Final Fantasy XIV: Heavensward ist maßgeschneidert für deutsche Spieler
Von Kawaii bis hin zu Psychopathen

Die Geschichten in Final Fantasy XIV folgen neuerdings einem dunkleren Pfad. Es wirkt schon fast so, als würde man von dem kindlichen Stil Abschied nehmen wollen. Die Welt in Eorza wird zunehmend grausamer.

Doch worin liegen die Beweggründe, dass man sich nun in ein düsteres Zeitalter voller Schicksalsschläge stürzt? Wir berichteten vor ungefähr einem Jahr über ein Interview, bei dem Yoshida auf Unterschiede zwischen den Märkten hinwies. Damals hieß es, dass die Franzosen beispielsweise den Kawaii-Style bevorzugen würden. Das ist ein japanischer Ausdruck, der für die typisch unschuldige, niedliche Ästhetik steht. In Deutschland ziehen die Spieler aber eine düstere Atmosphäre vor und seien gegenüber japanischen Eigenheiten leicht abgeneigt, so der Game-Director.

Da Final Fantasy XIV auf dem deutschen Markt noch nicht der große Sprung gelingen konnte, kommt eine Erweiterung, die sich vor allem an diesen wertvollen Markt richtet doch gerade Recht, oder? Die letzten Updates und auch Heavensward, die den Dark-Fantasy-Anteil zunehmend anheben, lassen dies vermuten. Wir haben dafür in Frankreich Yoshida höchstpersönlich zu diesem Thema befragt.

Der dunkle Weg zu Heavensward

Dieser begann eigentlich schon vor langer Zeit, sagt Yoshida. Der Verlauf der Story bis 2.55 war schon klar umrissen, als man noch an 2.1 arbeitete. Zwischen diesen Updates liegt ein Zeitraum von ungefähr einem Jahr. Die Weichen für ein brutales Final Fantasy wurden dieser Aussage nach schon relativ zeitig nach dem Release von A Realm Reborn gelegt: „Es ist jetzt nicht so, dass wir uns nach der Nachfrage am Markt gerichtet haben, diese Idee hatten wir schon vorher (…) Wir wollten, dass eine scheinbar friedliche Geschichte zu einer Tragödie führt, die die Welt in einem anderen Licht erscheinen lässt und den Weg für Neues ebnet. Diese Story hatten wir im Sinn.“

Man wolle zu seinen Wurzeln zurückkehren, zu einem klassischen Final Fantasy. Diese Welt strotzt eben nicht nur voller Farben und Glückseligkeit. Darauf haben man bei der Entwicklung von Heavensward den Fokus gelegt: „Unser Ziel war es, mit Heavensward zu zeigen, dass die Welt kein leichter Ort zum Leben ist. Das ist der Grund, warum es etwas düsterer geworden ist.“Final Fantasy XIV Heavensward Drache

Er machte aber auch deutlich, dass es ein Final Fantasy Titel ist, der von einem Entwickler japanischer Herkunft kommt. Die angesprochenen Elemente haben sie nicht komplett aus der Welt verbannt, sie würden noch überall vorkommen. Es ist und bleibt ein abwechslungsreiches Setting. Dennoch: Er weiß darum Bescheid, dass die Deutschen mehr auf realistische Kulissen stehen würden und die letzten Final Fantasy Titel ihnen zu kindisch geworden sind. Deshalb ist „Heavensward maßgeschneidert für die Spieler, insbesondere für deutsche Spieler, denen die letzten Entwicklungen zu niedlich waren.“


Mehr Informationen zur Erweierung findet ihr in unserer Heavensward-Vorschau und der Themenseite zu Final Fantasy XIV.

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