Gamer zockt 3 Jahre mit falschen Einstellungen seiner Grafikkarte – ein Schalter löst alle Probleme

Gamer zockt 3 Jahre mit falschen Einstellungen seiner Grafikkarte – ein Schalter löst alle Probleme

Ein User hatte sich eine Grafikkarte gekauft, doch er hat jahrelang Schwierigkeiten. Ein kleiner Schalter hat nun all seine Probleme gelöst. MeinMMO erklärt euch, was dahinter steckt.

Grafikkarten sind zum aktuellen Zeitpunkt noch sehr teuer, doch mittlerweile fallen die Preise für GPUs wieder. Einige User sind bei den hohen Preisen auch durchaus bereit, zu einer gebrauchten Grafikkarte zu greifen.

Ein User hat genau das gemacht und hatte mit seiner gebrauchten Grafikkarte jahrelang Schwierigkeiten. Nun erklärt er, wie er seine nervigen Probleme und Abstürze gelöst hat. Und die Lösung ist denkbar einfach.

Kleiner Schalter löst jahrelange Probleme und Kopfzerbrechen

Ein User hatte sich vor ein paar Jahren eine gebrauchte Grafikkarte gekauft. Auf reddit erklärte er nun, dass er seit dem Kauf der Grafikkarte im Jahr 2019 Probleme mit der Grafikkarte habe (via reddit.com). Spiele stürzten regelmäßig ab oder die Systemeinstellungen wurden einfach zurückgesetzt.

Oft funktionierte mein Grafikprozessor einwandfrei, aber wenn ich die Einstellungen zu hoch eingestellt hatte und ging dabei zu weit, brachte [das] meinen Computer zum Absturz, sodass der Bildschirm schwarz wurde, oder er [der PC] war instabil und der Bildschirm flackerte und meine Programme stürzten ab, weil mein Grafikprozessor zurückgesetzt wurde.

In seinem Thread erklärte er nun, dass er nach 3 Jahren endlich die Lösung für das Problem gefunden habe. Und die Problemlösung sei ziemlich simpel gewesen.

Bevor ich das neue BIOS installieren konnte, erfuhr ich, dass meine GPU einen dualen BIOS-Schalter auf der Karte hat, der auf die zweite Position eingestellt war, während die erste Position den Standardeinstellungen entspricht.

Wo lag das Problem? Einige Grafikkartenhersteller setzen bei ihren Grafikkarten auf ein Dual-BIOS. Das heißt, auf der Grafikkarte befinden sich zwei verschiedene BIOS-Systeme, zwischen denen gewechselt werden kann. Häufig handelt es sich dabei um ein Silent-BIOS, wo die Grafikkarte ruhiger läuft und weniger Strom braucht, und um ein BIOS fürs Übertakten.

Der Wechsel zwischen den Systemen geschieht entweder direkt im BIOS oder mit einem kleinem, physischen Schalter an der Grafikkarte. Im Titelbild seht ihr beispielhaft den Schalter an einer EVGA-Grafikkarte (via evga.com).

Der User musste daher nur den Rechner ausschalten und den Schalter an der Grafikkarte nutzen. Anstatt dem Mining-BIOS konnte er nun wieder das BIOS des Herstellers verwenden. Und nachdem der User diesen Schalter umgelegt hatte, waren mit einem Augenblick die ganzen Probleme verschwunden.

Was bedeutet das für mich? Solltet ihr eine gebrauchte Grafikkarte kaufen und diese stammt etwa auch aus einem Mining-System, dann prüft beim Einbau, ob die Grafikkarte einen BIOS-Schalter besitzt. Denn mit dieser kleinen Kontrolle könnt ihr euch viele Probleme oder zumindest eine lange Fehlersuche sparen.

Solltet ihr Grafikkarten aus einem Mining-System kaufen, solltet ihr doppelt vorsichtig sein. Nicht immer hat man es mit Profis zu tun, die ihre Grafikkarten für Mining sorgfältig behandeln:

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X2K

Ich bin mit ein wenig unsicher ob ich jetzt schockiert darüber sein sollte das solche basics eine Sensation sein sollen oder nur verwundert darüber das jemand der eine gebrauchte Grafikkarte kauft und selber einbaut sowenig Sachkenntnis oder Unvermögen eine Bedienungsanleitung zu lesen mitbringt das es 3 jahre dauert bis das problem gelöst ist.

T.M.P.

Eine XFX RX580 GTS Black OC+, Release April 2017?
Dann lief die Karte 5 Jahre lang übertaktet. 2 Jahre lang 24/7 in einem von diesen schlecht gekühlten Miningrigs, und noch 3 Jahre bei dem User im PC.

Zähes Ding^^

Caliino

Also der Schalter hat nur bedingt mit einem „Mining-Bios“ zu tun…

Ja, der ist dafür da um zwischen zwei verschiedenen Bios zu wechseln. ABER bei gebrauchten Karten weißt du nie was da wirklich drauf ist, ergo es könnten auch beide modifiziert worden sein.

Sorry, aber wer eine gebrauchte Karte kauft/sich nicht informiert und dann Abstürze hat, ist selber Schuld.

Bei neuen Karten kannst du mit dem Schalter aber in der Regel zwischen einem Standart/Silent/OC-Bios wechseln.
Ersteres für den normalen Betrieb, zweiteres für leiser Lüfter auf Kosten der Leistung und drittes für mehr Power wenn die Kühlung (vom PC) stimmt.

Scaver

Ich nehme an, das auf der Karte um die es hier geht eben ein Mining BIOS am Laufen war und es deswegen in Artikel b steht.
Verallgemeinert macht diese Aussage nämlich tatsächlich keinen Sinn.

Thoix49

Selbst beim Modifizierten BIOS die zum Mining ausgelegt war oder ist. Die unter anderem bei Belastung abkackt? 😀
Sicherlich hat der Vorgänger von der GPU willkürlich irgendwas eingestellt das dies nur zu Problemen geführt hat.

DIP-Schalter am Board fixt keine GPU die man verhunz hat.

Cadencia

Bei einigen mining bios werden die Timings des vram verändert.
Das ist super fürs Mining, sorgt aber beim zocken für Probleme.
Bei aktuellen gpus z. B. Reduziert man beim mining den core takt und schraubt dafür den vram speed hoch.
Versucht man mit den setting zu zocken stürzt es meistens ab. Das war jetzt nur ein Beispiel um zu zeigen, daß mining settings durchaus Einfluss auf gaming haben.

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