel-Event überhaupt werden.

Doch die Phasing-Technologie hat den Spielern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für die Arenakämpfe begab man sich nach Nordend, in die Arena des Argentumturniers. Blöd nur: die Turnierkämpfer und die Hunderte von Zuschauern konnten einander nicht sehen.

Der Grund dafür ist das Phasing. Seit einer Weile erstellt WoW von vielen Orten mehrere Instanzen („Shards“), wenn der Andrang von Spielern an einem bestimmten Ort zu groß ist. Somit will man die Serverlast und auch die Belastung der einzelnen Spieler-Rechner mindern. Was im Kern eine gute Sache ist, sorgt bei solchen Veranstaltungen dafür, dass nun einzelne Zuschauer auf der Bühne sitzen und sich fragen, wo denn das Event mit 300 Spielern sein soll.

Die einzige Umgehung ist eine Raidgruppe, damit sich die Spieler gegenseitig sehen können. Hier liegt das Limit jedoch bei 40 Spielern – viel zu klein für solche Projekte.

WoW Ming Chu surprised

Da ist man doch glatt verwundert, nirgendwo jemanden zu sehen.

Cortyn meint: Als Rollenspieler kann ich die Problematik durchaus nachvollziehen. Die einzige Ausnahme von Phasing scheinen ein paar Hauptstädte zu sein, wie etwa Sturmwind oder Orgrimmar. Fast alle anderen Orte, einschließlich Dalaran, phasen gerne mal weg und sorgen dafür, dass man den Leuten aus seiner Freundesliste nicht begegnen kann, wenn man nicht gerade in einer Gruppe ist. Das ist schädlich für das „Wir“-Gefühl – und besonders vernichtend für großangelegte Community-Events. Im Kern ist das Phasing sicher eine tolle Sache – doch für Großevents der Gnadenstoß. Das Zusammengehörigkeitsgefühl von Communities leidet stark unter solchen „Verbesserungen“.

Besonders absurd ist der Rückschritt. Vor Jahren hat man sich gefreut, von einem Textchat-Rollenspiel endlich in Grafik übergehen zu können. Jetzt wechselt man wieder in Gruppenchats, um die Technik-Barrieren von Spielen zu umgehen. Es lebe der Fortschritt.<

Update: Manchmal geschehen noch:

Zeichen und Wunder – Blizzard fixt Phasing in WoW für Rollenspieler


Mehr seltsame Erlebnisse aus dem Bereich des Rollenspiels findet ihr im Video von „RP auf die Aldor Teil 2“ – als Thema etwa schwangere Todesritter-Lesben und Rudelworgen.

Autor(in)
Quelle(n): pcgamesn.comus.battle.net/forums/
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