eSports bei Olympia 2024 in Paris? Das Komitee überlegt

Das Pariser Olympische Komitee überlegt, den eSports in die Olympischen Spiele für das Jahr 2024 mit aufzunehmen. Das Interesse der Jugend und der sportliche Erfolg von Spielen wie League of Legends sollten, laut dem Komitee, nicht länger ignoriert werden.

eSports wird ab dem Jahr 2024 vielleicht olympische Medaillen gewinnen können. Das Pariser Olympische Komitee überlegt derzeit aus dem eSports eine offizielle Disziplin zu machen.

Der Co-Präsident des Komitees,Tony Estanguet, hat bereits erste Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee in die Wege geleitet. An den Gesprächen werden auch Vertreter des eSports teilnehmen, um ein besseres Verständnis für die Szene und den Erfolg dahinter zu vermitteln.

League of Legends eSports

Das Olympische Komitee möchte die Brücke zum eSports finden

Estanguet ist der Meinung, dass man den eSports nicht länger ignorieren dürfe. Man könne nicht einfach sagen, dass eSports nichts mit Olympia zu tun habe. Die Jugend ist interessiert an dem Markt, der sich weiter im Wachstum befindet.

Das Komitee möchte sich den eSports genauer ansehen und versuchen die Brücke dorthin zu finden.

Kompetitive Games wurden bereits als olympische Disziplin ausgetragen. Während der Spiele 2016 in Rio, gab es einen „eGames Showcase“ – Hier spielten 8 internationale Mannschaften in SMITE und Super Smash Brothers Wii U gegeneinander. Hiermit wurden aber mehr die Wasser für den eSports in Olympia getestet, denn um Medaillen ging es bei diesen Wettstreiten nicht. Es war mehr eine „Austellung“ des eSports.

Dieser Ansatz wird noch einmal im Jahr 2018 bei den Asiatischen Spielen in Indonesien verfolgt. Hier werden eSportler ebenfalls eine Demonstration ihrer Disziplin geben. Ebenso in der Form eines „Showcase“ wie damals im Jahr 2016 in Rio. Im Jahr 2022 wird der eSports dann offiziell Teil der Asiatischen Spiele.

Overwatch eSport Woman

Das Programm der Pariser Olympischen Spiele 2024 wird erst fertiggestellt, wenn die Tokyo Spiele im Jahr 2020 vorbei sind. Bis dahin hat das Pariser Komitee noch genügend Zeit, um eine Entscheidung zu fällen. In der Zwischenzeit kann sich das Komitee die verschiedenen „Showcase“-Wettkämpfe ansehen und mit Experten aus der eSports-Szene sprechen.

Das Internationale Olympische Komitee hat allerdings das letzte Wort, ob eSports Teil des offiziellen Programms wird.


In Asien wird der eSports sicher eine offizielle Disziplin. Im Westen läuft es noch immer etwas schleppend. Ein Grund könnte sein, dass das Image vom eSports noch mit „peinlichen Nerds“ verbunden ist: LCS Europa – Wer will diese Nerds schon sehen?
Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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