Dying Light: Bad Blood ist das erste Battle Royale, das mir Herzrasen gab

Das Zombie-Survival-Game Dying Light bekommt einen Battle-Royale-Modus. Die Standalone-Expansion heißt „Bad Blood“ und erscheint noch im September 2018. Unsere Autorin Leya konnte „Brutal Royale“ auf der Gamescom 2018 anspielen und bekam Herzrasen wie in keinem Battle Royale zuvor.

Dying Light: Bad Blood hat es geschafft, einen aufregenden Mix aus PvE-Zombie-Apokalypse und PvP-Battle-Royale zu erschaffen. Dadurch hebt es sich vom klassischen Battle Royale ab und gab mir so manches mal richtig Bauchkribbeln vor Aufregung.

So erging es mir beim Anspielen auf der Gamescom.

Blutproben holen ist riskant, aber sie machen mich stärker

Nach meiner letzten Begegnung mit einem Zombie hing mein Leben nur noch am seidenen Faden. Ein Medi-Kit war nicht zu sehen. Ich hatte keine andere Wahl, als mich in eine der Zombie-Horden zu stürzen, um an eine Blutprobe zu gelangen. Ich hatte nur eine Granate und einen Holzknüppel bei mir. Mein Leben war gering, das Risiko hoch.

Gesammelte Blutproben erhöhen das Leben: Wenn mich aber nicht die Zombies erwischen würden, würde es garantiert einer meiner Mitspieler tun und mit Leichtigkeit umnieten. Ich musste stärker werden! Ich wusste, dass Blutproben mein Leben erhöhen würden und das sogar über das anfängliche Maximum hinaus.

Zombies bewachen die Blutproben: Ich fand eine dieser kleinen, ekligen, organischen Beulen, die aus dem Boden sprießen. Einen sogenannten „Hive“. Genau in so eine Beule musste ich meine Spritze rammen, um aus ihr eine Blutprobe zu ziehen. Das lockt sofort eine schmatzende Horde Zombies an, die sich auf mich stürzt.

Ich nahm meinen Knüppel und rannte ohne Rücksicht auf Verluste hinein. Wer gewinnen und überleben will, muss etwas riskieren. Ich drosch auf die Köpfe der ekelhaften Untoten ein, die in einem Blutstrom platzten. Gerade explodierte ein Schädel vor mir, als mich schon ein anderer Zombie von hinten attackierte.

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Parkour-Fähigkeiten sind praktisch für bombastische Tricks

Mir war klar, dass ich es zwischen den Zombies nicht lange überleben würde. Plötzlich bekam ich einen Geistesblitz! Mir wurde doch vorher noch erzählt, dass die Charaktere hier mit speziellen, athletischen Fähigkeiten ausgestattet sind.

Der athletische Sprung war meine Rettung: Ich wuselte mich aus der Gruppe Zombies heraus und blickte nach oben. Mit Leichtigkeit konnte mein Charakter sich auf das Schrägdach über mir begeben. Die Rettung!

Auf dem Dach hatte ich erst einmal Ruhe vor den Zombies und warf in aller Gemütlichkeit meine Granate mitten in die Horde. Ein lauter Knall ertönte, der Großteil der Zombies war tot und den Rest konnte ich mit dem Knüppel erledigen.

Mit der gesammelten Blutprobe aus dem „Hive“ ging es mir wieder besser und ich konnte neue Waffen suchen. Darunter waren ein Bogen, mehr Schläger, ein Schild und noch eine neue Granate.

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Wieso selbst die Gegner schwächen, wenn die Zombies das machen können?

Ich begab mich auf die Suche nach mehr Loot. Bis auf Pfeil und Bogen gibt es in Bad Blood keine wirklichen Schusswaffen. Ich hoffte, dass ich zumindest noch sowas wie eine Axt oder eine Machete finden würde, als Upgrade zu meinen Knüppeln.

Wenn Zombies zu treuen Helfern werden: Als ich meines Weges ging, sah ich einen meiner Mitspieler, wie er sich mit einem gigantischen Zombie anlegte. Die extra großen Zombies bewachen wertvollere „Hives“, aus denen man auch bessere Blutproben ziehen kann. Ich entschied mich, das Geschehen vorsichtig zu beobachten.

Der Spieler nahm irgendwann vor dem Giga-Zombie Reißaus. Daraus lernte ich, dass er vermutlich geschwächt war und ich den großen Zombie auch erst einmal in Ruhe lassen sollte. Ich pirschte mich an meinen menschlichen Gegner heran und schlug ihm direkt auf den Hinterkopf. Bevor er überhaupt wusste wie ihm geschah, gehörte sein Leben schon mir und auch seine gesammelten Blutproben.

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Der Helikopter kommt, das Rennen beginnt!

Wenn genug Blutproben gesammelt wurden, kommt irgendwann ein Hubschrauber. Der hat aber nur Platz für einen Spieler und bietet die Erlösung aus der Zombie-Hölle. Es muss ein sadistisches Forschungsteam hinter diesem Projekt stecken.

Auf der Map wird der Helikopter angezeigt: Jetzt habe ich nur noch einen Fokuspunkt. Der Landeplatz. Ich sehe genau, wo sich der Hubschrauber befindet. Ich fühle mich gut gerüstet, auch wenn mein Leben nicht auf voller Leiste steht. Ich renne wie mit Scheuklappen auf den Landeplatz zu und nutze meine Parkour-Skills, um über jegliche Hindernisse wegzuspringen.

Kur vor der Erlösung erwischt es mich: Nur ein weiterer Überlebender und ich stehen vor dem Helikopter. Renne ich einfach stumpf weiter und versuche schneller zu sein oder greife ich an? Ich entscheide mich, ihn anzugreifen und rase wie ein Furie auf ihn zu, den Schläger in der Hand.

Leider pack mein Gegner ein dickes Schild aus und wehrt meinen Angriff ab und macht mich zu Brei. Zweiter Platz, er entkommt. Vielleicht hätte ich doch rennen sollen.

Ein Dev hat mich gekillt: Nachdem ich frustiert meine Hände in die Luft warf und ein: „Oh nein!“, aus mir stieß, blitzt ein Kopf neben dem Monitor direkt vor mir auf. Der junge Mann gegenüber fragte, ob ich das gerade gewesen wäre, den er da niedergemetztelt und des Sieges beraubt hat. Die anderen Entwickler um uns herum lachten direkt und klärten mich auf, dass er ebenfalls einer der Devs ist, der die Test-Runde einfach auffüllte.

Er hatte sichtlich ein etwas schlechtes Gewissen, aber das war schon okay. Die Runde war verdammt spannend und ich hätte direkt noch eine spielen können.

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Spannender Mix aus PvE-Zombie-Apokalypse und PvP-Battle-Royale

Um sich aus der Battle-Royale-Masse abzuheben, haben die Entwickler ihrem Game den Titel „Brutal Royale“ verpasst. Tatsächlich kommt es mir auch um einiges brutaler vor als andere Vertreter des Genres.

Nahkampf drängt einen ins Gefecht: Einen großen Unterschied macht für mich hier der Fokus auf Nahkampf aus. Man geht immer auf Tuchfühlung mit den Zombies und anderen Mitspielern. Lange in der Ecke sitzen und die Gegner „wegsnipern“ geht hier einfach nicht.

Die Umgebung kann taktisch genutzt werden: Besonders interessant ist, welche Möglichkeiten sich durch den Kampf um die „Hives“ und die Zombies ergeben. Gerade hier kann ich mir vorstellen, dass findige Spieler genug Möglichkeiten finden, das für sich ausnutzen. Es wäre etwa auch eine Option, dass ein Spieler sich gerade mit den Zombies an einem „Hive“ rumschlägt und ich in der Zwischenzeit die Blutprobe vom „Hive“ selbst schnappe.

Die Zombie-Geräusche können einen wahnsinnig machen: Der Kampf ums Überleben ist eh schon spannend. Wenn dazu aber noch diese typische Atmosphäre von grunzenden und schmatzenden Zombies kommt, lässt das meinen Herzschlag direkt steigen.

Die Karte wird nicht kleiner: Insgesamt treten nur 12 Spieler gegeneinander an, dafür behält die Karte aber die gleiche Größe. Irgendwann kommt sowieso der Helikopter und wer gewinnen will, muss zu diesem Punkt. Hierdurch wird nochmal viel Spannung in die letzten Minuten des Matches gebracht, da es diesen einen Punkt gibt, der für den Sieg so entscheidend ist.

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So unterscheidet sich Bad Blood vom typischen Battle Royale

Eine schnelle Übersicht, wie sich Bad Blood abhebt:

  • Es treten nur 12 Spieler gegeneinander an
  • Die Map behält bis zum Schluss die gleiche Größe und wird nicht verkleinert
  • PvE ist durch Zombies integriert
  • Es müssten Blutproben von „Hives“ der Zombies gesammelt werden. Horden von Zombies beschützen die Proben
  • Die Blutproben geben mehr Leben und können auch toten Mitspielern abgenommen werden
  • Spieler sind außergewöhnlich athletisch und können sich in Parkour-Manier fortbewegen
  • Der Fokus liegt auf Nahkampfwaffen
  • Sind genug Proben gesammelt, kommt ein rettender Helikopter, den nur ein Spieler betreten kann

Wann kommt Bad Blood? Dying Light: Bad Blood wird im September 2018 in den Early Access auf Steam starten. Ein Release für PS4 und Xbox One sind ebenfalls zu einem unbestimmten Zeitpunkt geplant.

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