Fernseher setzen schon länger auf Tracking und Werbung. Mittlerweile versuchen Hersteller, auch Monitore damit zu füllen, um Einnahmen zu generieren. Das ist gar nicht so schwierig, denn smarte Monitore setzen auf ähnliche Funktionen wie moderne Fernseher. Mit einem reinen Office-Monitor ohne Internetverbindung seid ihr aber erstmal wohl noch sicher.
TV-Geräte setzen schon länger auf aggressive Werbung und auf Tracking. Das hat verschiedene Gründe, wie beispielsweise das Sammeln von Daten, und hat für euch den Vorteil, dass ihr günstiger an ein Gerät kommt.
Dennoch stellen diese Maßnahmen einen starken Einschnitt in eure Privatsphäre zu Hause dar. Denn der Hersteller weiß immer, was ihr euch gerade zu Hause anseht oder dass ihr auf eurer PS5 spielt.
(Computer-)Monitore galten in dieser Hinsicht bisher immer als die bessere Lösung. Doch in den letzten Jahren sind Monitore ebenfalls besser in der Lage geworden, Werbung zu schalten und Nutzer zu tracken.
Werbung und Tracking ist auf Fernsehern bereits stark verbreitet
Warum setzen Fernseher auf Werbung? Das Tracking und die Werbung auf modernen Smart-TVs sind ein massives und weit verbreitetes Problem, da Hersteller wie Samsung und LG mit den Daten ihrer Nutzer oft mehr Geld verdienen als mit dem Verkauf der Hardware selbst. Mit der Werbung wird mehr oder weniger der Preis der verkauften Geräte subventioniert: Ihr zahlt anstatt mit Bargeld mit euren Daten, schreibt etwa HIFI.de.
Teilweise kann dies schlimme Ausmaße annehmen: Nutzer werden beim Einschalten direkt mit Bannern und Empfehlungen überflutet. Hinzu kommt noch aggressives Tracking: Die erfassten Sehgewohnheiten und Profil-Daten werden an Werbenetzwerke übermittelt, um passgenaue Werbung auszuspielen, was einen starken Eingriff in die Privatsphäre im eigenen Wohnzimmer bedeutet, berichtet etwa das Magazin Heise.
Besonders gemein daran ist, erklärt Ars Technica: Hersteller wie LG oder Samsung verweisen in ihren Nutzungsbedingungen bewusst darauf, dass sie eure Daten an andere Unternehmen weiterverkaufen, und verweisen auf ihr „legitimes Interesse“. Deutsche Nutzer sind davon übrigens auch betroffen, nur der Datenschutz ist laut den Nutzungsbedingungen etwas strenger.
Smarte Monitore setzen auf die gleichen „Fähigkeiten“ wie Fernseher
Monitore werden mittlerweile immer häufiger auch als „smarte Monitore“ verkauft und erben die gleichen guten und schlechten Eigenschaften von Fernsehern. Denn in smarten Monitoren steckt oft das gleiche Betriebssystem wie in den TV-Geräten, mit den gleichen Tracking- und Werbe-Fähigkeiten. Hier werden bereits Daten abgegriffen und für verschiedene Zwecke verarbeitet.
Experten wie das Magazin Rtings.com verweisen außerdem schon länger darauf, dass Monitore bereits in der Lage seien, Nutzeraktivitäten zu verfolgen: Also was ihr gerade am Monitor spielt, euch anseht oder mit welchen Inhalten ihr interagiert.
Grundsätzlich muss man aber sagen: Das Problem von Werbung und Tracking bei modernen Smart-Monitoren dehnt sich zunehmend aus, ist allerdings noch nicht so weit verbreitet wie bei richtigen Fernsehern. Und klassische Office-Monitore ohne Internetverbindung sind davon weniger betroffen als moderne Multimedia- und Gaming-Bildschirme, die sich direkt mit dem Heimnetzwerk verbinden lassen.
Welche Ausmaße das jedoch bekommen kann, zeigt auch das Debakel um den Hersteller LG: Dieser hatte als erster Hersteller die nervigen Werbeeinblendungen auf PC-Monitore gebracht, zum Ärger der Nutzer. Davon berichtet unter anderem WindowsLatest.
Weitere Tipps zu Monitoren: Ihr wollt euch einen neuen Gaming-Monitor zulegen oder euch ausführlich über eure Möglichkeiten informieren? Dann achtet auf folgende Eigenschaften, wenn ihr einen Monitor kaufen möchtet: Die 8 wichtigsten Eigenschaften, auf die ihr bei einem Gaming-Monitor unbedingt achten solltet
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!
Kommentare