Die Generation Z bricht eine Regel, an die sich Boomer immer gehalten haben

Titelbild junger Mann cooler Typ

Die Generation Z redet über ihre Finanzen. Dabei galt es lange als ungeschriebenes Gesetz, dass man eben das nicht tun soll. Die aktuelle Lage führt aber immer stärker dazu, dass junge Menschen über Finanzen reden und diese öffentlich teilen.

Über sein Gehalt spricht man nicht. Das galt lange als ungeschriebene Regel unter Boomern, aber auch bei der späteren Generation X. Über das eigene Gehalt wurde Stillschweigen vereinbart, man sprach nicht darüber und sprach auch niemanden darauf an.

Doch genau das ändert sich mittlerweile. Denn junge Menschen fordern verstärkt Transparenz und Offenheit, wenn es ums Geld und um Finanzen geht. Damit brechen sie eine Regel, an die sich Boomer jahrelang gehalten haben.

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Studenten spionieren Passanten mit versteckter Kamera und einer KI aus, finden Name und Adresse in Sekunden heraus

Junge Menschen sprechen offen über ihre Finanzen, weil sie finanziell unter Druck stehen

Die Generation Z ist eine Generation, die finanziell besonders stark unter Druck steht: Hohe Lebenshaltungskosten, Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt und allgemein ein geringes Einkommen beschäftigen viele junge Menschen.

Viele machen deswegen finanzielle Gespräche mittlerweile öffentlich, sprechen mit Freunden darüber oder teilen es über Social Media.

Mary Julia Koch, stellvertretende Redakteurin beim „Wall Street Journal“, erklärte in der FOX Business-Sendung „Varney & Co“, dass junge Menschen ohnehin offener mit ihrem Leben umgehen würden. Da wäre es nur der nächste Schritt, dass man auch seine Finanzen offen zeigen würde:

Ich glaube, meine Generation geht offener mit allem um. Ich meine, wir sind damit aufgewachsen, Dinge online zu posten – unsere Beziehungen, unsere Freundschaften, unser Studentenleben. Es macht Sinn, dass dies sozusagen die nächste Grenze ist, an der die Menschen ihre Budgets und ihr finanzielles Leben dokumentieren.

Ein gewisses Bewusstsein ist eine positive Entwicklung, besonders in einer Wirtschaft, die sich sehr unsicher anfühlt, während junge Menschen in einen Arbeitsmarkt eintreten, der durch die Aussicht auf KI zerstört werden könnte.

Und die Zahlen sprechen für sich. Laut einer Studie der StepstoneGroup tauschen sich 74 % der unter 30-Jährigen offen über ihr Gehalt aus. Bei älteren Befragten sinkt die Bereitschaft, über das eigene Gehalt zu sprechen, bereits deutlich.

Sprecht ihr ebenfalls offen über euer Gehalt oder haltet ihr euch lieber zurück, wenn ihr mit Freunden oder Familie darüber sprecht?

Wenn es um Geld oder ums Geld verdienen geht, gilt die Generation Z durchaus als erfinderisch: Mit Briefen und Postkarten professionell Geld verdienen, denn die Generation Z macht genau das. Dahinter steckt ein neuer Trend, der vor allem durch Social Media groß geworden ist: Snail Mail: Die Generation Z hat eine neue Möglichkeit gefunden, Geld zu verdienen: Sie verschickt Briefe und Postkarten

Kommentare

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6 Kommentare
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Eisenstern

Wenn man sich für das durchschnittliche Gehalt in der eigenen Abteilung interressiert, kann man bald einfach nachfragen und die Personalabteilung muss auch Auskunft geben. 
Das ganze ist in einer EU-Richtlinie namens Entgelttransparenzgesetz geregelt. (kann man bequem googeln) Nur hat die deutsche Bundesregierung es (zufällig) versäumt, eine Frist dafür einzuhalten, weshalb diese EU Richtlinie nicht zu einem deutschen Gesetz wird. Es soll wohl Anfang 2027 zu deutschen Recht gemacht werden.
Vermutlich werden es die Lobbyisten der Union aber weiter verschleppen.

chef89

Also ich bin millenial geborene und kann sagen dass wir definitiv auch über das Gehalt öffentlich geredet haben. Warum auch nicht? Nur so kommen gehaltsunterschiede raus und man kann den Zorn auf den Chef richten für eine Gehaltserhöhung

R4lphB3ar

Reines untertanen denken.

sowieso eine frechheit für die selbe tätigkeit unterschiedliche löhne zu zahlen.
ich geh auch nich in laden, und lasse es auf mein Verhandlungsgeschick ankommen wieviel ich für mein brot zahle!
im laden krieg ich auch kein stammkundenrabatt.

reinster bullshit!
die regel war immer dazugedacht, das der Chef einsparen kann.

mein-mmo-2F

Wenn die Tätigkeit in unterschiedlicher Qualität ausgeführt wird, sollte auch die Bezahlung unterschiedlich ausfallen.

Was den Stammkundenrabatt angeht:
Da gibt es Apps mit exklusiven Rabatten, Gutscheinhefte, Aufklebersammelhefte, Rabattgutscheine für den nächsten Einkauf wenn man einen Mindestbetrag ausgegeben hat usw…
Aber gut, tut eigentlich nichts zur Sache.^^

Der Artikel kommt übrigens aus den USA, nicht aus Deutschland.
Hier ist es gesetzlich festgelegt innerhalb der Firma die Gehälter vergleichen zu können. Gleichzeitig kann es aber aus Wettbewerbsgründen untersagt sein, die Information ausserhalb der Firma offenzulegen.

evilsohn

Während ich grundsätzlich Deiner Meinung bin, ist es in Deutschland tatsächlich erlaubt, Preise zu verhandeln (das ist natürlich nur die Theorie – ich bezweifle, dass jemand in einem Supermarkt tatsächlich bessere Preise aushandeln kann).
Ich finde es gut wenn es sich etabliert, mit diesem Tabu zu brechen.

Cortyn

Also ich weiß, dass es in der Generation meiner Mutter noch üblich war, durchaus in Modegeschäften die Preisen von Kleidern zu verhandeln. Das war vor gar nicht sooo langer Zeit noch durchaus üblich.

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