Die Generation Z plündert ihre Ersparnisse, lässt Mahlzeiten aus und verkauft ihre Habseligkeiten, nur um über die Runden zu kommen

Die Generation Z plündert ihre Ersparnisse, lässt Mahlzeiten aus und verkauft ihre Habseligkeiten, nur um über die Runden zu kommen

Wir leben in finanziell unsicheren Zeiten. Die Generation Z greift zu harten Mitteln, um zu überleben und vor allem, um hohe Schulden abzahlen zu können.

In einem Bericht der Payroll Integrations hat man die finanzielle Situation der Generationen untersucht. Dabei hat man 250 Personen über alle Altersgenerationen hinweg nach Einkünften und Ausgaben befragt.

Laut des Berichts greifen immer mehr junge Menschen auf ihre Rentenrücklagen zurück oder verkaufen persönliche Besitztümer, weil die Lebenshaltungskosten stetig steigen und Gehaltserhöhungen meist ausbleiben.

Was sagt der Bericht? Fast die Hälfte der Arbeitnehmer der Generation Z (46 %) hat bereits auf ihre Altersvorsorge zurückgegriffen. Bei den Millenials fällt der Anteil mit 31 % deutlich geringer aus. Die jungen Menschen plündern ihre Ersparnisse jedoch nicht, um damit einen Urlaub oder anderen Luxus zu finanzieren, sondern um damit unerwartete Notfälle oder ihre hohen Schulden zu finanzieren.

Um sich ihre Miete leisten zu können, verzichten immer mehr junge Menschen zusätzlich auf Mahlzeiten. Davon berichtet eine Umfrage von Redfin, die 4.000 Hausbesitzer und Mieter befragt hat: 40 % der Gen Z verzichtet auf eine Mahlzeit oder einen Restaurant-Besuch, um ihre Miete zahlen zu können.

Für Deutschland gibt es einen ähnlichen Bericht, der jedoch aus dem Jahr 2023 stammt. Hier wurden damals 2.070 Personen befragt, darunter 340 von der Gen Z (via Experten.de):

  • So gibt ein Drittel der GenZ (34 Prozent) an, die eigenen Fixkosten wie Miete und Energie nicht mehr bezahlen zu können und die Gehälter im Vergleich nicht schnell genug steigen.
  • Etwa jeder Zweite (52 Prozent) der GenZ ist mindestens einmal seinen Zahlungsverpflichtungen nicht rechtzeitig nachgekommen, im Gegensatz zu 37 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Die Generation Z steht finanziell besonders schlecht da und das hat verschiedene Gründe

Warum ist die Generation Z besonders betroffen? Junge Menschen der Gen Z trifft es besonders hart, weil viele keine Finanzpolster aufbauen konnten und die Inflation, hohe Mieten sowie teure Studiengebühren die monatlichen Ausgaben stark belasten. Hinzu kommt, dass die Gen Z Sparen für sinnlos gehalten und ihr Geld lieber direkt ausgegeben haben soll. Und das soll sich jetzt bemerkbar machen:

  • Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, dazu gehören Miete, Krankenkasse und Nahrung. Immer mehr Gen Z leben von Gehalt zu Gehalt und können keine Ersparnisse bilden.
  • Inflation und steigende Preise für Wohneigentum führen dazu, dass viele junge Menschen keine eigenen Immobilien erwerben oder überhaupt finanziell vorsorgen können.
  • Das durchschnittlich benötigte Einkommensniveau, um sich finanziell „gesund“ zu fühlen, liegt für Gen Z viel höher als bei vorigen Generationen
  • Gen Z hat einen höheren Anteil an Schulden, insbesondere durch Konsumgüter und Studiengebühren. In den USA sind die Kreditkartenschulden etwa 30 % höher als bei den Millennials im gleichen Alter, auch junge Deutsche sparen oft nicht ausreichend für den Ruhestand.
  • Außerdem hat die Corona-Pandemie viele Rücklagen der Gen Z zerfressen, sodass kaum finanzielle Reserven vorhanden sind.

Die Generation Z steht in vielerlei Hinsicht finanziell schlechter da als vorherige Generationen: Sie leidet unter hohen Kosten, niedrigem Einkommen und einer belastenden Verschuldung, während psychische Belastungen und gesellschaftliche Trends die Situation weiter verschärfen.

Immer mehr junge Menschen wollen als Conent Creator ihr Geld verdienen. Und es wird immer einfacher, eine Karriere als Content Creator zu starten und ohne Hochschulabschluss seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schließlich braucht man nur ein Smartphone, um loszulegen: Die Generation Z verdient Millionen mit ihren Nebenjobs und viele junge Leute glauben, nicht mehr studieren zu müssen

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Harrierdubois

lustige Kommentare hier, aber Schuld sind eben nicht die anderen. Wenn ich mir ne Mietwohnung gerade so leisten kann. dann miete ich die nicht an. Dachte eigentlich die Leute wären schlau genug dieselben Schlüsse zu ziehen, aber wohl nicht. Wenn diese Generation sich das neueste Zeug gerne auf Pump kauft sollen sie auch ihr gejammer lassen dass sie ihre Mahlzeiten nicht bezahlen können. Mein Mitleid hält sich da stark in Grenzen

Zzzzzap

Was ja gar nicht so schlecht ist, wenn die Leute auf Mahlzeiten verzichten.

Heutzutage sind viele übergewichtig und man isst meist einfach zu viel, vor allem auch Fast Food. In Restaurants gibt es meist sowieso nur Riesenportionen.

Beim Essen kann man wirklich viel sparen.
Da gibt man weit mehr Geld aus, als man müsste.

IC3GH05T

Guter Kommentar! Plötzlich ist es völlig in Ordnung, dass sich arbeitende Menschen nichts zu essen leisten können. Man muss die Verarmung und die systemischen Probleme unseres Landes bloß positiv sehen. Klar, deren Leben ist Scheiße und diese steht ihnen auch noch bis zum Hals aber solang sie den Kopf nicht hängen lassen wird immerhin die Nasenspitze nicht braun. Dich haben sie doch ein mal zu viel auf den Kopf fallen gelassen.

Zoxx

Nur wenn man seine Ersparnisse für regelmäßige Ausgaben angreifen muss lebt man über seine Verhältnisse und es ist eine Sackgasse da die Ersparnisse begrenzt sind, monatliche Ausgaben aber bleiben.
Wenn die Wohnung und der Lebensstil angepasst ist kommt man im ungünstigen Fall auf 0 am Ende des Monats und braucht die Ersparnisse nur für Notfälle, ansonsten muss man halt was ändern, die Wohnung, die Ausgaben oder den Job.

IC3GH05T

Auch hier wieder völlig dämliche Schuldumkehr. Es ist natürlich völlig ausgeschlossen, dass die im Artikel genannten Gründe, wie etwa Inflation oder viel zu hohe Mieten, die Leute dazu zwingt. Nein die Leute sind natürlich selbst Schuld. Dabei steigt mit der Inflation bei den wenigsten das Gehalt. Währenddessen steigen Mieten und Lebenshaltungskosten immer weiter. Aber klar, deine Lösung hilft da bestimmt. Also zumindest bis sich irgendwann 90% der Einwohner bloß noch eine 20m² Wohnung leisten können und mit dem 2. Vollzeitjob dann bei 0 rauskommen. Gut, man könnte natürlich auch die Probleme in unserem System ernsthaft angehen und das Leben aller verbessern. Aber wozu? Solang wir nach unten treten können ist doch alles in Ordnung, oder? Und tu bitte nicht so als würden gut bezahlte Jobs für alle auf der Straße rumliegen. Irgendwer muss dir schließlich deine Online Bestellungen bringen, sich um dein Abwasser und Müll kümmern und dir die Regale im Supermarkt auffüllen. All diese Jobs die kaum jemand wirklich wahrnimmt, weil sie bei uns völlig selbstverständlich sind, sind oft die die so unglaublich schlecht bezahlt werden. Was machst du denn, wenn die alle deinen Rat ernst nehmen? Stell dir vor die machen jetzt alle ne Umschulung/Weiterbildung und suchen sich im besten Fall dann auch noch was im Ausland da dort die Gehälter besser und die Mieten billiger sind. Was machst du dann? Merkste selber. Also statt so ein Blödsinn zu äußern wende deinen Blick lieber mal nach oben, statt nach unten, und frag dich mal was dort vielleicht so falsch läuft, dass es immer mehr Menschen schlecht geht.

Katsuno

Amen 🙏

maximilian bender
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