Ghost Recon Wildlands: „Unser Land ist kein Drogensumpf!“

Ghost Recon Wildlands spielt in Bolivien, wo das grausame Santa Blanca Drogenkartell das Land in Angst und Schrecken versetzt und Unmengen von Drogen herstellt und verkauft. Diese Darstellung als korrupter und von Verbrechern kontrollierter Drogensumpf passt der Regierung des Landes ganz und gar nicht.

Die Entwickler bei Ubisoft brüsten sich damit, den gesamten südamerikanischen Staat Bolivien samt seiner herausragenden Landschaften als offene Spielwelt im Coop-Shooter Ghost Recon Wildlands zu bieten. Wer jedoch Bolivien nur via Ghost Recon besucht, könnte schnell auf die Idee kommen, dass das ganze Land nur aus Drogenküchen und Coca-Plantagen besteht und überall schwer bewaffnete Söldner von Drogen-Kartellen herumlungern. Im hier eingebetteten, offiziellen Trailer seht ihr, was wir meinen.

https://youtu.be/0Mm8VphsZ80

Ghost Recon Wildlands – Formale Beschwerde beim Botschafter

Diese negative Darstellung ihres Landes passt der Regierung Boliviens überhaupt nicht. Bolivien sei gar nicht so ein brutaler Drogensumpf wie im Spiel. Damit das Image der Nation nicht von einem Spiel ruiniert werde, hat laut Reuters Carlos Romero, der Innenminister von Bolivien, eine förmliche Beschwerde beim französischen Botschafter eingereicht.

Ghost-Recon

Die Regierung Frankreichs soll demnach bei Publisher Ubisoft (ebenfalls in Frankreich angesiedelt) einschreiten. Man habe die Möglichkeiten, auch rechtliche Maßnahmen gegen Ubisoft einzuleiten, aber man bevorzuge Diplomatie als ersten Schritt.

Ubisoft: „Uns ging es nur um die schöne Landschaft!“

Ubisoft hat sich derweil ebenfalls zu der Misere gemeldet. Laut dem Publisher sei Ghost Recon Wildlands im fiktionalen Tom-Clancy-Universum angesiedelt. Das spiele zwar in unserer Welt zu unserer Zeit, sei aber von den Vorgängen her völlig fiktional.

Ghost Recon Wildlands Screenshot Kampf

Das Bolivien im Spiel habe demnach nichts mit dem echten Staat gemein und wäre vor allem wegen der wunderschönen Landschaften gewählt worden, da Spieler nun mal gern malerische Gebiete erkunden würden. Das Bolivien als der drittgrößte Hersteller von Coca-Pflanzen gilt, habe demnach wohl keine Rolle bei der Setting-Auswahl zu GRW gespielt.

Passend zum Thema: Ghost Recon Wildlands – Bricht Beta-Rekord von The Division

Quelle(n): Reuters
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airpro

Nächstes mal lieber wieder nach Palau

airpro

Tja just caus Costa Bolliva oder so. Die können das Spiel ja in Bolivien verbieten. Warum hat Putin nicht bei COD interveniert?

Danke Siebzig

auf welchen verschwörungstheorie-pages treibst du sich so rum ? allein schon die rhetorik verursacht mir eine klaustrophobische episode. mauern findest du sicher total sinnvoll, oder ? es lebe die schwarz-weisse welt….

Danke Siebzig

warum ist UBISOFT auch so DUMM und unprofessionell und wählt einen realexistierenden namen für das handlungsgebiet. mich würde das als bolivianer auch anscheissen. das erinnert stark an die mitsubishi pajero (montero) geschichte. einfach naiv mal was rausgelassen.

Fly

Man kann aber auch die Kirche im Dorf lassen und muss nich wegen nem Videospiel immer solche Fässer aufmachen. Und alles was mit Tom Clancy zu tun hat, spielt seit jeher in einer fiktionalen Realität.^^
Also ich finds halt schon überzogen, und wer jetzt GR spielt und denkt in ganz Bolivien siehts so aus wie in nem Videospiel, ich denke die Leute haben dann ganz andere Probleme.^^

Danke Siebzig

klar geht die (erste) welt nicht unter deswegen, aber es zeigt halt, wie arrogant die menschen sind und wie naiv sich kommerzielle unternehmen verhalten, bzw, wie immer money rules…. ach da regen sich ein paar amazon-indianer auf ? ach komm, gibt schlimmeres bei uns in der ersten welt. hauptsache uns gehts gut.

letztendlich ist es genauso unhaltbar, wie die ansicht, dass alle deutsche nazis sind, um mal ein nachvollziehbares beispiel aufzuzeigen.

ich finde es nicht überzogen und hoffe auf ein nachspiel für ubisoft

Gerd Schuhmann

Ach … das ist doch von beiden Seiten unehrlich.

Bolivien selbst weiß natürlich, dass sie ein riesiges Drogenproblem haben. Das ist ja nicht aus der Luft gegriffen. Also da zu sagen: Das ist ja völlig grundlos – das ist auch Quatsch.

Und Ubisoft meint natürlich „Bolivien“, wenn sie das da spielen lassen. Die hätten das auch in Mexiko oder Kolumbien ansiedeln können, dann hätten sie Mexiko oder Kolumbien mit gemeint. Das ist schon Kalkül.

Es hat halt jeder seine Interesse. Bolivien hat seinen Stolz, hat touristische Interessen. Und Ubisoft will es nicht auf diesen Streit ankommen lassen.

Und klar ist nicht „alles in Bolivien so dreckig“ wie in dem Spiel. Die werden da auch schöne Ecke haben und nette, normale Leute. Aber das ist für den Zweck des Spiels nicht wesentlich, „Bolivien gerecht zu werden“, sondern die wollen eine Drogenhölle, in der westliche Super-Killer aufräumen und für Gerechtigkeit sorgen. Und wahrscheinlich ist Mexiko heute ein „zu wichtiger Markt“ oder ist „zu nah dran“ und deshalb hat man Bolivien genommen.

Das ist ja wie in Hollywood-Filmen, wo die Bösen früher immer Russen und Nazis waren – und heute sind’s Araber. Natürlich ist das ungerecht, leicht rassistisch, schürt Vorurteile und wird der Realität nicht gerecht, aber die Leute sehen das gern. So Action-Filme und Action-Spiele richten sich natürlich auch an „niedere Instinkte“ der Menschen.

Also klar ist das „Fiktion“, es ist aber eine Fiktion, die mit den Vorurteilen, Bedürfnissen und Bildern der Konsumenten spielt und auf sie aufbaut.

Bishop

Weil Tom Clancy Games immer an Realen Orten spielen? Nur die Zeit (nahe zukunft) und das Geschehen sind Fiktiv. New York hat sich doch auch nicht über The Division beschwert. Warum auch? Wer glaubt den schon das die Stadt leer ist und jeder an einer grausamen Krankheit elendig krepiert der sie betritt?

airpro

war ja nur ein Teil von Downtown.

Guest

Wieso nicht? Ist in Filmen oder Serien seit ca. einem Jahrhundert üblich, dass man sich an ortsgebundene Details, kulturelle, politische, wirtschaftliche, soziale, sowie gesellschaftliche Einflüsse orientiert und gerne mit Klischees spielt. Das würde ja auch keinen jucken, wenn einiges davon nicht stimmen würde. In Bolivien gibt es nun mal Korruption, Drogenkartelle und allerlei Kriminalität. Das sind auch keine Insider-Informationen, sondern weltweit seit etlichen Jahrzehnten bekannt. Ein solches Spiel macht jetzt sicherlich keine gute Werbung für das Land, aber solange sich im Land selbst in erster Linie politisch nichts ändert und man stärker gegen eine solche Form von Kriminalität vorgeht, kann man sich ruhig an solchen Geschichten bedienen. Sich auf politischer Instanz darüber aufzuregen zeigt für mich nur, dass es solche Probleme, auch wenn sie im Spiel vielleicht sehr überzogen dargestellt werden, definitiv dort gibt.

Koronus

Also ich würde mich freuen wenn in irgendeinem Spiel Mal Österreich als Hauptgebäude vorkommen würde ganz egal wie beschissen es darin ist.

Foxx382

Wäre Ubisoft ein Land, gäbe es dort auch Drogenkartelle…da bin ich mir sicher ????

Alastor Lakiska Lines

Natürlich gibt es Drogenkartelle in Bolivien, aber sie nehmen Anstoß daran, dass das ganze Land so dargestellt wird.

airpro

die Kartelle ja?

Bishop

Bei GRAW damals hat sich Mexiko auch beschwert… alle 24 stunden liegt ne verbrannte Leiche am Stadt Rand, aber egal Hauptsache man kann sich über ein Fiktives Spiel beschweren. O.o Kann wirklich nicht verstehen wie bei dieser Logik so viel da unten falsch laufen kann. -.-

Beppo

Stellt Euch nur mal vor, die hätten die Türkei … so rein wegen der Landschaft 😉

Wenn die eine 100% fiktive Geschicht erzählen wollen würden, dann hätten die die Landschaft Boliviens auch in einen fiktiven Staat packen können, der dann z.B. zwischen zwei real existierenden in Südamerika angesiedelt wäre.
Das hat man auch schon film- und spieletechnisch in Afrika, Asien und selbst in Europa „geschafft“.

Koronus

Eben nicht da es das nicht im Tom Clancy Universum gibt.

Quickmix

Das ist Promotion 🙂

Andy Boultgen

Gibt auch viele Menschen die Filme vom realen Leben nicht unterscheiden können und sei es nur eine Dayli Soap dass Leute diese Figuren für real halten.

Fly

Da muss ich zB an die Kommentare auf der FB-Seite von Berlin Tag und Nacht denken, Himmel… ^^

Andy

Ich habe mal in der Bild gelesen(ist nicht das beste Quellenmaterial,ich weiß) dass dort so ein Pseudoschauspieler(in)aufgehört weil er/sie auf der Strasse von Leute angepöbelt wurde weil die dachten er/sie wäre wirklich so ein schlechter Mensch.
Ich will gar nicht wissen wie viele Leute jetzt wirklich glauben dass Bolivien jetzt die Hochburg der Kriminalität der Erde ist.

airpro

Da kämen mir als erstes Schweighöffer und der aus Goodby Lenin in den Sinn https://www.youtube.com/wat

TheViso

Dann ist das aber ein Problem des Individuums, Realität und Fiktion nicht unterscheiden zu können ist eher geistesgestört als Schuldfaktor der Medien

Hier seh ich das ganz pragmatisch und zwar: Kunstfreiheit und Ende.

Rico

Die haben langeweile, diese Spinner!

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