Final Fantasy XIV: So verdient ihr Gil mit dem Auktionshaus

Nach dem Guide für die Sammelberufe folgt einer für das Auktionshaus, denn Gil kann man niemals genug verdienen.

Ob Gold in World of Warcraft oder Gil in Final Fantasy XIV, man kann nie genug dieser Währung haben. Schließlich benötigt man sie für allerlei Tätigkeiten, sei es für die Reparatur der Ausrüstung, der Finanzierung eines Raidabends oder dem Erwerb prestigeträchtiger Mounts. Damit stellt sich unweigerlich die Frage, wie man mit möglichst geringem Zeitaufwand recht viel verdient.

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Die Grundregeln

Wenn man am Farmen von Gegenständen kein Interesse hat, lässt sich über das Auktionshaus etwas erwirtschaften. Diese Variante ist meist effektiver, da der Zeitaufwand geringer und der Ertrag höher ist. Dafür steigt das Risiko, denn Fehlkäufe wird man immer mal wieder machen. Die nachfolgenden Tipps sind relativ allgemein gehalten und lassen sich auf andere Spiele anwenden. Die Zahlen dienen der Veranschaulichung und können je nach Server schwanken.

Kenne die Preise

Die wichtigste Regel ist, die Preise zu kennen. Beobachtet man das Produkt über einen längeren Zeitraum, lässt sich ermitteln, wie stark die Schwankungen sind. Das ist sinnvoll zu wissen, wenn ein Item zum Beispiel im Verlauf mehrerer Tage zwischen 200-500 Gil gehandelt wird. Man wartet mit dem Kauf, bis man bei dem niedrigen Wert angekommen ist, legt sich einen Vorrat an und verkauft diesen einige Tage oder Wochen später. Das setzt aber eine längere Vorbereitung voraus, denn nur dann wird man sich sicher sein, dass der Preis wieder steigt.
Wichtig ist, zwischen normalen Items (im folgenden NHQ genannt) und HQ zu unterscheiden. Letztere erkennt man an einem spezifischen Icon und sie sind meist wesentlich teurer. Es gibt jedoch immer mal wieder Angebote von HQ-Objekten zum NHQ-Preis. Bedenkenlos kaufen und eventuell zum 10-fachen Preis wieder anbieten ist hier die richtige Option.

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Manipuliere den Preis

Statt auf Schwankungen zu warten, ist es möglich, sie selbst selbst herbeizuführen. Hierfür gibt es ebenfalls sichere und risikoreiche Möglichkeiten. Wenn man beispielsweise weiß, dass der Preis zwischen 200-500 schwankt, kann man fast alles erwerben und für 500 einstellen. Dieser Weg ist relativ sicher, denn die Gegenstände werden wohl früher oder später veräußert werden. Es ist einen Versuch wert, die Preise noch höher zu treiben und 600 oder 700 zu verlangen, schließlich ist man in diesem Moment der einzige Anbieter. Und wenn es nicht funktioniert, geht man zurück zum alten Preis mit geringerer Gewinnspanne. Das Risiko ist hier mehr die Zeit als das Geld.
Alternativ sucht man nach Produkten mit geringem Angebot und dennoch existierender Nachfrage. In aller Regel handelt es sich hierbei um HQ Produkte. Als Beispiel fungieren hier HQ-Eibenholzäste. Beim Preis tastet man sich nach oben und kommt dann zu 2400 Gil, bei einem Einkaufspreis von unter 800. Und da es immer wieder Personen gibt, die die HQ-Variante zum NHQ-Preis von etwa 200 anbieten, ist die Gewinnspanne sehr hoch.

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Habe Geduld

Es ist nicht ratsam, jeden ständig zu unterbieten. Das ist nicht nur sehr zeitaufwändig, sondern führt zu einem deutlich geringeren Verdienst. Es gibt immer Personen, die nicht 1 Gil sondern 10, 100 oder gar 1000 weniger verlangen. Wer die Preise kennt, braucht nicht weniger zu nehmen. Ist der Preis der Konkurrenz niedrig genug, kauft man es einfach selbst.
Ebenfalls wichtig ist der Wochentag. Dienstags kommt es zum Reset der Raids. Der Preis für Buffod könnte an diesem Abend höher sein als an anderen. Denn viele kaufen Gegenstände erst dann, wenn sie sie brauchen und kurz vor einem Bosskampf haben sie keine Wahl mehr, auf einen günstigeren Preis zu hoffen. Sie müssen sofort unser überteuertes Produkt erwerben. Wir hingegen können mit dem Kauf warten.
An Wochenenden, insbesondere abends, spielen mehr als vielleicht am Mittwoch um 5 Uhr morgens. Das sollte man berücksichtigen, denn mehr Spieler bedeuten eine höhere Nachfrage und somit eine größere Geldbörse für uns.

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Weniger ist mehr

Rohstoffe werden oft zu 99er Stacks verkauft. Das ist sinnvoll, denn der Preis des einzelnen Items ist recht gering, sodass man mit größeren Mengen handelt. Dennoch kann es Waren geben, bei denen schlicht kein Interesse an einer derart hohen Menge herrscht. Wer nur 5 HQ-Eibenholzäste benötigt, kauft keine 99.
Statt den Preis zu reduzieren, ist es ratsam, die Menge zu verringern. Sodass 5er, 10er und 25er Gruppen angeboten werden und man dann vergleicht, ob die Nachfrage gestiegen ist. Eventuell lässt sich dann sogar der Preis leicht erhöhen.

Schalte Händler frei

Die Wilden Stämme verkaufen zahlreiche Produkte, wenn man bei ihnen den Ruf steigert. Es ist empfehlenswert, diese Preise mit dem Auktionshaus zu vergleichen. Oft haben andere Spieler diesen Ruf nicht oder keine Lust, jetzt erst zum Verkäufer zu reisen. Andere wissen gar nicht, dass es den Händler gibt. Auf diese Weise lassen sich manche Produkte gewinnbringend verkaufen. Zum Beispiel können Eibenholzäste für 60 Gil gekauft und für 299 Gil verkauft werden.

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Im Selbstversuch

Abseits bloßer Theorie erfolgte ein kleiner Selbstversuch. Die Preise waren mir nicht bekannt und das Startkapital betrug 150k Gil, nicht besonders viel. Der Zeiteinsatz belief sich auf etwa 5 Minuten am Tag und es wurde extrem vorsichtig gehandelt, Risiken sollten weitestgehend vermieden werden.
Die ersten Tage beschäftigte ich mich damit, die Preise zu kontrollieren. Glücklicherweise hatte ich durch vorheriges Farmen als Gärtner schon einen kleinen Überblick über manche Holzarten. Unter anderem Eiben-, Eschen- und Ulmen-Holzscheite. Also fing ich an, sie einzukaufen. Dabei habe ich mir ständig alles notiert, damit ich auch in der Zukunft weiß, wie viel ich bezahlt habe bzw. zu welchem Preis ich das Produkt verkauft habe. Selbst wenn ich nicht vorgehabt hätte, diesen Artikel zu schreiben, wären meine Aufzeichnungen ähnlich gewesen:

  • Kauf 99 Ulmen-Holzscheit für unter 200, Verkauf für 370
  • Kauf 152 Eschen-Holzscheit für unter 100, Verkauf für 188
  • Kauf Eiben-Holzscheit für unter 100, Verkauf für 299

Im Nachhinein betrachtet hätte noch eine Angabe des Datums erfolgen sollen. Jedenfalls führte ich meine Geschäfte weiter und expandierte. Ich erwarb Leder für 20-30 und verkaufte es für 75, nachdem ich den Markt aufgekauft hatte. Effektiv ist das nicht, der Verdienst war zu gering. Ich wollte lediglich testen, wie gut sich die Preise auf diese Weise manipulieren lassen. Gleiches tat ich mit Allagan-Schnecken, nur war hier die Nachfrage zu gering.
Produkte, welche ich beobachte, wurden gleichermaßen mitgeschrieben. Beispielsweise das Antilopenhorn auf HQ, welches 4k wert zu sein schien. Leider war ich etwas voreilig und wartete nur wenige Tage. Ich erwarb Hörner für 2-3k und wollte sie für 5k verkaufen. Letztlich waren es 1,5k und somit ein Verlust. Das kommt vor.
Nach 2 Wochen wurden aus 150k Gil 650k. Weitere zwei Wochen später waren es über 1,6 Millionen. Vergleicht man diesen Wert mit anderen Farm-Möglichkeiten, so hätte man wohl darüber besser verdient. Der Vorteil des Auktionshauses ist der Zeiteinsatz: bei 5 Minuten am Tag betrug dieser etwa 2,5 Stunden für einen Monat. Und gewiss lässt sich mit mehr Aufwand und höherer Risikobereitschaft wesentlich mehr verdienen.


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