Mit Everquest Legends kehrt eines der ältesten MMORPGs im neuen Glanz zurück, doch die Fans ärgern sich über die Monetarisierung.
Was ist das für ein MMORPG? EverQuest gilt seit seinem Release 1999 als eines der einflussreichsten MMORPGs überhaupt und läuft bis heute als eigener Live-Service weiter.
Seit dem 28. Juli gibt es mit EverQuest Legends nun einen eigenständigen Remaster, der die klassische Erfahrung von damals in moderner Form zurückbringt, ausdrücklich kein EverQuest 3, sondern ein Parallel-Projekt mit eigener Lore.
Optisch bleibt EQL dabei nah am Original. Der klassische Grafikstil, die Zonen, die Musik und die Atmosphäre von 1999 bleiben erhalten. Zum Start sind die Kontinente Antonica, Faydwer und Odus spielbar, dazu 15 Rassen, darunter Iksar, Frogloks und Kerran, für Letztere gibt es sogar ein komplett neu gestaltetes Startgebiet.
Im Kern bleibt es bei der Erkundung der Welt Norrath, dem klassischen Fantasy-Setting und dem Aufbau eines eigenen Charakters über Klassen, Zauber und Ausrüstung, nur eben verpackt in zwei parallel existierenden Versionen mit unterschiedlichem Tempo und Anspruch.
Hier könnt ihr einen Trailer dazu sehen:
Altes MMORPG im neuen Glanz
Wo gibt’s Änderungen im Vergleich zur Vorlage? Die größte Neuerung ist das Multiclassing. Ihr könnt bis zu drei Klassen gleichzeitig auf einem Charakter kombinieren, woraus sich rund 560 mögliche Klassenkombinationen ergeben. Dazu kommt ein neues Ausrüstungssystem bei dem sich Gear bis Rang +10 verbessern lässt, und Effekte auf Waffen und Rüstung sich übertragen und kombinieren lassen.
Auch am generellen Spielgefühl hat sich einiges getan. EQL ist explizit auf Solo- und Casual-Spieler ausgelegt, es gibt keine festen Raid-Zeiten und keine Pflicht-Gruppen mehr. Statt der teils riesigen Raids des Originals sind Gruppen auf 4 und Raids auf 8 Spieler ausgelegt, dazu kommen kürzere Respawn-Zeiten und mehr instanzierte Inhalte.
Auch unter der Haube hat sich viel getan. Das Interface wurde grundlegend modernisiert und vereinfacht, Zauber-, Fähigkeiten- und Quest-Verwaltung wurden überarbeitet, und die Oberfläche skaliert jetzt sauber auch auf hochauflösenden 4K-Bildschirmen.
Was ärgert die Fans? Trotz der Vorfreude auf die Rückkehr des Klassikers dreht sich die Diskussion seit dem Launch vor allem um ein Thema: das Bezahlmodell.
In den Kommentaren auf Reddit macht sich unter den Fans deutlicher Unmut breit, ein Nutzer kommentiert sarkastisch, dem Spiel fehle eigentlich nur noch NFT und irgendeine Art Lootbox-Gambling zur kompletten Abzocke. Ein anderer Nutzer schreibt, die Entwickler seien mit diesem Modell ziemlich von sich selbst überzeugt.
Der Ärger kommt nicht von ungefähr. EverQuest Legends kostet in der Basisversion 19,99 US-Dollar, darin enthalten ist der erste Monat des Abos. Danach wird ein monatliches Abo von 9,99 US-Dollar fällig, das jederzeit kündbar ist.
Zusätzlich gibt es einen Ingame-Shop mit der Premiumwährung Iridium für kosmetische Items und Komfort-Extras wie zusätzlichen Lagerplatz, sowie separat kostenpflichtige Erweiterungen, als Erstes ist eine Kunark-Erweiterung geplant. Auf Steam ist der Titel zudem nicht erhältlich, gespielt wird nur über den eigenen Launcher der offiziellen Website.
Was denkt ihr über EverQuest Legends? Haben die Kommentare recht und es geht den Entwicklern hier ums Geld oder findet ihr das Bezahlmodell fair um noch einmal den Charme von früher erleben zu können? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! Mehr zum Spiel erfahrt ihr hier: MMORPG-Klassiker bekommt nach 27 Jahren neue Version, will das perfekte Spiel für Leute mit wenig Zeit sein
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