Das wohl mächtigste Wesen von DC tritt als alter Brite auf, selbst Superman ist für ihn nur ein Fliegenschiss

The Death of Superman Trailer Superman wuetend

Im DC-Universum gibt es Wesen und Entitäten, die sogar über dem großen Superman stehen. Dazu gehört auch der Gott, der fast über allem steht: The Presence.

Wer ist The Presence? Figuren wie Superman gelten im DC-Universum zwar als Götter unter Menschen, doch auch neben dem Mann aus Stahl gibt es höhere magische und kosmische Entitäten, die wichtigere Rollen haben. Eines der mächtigsten Wesen ist dabei The Presence.

Seinen ersten Auftritt hatte diese Entität bereits 1940 im Comic More Fun Comics Nr. 52. Das war auch der erste Auftritt von The Spectre, der dank The Presence erst erschaffen wurde: Nachdem der Polizist Jim Corrigan von Gangstern ermordet wurde und in den Himmel soll, wird er von einer Stimme zurückgeschickt, denn seine Mission auf der Erde ist noch nicht beendet.

Später bekam er andere, mysteriöse Auftritte.

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Der Schöpfer des DC-Universums

Welche Rolle spielt The Presence? Anders als die großen Schöpfer im Marvel-Universum bedient sich DC offensichtlich an biblischen Elementen. So existierte am Anfang nur die große Dunkelheit, bis The Presence aktiv wurde. Er erschuf etwa die Erzengel Samael, Michael und Gabriel, die wiederrum Aspekte des Universums erschufen. Aber er erschuf auch Dschinns, die etwa im Koran erwähnt werden. Somit mixten die Autoren verschiedene Religionen in ihre eigene Schöpfungsgeschichte hinein.

Wie auch in der Bibel rebellierten Kreationen. Der bekannteste ist wohl Samael, der besser bekannt ist als Lucifer Morningstar, den ihr beispielsweise im Film Constantine sehen könnt. In der Lucifer-Comic-Reihe hatte The Presence auch einige seiner wenigen Auftritte. In Lucifer Nr. 68 trat er 2005 etwa als alter, britisch aussehender Mann auf, der einen Anzug, einen Schnauzer und eine Melone trug.

Er traf seine Enkelin Elaine, die Tochter von Erzengel Michael. Dabei sprach er über seine Schöpfung und dass er alles so zerstören kann, dass es niemals existiert hätte, gibt ihr aber am Ende die Realität und all seine Kreationen. Das ist aber ein besonderer Auftritt, denn sonst mischt sich The Presence selbst nicht wirklich in die Geschehnisse des DC-Universums ein.

Für fast alles verantwortlich, aber selbst nicht relevant

Wie agiert The Presence im DC-Universum? Fast gar nicht. Obwohl er seit über 80 Jahren existiert, tauchte er laut Comic Vine nur in 90 Heften bzw. Ausgaben auf. Das ist eine unglaublich geringe Zahl. Zum Vergleich: Eine eher unbekannte Figur wie Jonah Hex, die in den 70ern debütierte, hatte laut Comic Vine 576 Auftritte.

Seinen Einfluss hat er trotzdem, vor allem durch die Figur Spectre. Er ist quasi die personifizierte Form von Gottes Rache, der mit einem Menschen verbunden ist. Ihm tauchte er anfangs nur als The Voice auf, die ihm ohne Körper erklärte, was er zu tun habe. Das ist auch etwas verwirrend, weil The Presence unter mehreren Namen auftauchte, etwa:

  • Yahweh, der Eigenname des Gottes in der hebräischen Bibel
  • The Voice
  • The Presence
  • The Source, die Macht der Kreation
  • The Hands, Entitäten, von der Source geschickt, um Multiversen zu erschaffen

Dadurch ist The Presence nicht konkret eine feste Figur, sondern eine abstrakte Form aus mehreren Aspekten, die alle Teil voneinander sind, ähnlich wie der Vater, der Sohn und der Heilige Geist im Christentum. Dank der vielen Reboots des DC-Universums sollte man aber nicht alles über The Presence auf die Goldwaage legen.

So gab es etwa auch den Charakter Wally, der in der Supergirl-Reihe von 1996 vorkam und sich einfach vorstellte als eine Kombination vieler Gottheiten, aber er sieht aus wie ein kleiner Junge mit Brille und Melone. Irgendwann verschwindet er auch einfach komplett. Man weiß aber nicht, ob das stimmt oder ob er überhaupt irgendwie mit The Presence verbunden ist.

Schwierig ist auch sowas wie Perpetua, die als eine der Hands für die Kreation des Multiversums mitverantwortlich war und für die Geburt von bösen Entitäten wie dem Anti-Monitor verantwortlich ist. Das spricht aber gegen die Funktion der Erzengel, die auch Aspekte des Universums erschaffen haben.

Im regulären DC-Universum ist The Presence also keine Figur, die sonderlich relevant für die einzelnen Geschichten ist, sondern ein abstraktes Konzept, das sich je nach Comic und Autor auch widerspricht.

Interessiert ihr euch für die Götter- und Engel-Welt, dann lohnt sich die Sandman- und Lucifer-Reihe. Eine andere Perspektive auf die Erschaffung eines Helden liefert Animal Man: Eines der stärksten Wesen von DC kennt wohl kaum jemand, selbst Superman hätte ihm nichts entgegenzusetzen

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