Aus dem Leben eines Feierabendhüters: Da ist das Ding

Der MMO-Shooter Destiny frisst eine Menge Zeit, die nicht jeder hat. Doch auch Feierabend-Hüter lieben das Spiel – an manchen Tagen deutlich mehr als an anderen.

Das Leben ist schön. Nein, nicht mit Jade. Obwohl man als Feierabend-Hüter am Morgen nach einer Destiny-Session und maximal drei Stunden Schlaf die Kosmetikprodukte sehr gut gebrauchen könnte, um die dunklen Ringe unter den Augen wenigstens ansatzweise zu verdecken.

Ausnahmsweise bin ich zurzeit ganz gut auf unser aller Lieblingsspiel zu sprechen. Denn es ist tatsächlich passiert: Nach dem zweiten Nightfall der Woche (Taniks) höre ich in der Party nur noch „Tschallahorn. Da ist die Tschallahorn!“ und ich bin schon kurz vor meinem nächsten Wutanfall wegen dieses Mistspiels und dass wieder nur alle anderen den guten Loot bekommen, bis ich irgendwann merke, dass das Ding doch tatsächlich bei mir gedroppt ist.

Destiny-Gjallarhorn
Meine Stimme wird vor Freude so piepsig, dass mich mein Clangefährte doch glatt mit dem zehnjährigen Sohn unseres Mithüters verwechselt. Aber das ist mir doch egal. Heute verzeihe ich ihm alles.

„Da ist das Ding!“ Ganz wie weiland Oliver Kahn (@Junghüter: das ist quasi der Papa vom Manuel Neuer) würde ich mir jetzt am liebsten die Trophäe schnappen und in alle Kameras der Welt halten. Passt ja auch irgendwie, der ist ja auch ein „Titan“ – besser gesagt: „DER Titan!“

Destiny-Titan
Eigentlich hatte ich ja geglaubt, dass ich das Teil entweder nie oder ganz genau einen Tag vor dem G-Horn-Nerf bekomme. Aber nun ist es doch deutlich früher passiert und ich kann endlich den Chuck Norris unter den Raketenwerfern (mit „Wolfpack-Roundhousekick“) mein eigen nennen. Jetzt muss ich ihn nur noch leveln. Und damit habe ich dann gestern auch gleich angefangen. Also, ich habe es versucht. Aber anscheinend war ich um kurz vor drei Uhr morgens mal wieder einfach zu müde. Noch schnell vorm Ins-Bett-gehen auf den Mond, zwei Beutezüge voll machen und abgeben.

Ganz wichtig ist da natürlich, vor dem Abgeben die Waffen und Rüstungen zu wechseln. Aber da kann man ja auch schnell mal den Überblick verlieren – und ausgerechnet DIE Waffe vergessen, die man eigentlich leveln wollte. Aber auch das bringt mich an diesem Abend nicht auf die Palme. Das Leben ist schön. Ich bin müde.


Dieser Gastbeitrag kommt von Feierabend-Hüter Bernd Mutschler. Zu seiner ersten Kolumne, in dem er das Leben zwischen Ehefrau, Kind, VOllzeitjob und Destiny beschreibt, geht es hier entlang:

Aus dem Leben eines Feierabend-Hüters

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