Fortnite-Streamer erklärt, was ihn von Twitch vertrieb: Kampf um zahlende Kunden

Der Streamer CouRage war mit Fortnite erfolgreich auf Twitch unterwegs. Jetzt verlässt er die Streaming-Plattform und wechselt zu YouTube. Er erklärt, dass vor allem der ständige Kampf um die „zahlenden Kunden“, die Subscriber, zu viel für ihn war.

Wer spricht da? Das ist Jack „CouRage“ Dunlop. Der war früher eSport-Caster für Call of Duty und für seine humorvolle Art bekannt. Seit 2018 verdiente er sein Geld als Vollzeit-Streamer auf Twitch und war vor allem in Fortnite aktiv.

Jetzt hat CouRage aber angekündigt, nach anderthalb Jahren als Vollzeit-Streamer exklusiv zu YouTube zu wechseln.

Fortnite-Courage-Büro
„Wie im grauen Büro“ – so fühlte sich Courage wohl mit täglichen Streams bei Twitch.

Gefesselt vom Subscriber-Knopf

So begründet Courage den Wechsel: Er sagt in einem Video, dass er auf Twitch das Gefühl hatte, an den „Subscriber-Knopf“ gefesselt zu sein. Laut CouRage sei man als Twitch-Streamer immer auf Subscriber angewiesen, müsse um die kämpfen. Das würde die Möglichkeiten auffressen, auch mal was außerhalb des Streams zu machen.

Das sei eine vergiftete Art zu denken: „Wenn ich heute nicht live gehe, dann verliere ich die Zahl X an Subscriber und das bedeutet ich verliere die Zahl X an Geld.“ Das habe jeder Streamer im Kopf.

Daher verzichten viele Streamer auf Urlaub und Ferien.

Die bessere Einstellung sei: „Jetzt streame ich eine bestimmte Zahl von Stunden und danach mache ich einige Stunden was anderes – und daraus mach ich dann echt gute Inhalte.“

Ninja Kuchen titel
Auch Ninja ist von Twitch weg und aus der „Tretmühle“ ausgestiegen.

Einen Vorgeschmack auf ein Leben ohne Twitch bekam CouRage während einer Japan-Reise.

Für die Zeit seiner Abwesenheit hatte er Videos vorbereitet, konnte aber auf der Reise selbst seine Zeit genießen und hatte seinen Frieden gefunden, ohne ständig live sein zu müssen und um die Subscriber zu kämpfen. Das spürte er das erste Mal seit langem, wie es so wäre, ohne immer auf den Subscribe-Knopf zu schauen.

Was sind Subscriber? Bei Twitch haben Spieler die Möglichkeit ein „kostenpflichtiges Abo“ für einen Streamer abzugeben, den sie damit finanziell unterstützen.

Das Geld durch „Subscriptions“ ist für Streamer wichtig. Es sind etwa 2,50$ pro Abo – eher mehr. Erfolgreiche Steamer haben so um die 20.000 Abos – das wären schon mal 50.000$ fest jeden Monat.

Dieses Abo dauert aber nur 30 Tage – Streamer haben daher Angst, einen „zahlenden Kunden“ zu verlieren, wenn der sein Abo nicht erneuert.

Fortnite CouRage Mech Titel

Dieser Kampf um die „zahlenden Kunden“ scheint den Alltag vieler Streamer zu bestimmen und für diesen Druck zu sorgen, sich selbst auszubeuten und immer da zu sein.

Ein Druck, dem sich CouRage mit seinem Wechsel zu YouTube nun entzieht. Man kennt nicht die genauen Details seines neuen „Exklusiv-Vertrages“: Aber man kann davon ausgehen, dass ihn der Vertrag finanziell absichert und aus dem „Joch der Twitch-Subscriber“ befreit.

Einen ähnlichen Deal hatte Twitch-Star Ninja geschlossen. Der kann sich nun auch öfter einen Urlaub gönnen.

Fortnite: Deutscher Streamer Montanablack sagt, er ist Nr.1 bei Twitch-Subs
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De
De
7 Monate zuvor

Da muss man ja FAST Mitleid haben smile

Steffen
Steffen
7 Monate zuvor

Is ja ein Ding als Selbständiger sich, und ich denke er wird wohl ein Vollzeitstreamer sein, den Kunden was bieten zu müssen.
Hunderttausende Selbstständige müssen bzw wollen das jeden Tag machen Weltweit.
Seine Sorgen kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen.

Sunface
Sunface
7 Monate zuvor

Das wäre ja nicht mein Ding. Mich stundenlang vor unbekannten Zuschauern anbiedern und hoffen das sie mir irgendwie Geld bringen.

Comp4ny
Comp4ny
7 Monate zuvor

Ja der ewige Druck … kennt man nur zu genüge.
Deswegen streame ich gar nicht erst für Subs smile

Tigra Watanabe
Tigra Watanabe
7 Monate zuvor

2,99 $ kostet das ev in den USA.
Hier in Deutschland bin ich Stammschauer beim guten Erik „Gronkh“ Range und ein Monat kostet uns 4,99 €.
Jedoch sind viele Leute sehr spendabel undverschenken Subs an Leute ohne Sub.
Letztens hat Jemand gleich zweimal 100 Subs verschenkt, was etwa 1000 € sind.
Normal sind aber 5, 10, 20 oder 50 Gifted Subs.
Dazu die Donations, die zwischen 2 und 750 € liegen.
In dem Stream, wo Erik den HWSQ im Sims 4 Editor nachgebaut hatte, bekam er zusammengerechnet etwas mit 4000 € an Donations, was aber eher selten ist.
Bei kleinen Streamern, wo nicht um die 20.000 Zuschauer dabei sind, ist es jedoch schwer.
Jeder Streamer bird es bestätigen, das neue Streamer es heute viel schwerer haben, als vor 10 Jahren, wo die meißten der erfolgreichen Streamer angefangen haben.
Kleine Streamer brauchen die Einnahmen durch Subs, da Spenden eher selten sind und Werbedeals gibts auch noch keine.
Einzige Chance auf einen Geldschub ist ein Raid, wo ein großer Streamer mit den Zuschauern, einen kleinen Streamer überrascht.
Ein üblicher Streamer nutzt das eingenommene Geld, um das eigene Equipment zu verbessern (z. B. eine gute Kamera, besserer PC, Software, gutes Mikrofon, schnelleres Internet und am wichtigsten, Lizenzen für Rundfunklizenz und abgespielter Musik).

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
7 Monate zuvor

Hier in Deutschland bin ich Stammschauer beim guten Erik „Gronkh“ Range und ein Monat kostet uns 4,99 €.

Jau, das ist richtig. Aber Twitch will etwa die Hälfte davon – je nach dem Vertrag, den der Streamer hat.

Ein Sub ist für einen Twitch-Streamer etwa 70-50% von dem wert, was der Spender dafür zahlt.

Justsandyyyy
Justsandyyyy
7 Monate zuvor

Gronkh wird schon nicht verhungern.

Psycheater
Psycheater
7 Monate zuvor

Aber mal ehrlich; das „Problem“ wird doch nur verlagert. Für ihn in eine sehr bequeme Lage; er bekommt Geld ohne Angst haben zu müssen Einbußen zu haben weil halt YT alles bezahlt. Das ist auf Twitch eben anders; dafür hat man dort als regelmäßiger Streamer aber eine harte Kernfanbase die man auf YT so sicher nicht finden wird

Joe Banana
Joe Banana
7 Monate zuvor

ich verstehe nach wie vor nicht, dass so viele menschen sich mühe geben extra zu deabonieren, wenn ihr lieblingsstreamer mal 1 – 2 tage nicht streamt, dass man es merkt.. wenn es mein lieblingsstreamer bzw. einer dem ich gerne zugucke ist, will ich doch wissen wann er wieder streamt oder nicht? und das ist scheinbar eine große menge an subs die sich so verhalten.. entgeht mir da was?
dazu muss ich sagen dass leute die spiele streamen mich null interessieren.. ich habe in meinem leben einem stream nicht länger als 5 min zugeguckt

PS: und ich lese streamer-news hier normalwer weise auch nicht die artikel kommen für mich dem promi-klatsch gleich grin nur dieses abo-deabo-phänomen interessiert mich irgendwie

vanillapaul
vanillapaul
7 Monate zuvor

Das ist einfach eine Machtvorstellung im Kopf bzw. ein Protest. Seit es Content Creator auf Youtube gibt kann man immer wieder Kommentare mit „Deabo“ lesen weil ein Videoinhalt nicht dem Geschmack traf, der Youtuber einen „dummen“ Satz sagte oder weil Vollmond war. Die Gründe sind vielfältig. Die Absicht allerdings nicht: In vielen Fällen es dem Youtuber jetzt mal so richtig gezeigt zu haben.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
7 Monate zuvor

Kann ich zu 100% so unterschreiben.

Joe Banana
Joe Banana
7 Monate zuvor

ja klar in einzelfällen kann ich mir das gut vorstellen. nur so als große masse so dass der streamer in 2 tagen paar tausend deabos hat ist für mich irgendwie unbegreiflich

Mustafa Koc
Mustafa Koc
7 Monate zuvor

Die Abos laufen ja 30 Tage. D.h. jeden Tag laufen Abos aus. Und neue Zuschauer bzw. Verlängerer kann man nur durch Streamen und nicht durch wegbleiben gewinnen.

Joe Banana
Joe Banana
7 Monate zuvor

Ach das war mir nicht klar dass es zahlende Abonnenten gibt die nur dafür zahlen um einen zocken zu sehen. Klar macht er noch zusätzlich Unterhaltung und so aber trotzdem naja ><

vanillapaul
vanillapaul
7 Monate zuvor

Meinst du Abonennten oder Subscriber (zahlende Abonnenten)? Für Subscriber hat dir Mustafa schon eine gute Antwort gegeben.
Bei mehreren tausend Deabos an einem Tag ist im Normalfall irgendeine Kontroverse, die in einem zusammengerotteten Shitstorm endet, im Vorfeld verantwortlich. Das kann dann auf diversen Kanälen (wie z.B. Instagram) seinen Ursprung haben.
Je mehr Abonennten vorhanden sind umso höher ist die Wahrscheinlichkeit Leuten auf den Schlips zu treten.
Ein weiteres Beispiel sind Youtuber die Streit mit einander haben, aber viele die selben Zuschauer haben. Dann wird der deabonniert der die Leute schlechter von seiner Wahrheit überzeugen kann.

Joe Banana
Joe Banana
7 Monate zuvor

Jojo YouTube, IG beef etc ist mir als bekannt wink (so alt bin ich noch gar nicht xD) nur dieses „er streamt mal 1 Tag nicht also deabo ich“ ding wollte ich nicht begreifen..
Aber jetzt verstehe ich wenn die Abos auch automatisch auslaufen und so dann ist klar

mordran
mordran
7 Monate zuvor

Ich versteh das Problem nicht so ganz. Der gute Mann ist Vollzeit Content Creator. Ohne Content kein Geld, egal ob er das mit Subscriptions erwirtschaftet oder durch Werbeeinnahmen. Statt um Subscriber kämpft er jetzt um die Werbekunden. Da ist er auch noch in der schlechteren Position weil er die a) nicht selbst ansprechen kann und b) er der Gnade Youtubes ausgesetzt ist dass die sein Video nicht demonetarisieren. Klingt für mich irgendwie so als wolle man den Teufel mit dem Belzebub austreiben.

Mustafa Koc
Mustafa Koc
7 Monate zuvor

Demonetarisierung erfolgt doch unter bestimmten Bedingungen. Sein Content macht nicht so den kritischen Eindruck.

mordran
mordran
7 Monate zuvor

Es hat mittlerweile so viele Youtuber erwischt die alle dachten sich machen „unkritischen“ Content z.B, Tech Reviews. Der Trend war eigentlich eher weg von Youtube hin zu Twitch für viele.

Ben Hauenstein
Ben Hauenstein
7 Monate zuvor

Der ausschlaggebende Punkt ist der Vertrag. Aktuell haben die großen Streamer die Möglichkeit sich an eine der Plattformen fest zu binden für festes Gehalt oder einmalige Zahlung ist ja Wurst. Auf jeden Fall stabiles Geld für festen Zeitraum == weniger Druck (mittelfristig). Ich sehe das Problem jedoch hier: Wer wechselt und auf Mixer möglicherweise untergeht, wird nach Ende des Vertrags nicht verlängert/runtergehandelt.

Man sieht zwar klar wer wechselt, man sieht aber nicht unbedingt wer zum bleiben bezahlt wird. Dr. Disrespect hat zum Beispiel mit dem Zaunpfahl gewunken, dass es ja „wirklich schön wäre, wenn man zum bleiben bezahlt wurde“.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
7 Monate zuvor

Ja, das denke ich auch, dass da im Hintergrund grade vieles passiert und hohe Summen gezahlt werden.

Ich denke für DrDisrespect ist jeder, der wechselt, gut.

Die Publisher suchen Werbepartner auf Twitch, weik dort die Reichweite ist. Wenn shroud weggeht, ist DrDisrespect als Werbepartner gleich attraktiver, wenn der nächste wen sucht, um seinen Shooter zu promoten.

Von daher ist auch für ihn dieses Wechseln sicher eine Super-Sache. smile

mordran
mordran
7 Monate zuvor

Na ja, was für einen Shroud und für einen Ninja auf Mixxer möglich ist, ist für ihn fürchte ich an der Stelle nicht möglich. Dafür ist er noch zu klein und es geht hier ja auch um Youtube die keine Festgehälter zahlen.

Hamurator
Hamurator
7 Monate zuvor

Das ist wohl der Druck, den viele Selbstständige haben dürften, wenn das Geschäft nicht von alleine läuft und immer Anschub benötigt.

Domenik Heimes
Domenik Heimes
7 Monate zuvor

Okay soweit war es ja klar das Twitch rein über Sub´s und Donation sich finanziell lohnt für Streamer. Aber wo ist jetzt der Unterschied bei Youtube oder Mixer?
Ein festes Gehalt werden sie dort doch auch nicht erhalten und werden sie da pro Zuschauer bezahlt? Wie funktioniert das System dort das es sich für sie lohnt zu wechseln?
Das fehlt irgendwie im Artikel um es richtig Nachvollziehen zu können wieso man von Twitch geht und zu einer anderen Plattform geht. Ich dachte immer das System dort sei das selbe.

Mustafa Koc
Mustafa Koc
7 Monate zuvor

Hab ich ehrlich gesagt auch nicht verstanden. Auf YT Videos hochladen, konnte er doch auch vorher. Vermutlich haben die ihm eine Summe gezahlt, so dass er einige Zeit auf Subs auf Twitch verzichten kann. Vermutlich.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
7 Monate zuvor

Das erläutert er nicht näher.

Zwischen den Zeilen kann man lesen: Er hat sicher einen besonderen Deal mit YT, der ihn finanziell unabhängiger von den Subscriptions gemacht, indem vielleicht seine Videos besser monetarisiert werden.

Genau so einen Deal haben allem Anschein nach auch die Leute, die zu Mixer gewechselt sind, weil die ja wissen, dass sie dort nicht die selben Sub-Zahlen haben werden wie bei Twitch.

Man „munkelt“, dass diese „Wechsel mit zweistelligen Millionenbeträgen verbunden sind. Da gab es „Gerüchte“ auf Twitter.

Steffen
Steffen
7 Monate zuvor

Reine Vermutung meinerseits …

Ich vermute mal er hat gepockert und sich schlussendlich verzockt.
YT wird ihm ein Angebot gemacht haben und er ist zu Twitch gerannt und wollte ein besseres als es ihm YT gegeben hätte/hat.
Twitch hat einfach … nö … gesagt.

tzizt
tzizt
7 Monate zuvor

Naja, andere Menschen müssen für ihr Geld (bedeutend weniger!) auch hart arbeiten. Insofern finde ich es bei einem geschätzten Monatseinkommen von 50k $ schon jammern auf hohem Niveau. Wenn er nicht jeden Tag auf Twitch streamen würde, hätte er vermutlich einige Subs weniger, aber auch mit 40k $ im Monat lässt es sich sehr auskömmlich und und komfortable leben.
Aber da kommt dann doch wieder die gier durch, auf dieses Geld nicht verzichten zu wollen.

Domenik Heimes
Domenik Heimes
7 Monate zuvor

Naja das war ja nur ein Beispiel. Die wenigsten haben 20.000 Abos und wie schon geschrieben wurde ist das nie eine Fix Zahl. Das wird immer schwanken. Ich denke da an die Sommertage. Die Leute sind mehr draußen und schauen dir nicht zu wieso also Abonnieren? Sowieso bringt dir ein Abo ja auch keine Vorteile. Ja toll du hast Emotjis von dem Streamer aber sind wir mal ehrlich 5€ für dämliche Emojis zu bezahlen ist schon ziemlicher Quatsch.

Du hast halt nie ein festes Gehalt wo du mit Planen kannst. In dem einem Monat hast du 20.000 Abos aber von denen verlängern auf einmal nur 5.000 Ihr Abo. Das ist dann wieder ein gewaltiger „Gehalts“ unterschied dann verlängern wieder von denen im 3 Monat nur 2000 Ihr Abo und im nächsten Monat hast du auf einmal wieder 15000 Abos. Du merkst worauf es hinaus läuft.

Im Prinzip geb ich dir zwar recht aber es ist ein sehr schwammiges „Gewerbe“

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