Robert Baratheon zeigt sich in der Serie zu Game of Thrones von seiner schlechtesten Seite und nicht gerade wie ein würdevoller König. Aber vor der Krone war er einer der besten und legendärsten Kämpfer in der Geschichte von Westeros.
Lange Zeit waren die Könige der Sieben Königslande ausschließlich Mitglieder der Targaryen-Familie, was schon mehrfach zu Problemen geführt hat – man braucht sich nur House of the Dragon anzuschauen.
Mit Robert Baratheon änderte sich diese Tradition aber. Obwohl er in Game of Thrones eher wie ein unpassender, fauler König wirkt, war er einst ein legendärer Krieger, vor dem man sich fürchten musste.
Aktuell läuft die 3. Staffel von House of the Dragon:
Der Start einer legendären Rebellion
Wieso wollte Robert die Targaryen vom Thron stürzen? Alles begann 281 AC (Jahre nach der Eroberung Aegons) bei einem Turnier in Harrenhal. Prinz Rhaegar Targaryen nahm dort teil und gestand öffentlich seine Liebe für Lyanna Stark, die Schwester von Ned Stark, obwohl er mit Elia Martell schon verheiratet war. Auch Robert war in Lyanna verliebt und sie waren sich versprochen.
Ein Jahr später entführte Rhaegar Lyanna angeblich und das war der Start der Rebellion gegen den aktuellen König, Aerys II. Targaryen. Diese Entführung wurde dann noch durch die Hinrichtung von Lyannas Bruder Brandon und ihrem Vater Rickard Stark angefacht, die zum König gereist sind, um Lyanna zurückzufordern.
Davon ausgehend stellten sich auch andere Lords an die Seite von Robert. Unter anderem Jon Arryn, der sich dem Befehl des Königs verweigerte. Nicht alle unterstützten aber die Rebellion, weshalb mehrere Schlachten an verschiedenen Fronten stattfanden. Eine der wichtigsten Schlachten fand in Sommerhall statt.
Unterstützer des Königs wollten sich zusammentun und Sturmkap, den Sitz der Baratheons, erobern. Robert erfuhr davon, ritt mit seinen Rittern los und besiegte die Truppen der Lords Cafferen, Grandison und Fell hintereinander – eine beachtliche Leistung. Mit in den Schlachten hatte er seinen großen Kriegshammer und die Kraft eines Riesen
, wie Ned im ersten Buch feststellte. Der Anführer der Starks kann den Hammer selbst nur ein klein wenig heben.
Der wichtigste Moment für die Rebellion von Robert war aber die Schlacht am Trident.
Roberts Weg auf den Thron
Wie kam Robert letztendlich auf den Thron? Die Schlacht am Trident war das große Finale der Rebellion, in der Roberts Unterstützer gegen die Loyalisten der Targaryen kämpften. Dort kam es auch zu einem Kampf zwischen Robert und Rhaegar. Mit seinem Hammer schlug Robert den Targaryen mitten auf die Brust und tötete ihn. Rhaegar schaffte es aber, Robert zu verletzen.
Die Schlacht ging an die Rebellen, und die übrigen Targaryen-Freunde flohen nach Königsmund. Aber da war schon Tywin am Werk, der sich noch kurz vor Ende der Targaryen-Dynastie gegen die Königsfamilie stellte. Knapp ein Jahr nach der Schlacht am Trident kam es auch dazu, dass Jamie König Aerys II. tötete.
283 AC wurde Robert König der Sieben Königslande. Ironischerweise ist er sogar mit den Targaryen verwandt. Seine Großmutter war Rhaella Targaryen. Eine mögliche Rebellion hatte er von der Familie aber zunächst nicht zu befürchten. Tywin Lennister tötete die Kinder von Rhaegar und sogar dessen Frau Elia Martell. Nur Rhaella, die damalige Königin, floh zusammen mit ihrem Sohn Viserys. Bevor sie starb, gebar sie Daenerys.
Obwohl es in den Königslanden noch Menschen gab, die Robert als König nicht haben wollten, etwa Oberyn Martell, herrschte erst einmal Frieden nach dem Sturz des irren Targaryen-Königs. Aber der Thron besiegelte wohl das Ende von Robert.
Das Ende von Robert Baratheon
Warum war der Thron Roberts Untergang? Robert war vor dem Thron einer der mächtigsten Krieger in ganz Westeros, der gleich mehrere Armeen hintereinander besiegt hat. In der Zeit des Friedens ließ er sich als König aber gehen. Er aß und trank im Übermaß und schlief mit unzähligen Frauen und zeugte Bastarde.
Er hatte gar keinen Bock darauf, sich mit königlichen Angelegenheiten zu befassen. Eine Eigenschaft, die Ned Stark selbst erfährt, nachdem er zur Hand des Königs ernannt wurde. Wichtigen Kram wie Geld oder die Verwaltung des Landes übergab er seinem Rat, an dem er meist gar nicht teilnahm.
Hinzu kommt die Ehe zu Cersei Lennister, die vollzogen wurde, um den Bund der Lennisters mit dem König zu festigen. Robert liebte aber bis zum Tod Lyanna, weshalb die Distanz zwischen ihm und seiner Königin größer wurde. Auch zu seinen augenscheinlichen Kindern wie Joffrey (eigentlich der Sohn von Jamie) hatte er keinen guten Draht.
Das ging sogar so weit, dass sie Jon Arryns und letztendlich auch den Tod von Robert initiierte und damit den nächsten Krieg um den Thron entfachte.
Von welchem Charakter aus Westeros wollt ihr mehr erfahren? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Robert wird trotz seiner erfolgreichen Rebellion wohl als ein eher unbeeindruckender König in die Geschichtsbücher von Westeros eingehen. Die besten Könige findet ihr hier: Die 10 besten Könige aus dem Universum von Game of Thrones im Ranking
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