Drop oder Crafting – Wo sollten die stärksten Items herkommen?

Crafting spielt in vielen MMORPGs eine wichtige Rolle. Doch natürlich möchten Spieler auch wertvolle Belohnungen im Verlauf von Abenteuern bekommen. Sollen daher gefundene Items, sogenannte Drops, oder selbst hergestellte besser sein?

Um beispielsweise ein Schwert in einem MMORPG zu schmieden, ist einiger Aufwand nötig. Man muss die entsprechenden Rohstoffe sammeln und zusammenfügen und daraus dann die Waffe craften. Dazu benötigt man zudem einen hohen Skill. Oft lassen sich dies so hergestellten Items durch besondere Rohstoffe oder Edelsteine sowie einen noch höheren Crafting-Skill verbessern, sodass man als wirklich sehr guter „Crafter“ extrem mächtige Waffen erstellen kann.

ArcheAge Crafting
Sollte man durch’s Handwerk die mächtigsten Gegenstände herstellen können? (ArcheAge)

Viele MMO-Fans lieben es, eigene Items herzustellen und diese dann an andere Spieler zu verkaufen. So entsteht auch ein funktionierendes Wirtschaftssystem. Doch was ist mit uralten Artefakten, die man in finsteren Dungeons finden kann?

Artefakte, Selbstgeschmiedetes oder beides?

World of Warcraft Raid Loot
In MMOs wie WoW gibt es die beste Ausrüstung meistens aus Boss-Monstern

Einige Spieler beschäftigen sich eher weniger oder gar nicht mit Crafting und machen sich lieber auf, Abenteuer zu erleben und gegen Monster zu kämpfen. Während besonders harter Gefechte oder in uralten Ruinen ist es in machen MMOs durchaus möglich, Waffen oder andere Relikte längst vergangener Zeiten zu finden. Sollten solche Artefakte, die ja von den Spiel-Entwickler erdacht wurden, dann mächtiger als selbst hergestellte Gegenstände sein? In Spielen wie beispielsweise World of Warcraft bestimmt die Jagd nach epischen Items einen großen Teil des Spiels, während dies in Sandboxspielen eher eine geringere Rolle spielt.

Das kommende „Selective Multiplayer RPG“ Shroud of the Avatar möchte es so machen, dass die gecrafteten Dinge die mächtigsten im ganzen Spiel sind. An diese werden auch die Spieler kommen, die nicht mit anderen zusammenspielen oder handeln wollen – beispielsweise im Single-Player-Modus.

Denn alles, was Spieler herstellen, wird in die Welt einfließen. Auch Monster können an von Spieler gecraftete Waffen kommen. Daher ist es möglich, dass Abenteurer in einem Dungeon nach einem harten Kampf eine besonders mächtige Axt finden, die jedoch kein Relikt aus vergangenen Zeiten darstellt, sondern von einem anderen Spieler hergestellt wurde.

Shroud of the Avatar Handwerk Crafting
SotA versucht bei den besten Gegenständen eine gesunde Balance zu finden.

Damit wird ein weiteres Problem umgangen: Liegt in einer uralten Krypta ein legendäres Schwert, ist dieses nur ein einziges Mal in der Welt vorhanden oder kann jeder dieses Artefakt finden? Wenn es nur ein einziger Spieler haben kann, könnten sich alle anderen unfair behandelt fühlen. Kann es jeder finden, ist es nichts besonderes mehr. Hier eine gute Balance zu finden, ist immer schwierig. Zudem könnten solche Artefakte das Wirtschaftssystem eines MMOs durcheinander bringen, vor allem, wenn durch selbst hergestellte Items bestimmt wird.

Wie seht ihr dies? Sollten in einem MMORPG Artefakte auftauchen, die von den Entwicklern erstellt wurden oder seid ihr der Meinung, dass von Spieler gecraftete Items dominieren sollten? Falls es beides gibt, was sollte mächtiger sein?

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Nirraven

Die besten Sachen sollten durch Craften hergestellt werden können und um an die Mats für die besten Sachen zu kommen, sollte man in Dungeons/Raids/Weltbosse/usw. gehen müssen. Damit man sich dan nicht gleich das Beste kaufen kann, sollte etwas in die Waffe eingearbeitet werden müssen was dan nur dieser Spieler nutzen kann.

z.B.: Boss X dropt einen Edelstein und du rennst damit zu einem Crafter oder machst es selber. Dieser Edelstein lässt den hergestellten Gegenstand für den Spieler der diesen gelootet hat mächtiger werden. Somit könnten alle den Gegenstand benutzen, aber wirklich gut wäre er nur für den, der den Edelstein gelootet und zur verfügung gestellt hat. Dadurch wäre auch die alte Ausrüstung auch nicht völlig nutzlos, weil diese ja nachwievor handelbar und wiederverwendbar/wiederverwertbar wäre. Es muss nicht genau so eine Mechanik sein, aber die Auswirkung sollte eine ähnliche sein.

Es sollte dan auch jeder nur einen herstellenten Beruf erlernen können, damit man mehr auf andere angewiesen ist. Meiner Meinung nach kommen die sozialen Features in den meisten MMO’s viel zu kurz. Das wichtigste ist, man sollte nur gemeinsam and die stärkste Ausrüstung kommen.

Larira

Mir ist das grundsätzlich egal ob Handwerk oder Raids die besten Gegenstände hergibt. Für mich ist „risk vs. reward“ sehr wichtig. Sprich, wenn die Gegenstände BiS sind dann sollte man schon sehr viel Können beweisen müssen um sie zu bekommen. Wenn man das wie z.B. Teso vergeigt fehlt dem Spiel dann irgendwas Großes.

Und allgemein finde ich es beim Handwerk allgemein blöd, dass das auf’s Drücken eines Knöpfchens hinausläuft. Und die eigentliche Schwierigkeit das Besorgen der Materialien für die Gegenstände ist. Warum nicht ein Minispiel draus machen? Und bei guten Gegenständen ein bock hartes?

Grüße

Bodicore

Also derzeit muss man in TESO ganz schön arbeiten wenn man das beste Gear will…

Bumblebee

Und was ist Artefakten die aus Zeiten stammen, Hunderte oder Tausende von Jahren bevor das Spiel für die Spiele beginnt? Haben die Monster und früheren Helden keine Waffen benutzt?

Forwayn

Es ist doch aber immer sehr fragwürdig, dass eine Waffe oder Rüstung tausende von Jahren überstanden hat und dann auch noch besser sein soll, als Neugefertigtes. Sicherlich kann man dann immer mit verloren gegangener Handwerkskunst und Magie argumentieren, aber in den meisten Fantasy-Welten wird doch nach 10000 Jahren und mehr immer noch mit Schwert, Bogen und Zauberstab gekämpft. Warum sollten die neu hergestellten Waffen dann schlechter sein?

Dunkelzwerg

warum nicht beides vereinen …. son system wie in ArcheAge … eine bestehende Waffe im upgraden zu nächsen stufe, dabei mein ich nicht die Qualitätsstufe (das das fehlschlägt und die waffe downgraded oder zerstört geht mir am senkel ;P) oder halt wie die Relic Waffen von FF XIV !!
Man sollte etwas dafür getan haben dafür, man muss sich die dinger schon irgendwie verdienen meiner Meinung nach, so Bosse fallen meist wie die Fliegen in der jetzigen Zeit!

Vallo

Ansichtsache. Man kann da niemals alle glücklich machen, weshalb die Frage nicht klar zu beantworten ist.

Ich persönlich bin der Dungeon-Grinder, was heißt, das ich das optimale Gear aus den Instanzen bzw. aus dem Raid bekommen möchte und nicht durchs Craften. Ich habe bis jetzt das Craften in jedem Spiel gehasst und ich habe es ist fast jeden (natürlich nicht allen) MMO getestet oder auch ausführlich durchgeführt.

Ich verstehe aber auch das einige bzw. viele das Craften nicht nicht umsonst machen wollen und sich wünschen, dementsprechend gutes Gear herstellen zu können.

Wie gesagt, man kann da nie alle glücklichen machen.

Koronus

Sowohl als auch und am besten sind die legendären Sachen einzigartige Artefakte wovon allerdings mehrere ähnliche vorhanden sind.

Bodicore

warum kann nicht beides gleichstark sein ? Gerade für Leute mit etwas weniger Zeit beitet sich doch ein gutes Craftingsystem an.

Gert-Joachim Weyer

Ich mochte das Handwerkssystem in Ultima Online und Star Wars Galaxies am liebsten.Heißt im Klartext,lieber gutes Crafting,Reperatur durch Spieler die sich speziallisiert haben,also öde Drops in Inis oder wo auch immer.

Die einzigen Spiele die mir in dieser Richtung heute zusagen sind – ESOTU,Albion Online und Shroud of Avatar.

Ein System wie in Wow geht für mich persönlich gar nicht.Stichwort Erbstücke – wozu noch craften?Die Teile sind besser als alles was man herrstellen kann,leider.

realitor

Gar keine Frage. Handwerk natürlich. Und das sage ich als Spieler, der mit Handwerk meistens nur sekundär in Berührung kommt.

Aber natürlich sollten per Loot einzelne elementare Komponenten an den Spieler gebracht werden. Das dürfen auch sofort nutzbare Waffen und Rüstungen, die aber nicht ihr volles Potential bereitstellen können, sofern sie nicht an den Spieler angepasst werden.

Funktioniert natürlich nur mit einer Wirtschaft, die schon beim Transport und Lagerung von Rohstoff, Zwischenerzeugnissen und fertigen Produkten keine halben Sachen macht und die Sicherheit somit in die Hände der Spieler legt.

Wenn der Bergarbeiter mit seinem Packesel voll hochwertigen Erz überfallen wird, dann hat der Schmied auch nichts zum Einschmelzen. Wird die Sicherheit der Siedlung nicht sichergestellt, dann gibt es auch keinen Markt auf dem Handwerker und Händler ihre Waren anbieten können.

echterman

Ich denke man muss da eine solide Mischung aus Crafting und Dungeon Runs finden. Problem an der Sache ist, dass Spieler immer den Weg des geringsten Aufwand nehmen. Deshalb müssen alle Wege, die man beschreiten kann um an solch starke Sachen zu kommen, gleich aufwändig sein. Denn sonst wird einer der Wege schnell von Spielern verworfen.

Aber das Thema ist sehr komplex und nicht einfach zu balancen. Sieht man allein schon daran, dass in vielen MMORPG das Crafting nur zum Zeitvertreib taugt und kaum für die effektive Weiterentwicklung eines Charakters nötig oder gar brauchbar ist.

doc

Ich hatte eigentlich immer so die Vorstellung, dass in einem MMORPG es am sinnvollsten wäre, wenn man NUR mit Crafting die mächtigen Waffen, Rüstungen und Gegenstände herstellen kann.

Gefundene Gegenstände sollten selten wirklich gut sein.

Wenn Gegenstände gecraftet werden sollen, werden immer 2-3 bestimmte Crafting-Typen benötigt, z.B. Metalle, Edelsteine etc (je nach Lore/Gegenstand etc).

Diese Crafting-Typen findet man überall in der Welt. Erze zum Abbauen, Gegnerdrops, durch Quests, Achivments, etc.
Die Qualität sollte je nach Content-Fortschritt wertvoller werden. Bosse lassen statt komplette Waffen oder Rüstungen Crafting-Items fallen. z.B. Drachenschuppen, Ogernägel, lebloses Golemgestein o.ä.

Daraus sollten man sich seine individuellen Waffen/Rüstungen/Gegenstände bauen oder verbessern können.

Aus der Gesamtqualität der Craftingitems wird die Gesamtqualität ermittelt. Das Aussehen des Gegenstandes sollte ebenfalls individuell anpassbar sein.

So würde zumindest der jeweilige Content länger Interessant bleiben, da man durch jeweils höheren Content/Gegner auch immer bessere Crafting-Items bekommt und diese dort nochmal das Equip nachschrauben lassen, wo es noch fehlt.
Berufe blieben so interessant und wenn jeder Char nur 1-2 Berufe beherrscht entsteht sogar eine gut Dienstleistungswirtschaft.

RagingSasuke

Eventuell auch als Bsp ein gutes Schwert finden was man dann durch crafting mit extrem seltenen Materialien aufwerten kann und so einzigartig macht…. Kp ansonsten, hab mir nie darüber Gedanken gemacht

Zord

Ich finde auch das beides gleichwertig sein sollte. Das Problem ist hier das Balancing. Sind die Mats zu schwer zu bekommen macht Crafting keinen Sinn, gibt es die Mats an jeder Ecke für umsonst machen Instanzen keinen Sinn. Ich fand das Crafting in TESO zum Release ziemlich gut, bis ich gemerkt habe das dadurch die Instanzen witzlos werden, einmal gemacht für den Fähigkeitspunkt und dann lieber weiter in der freien Welt Materialien fürs Crafting gefarmt. Dafür war es in SWTOR genau anders rum, warum sich mit dem Crafting abgeben wenn man viel einfach seine Ausrüstung über Flashpoints bekommt.

Arebs

Ich finde es bedarf einer guten Mischung aus beidem. Selbst das mächtigste Schwert in einer uralten Krypta wurde auf irgend einen weg Erschaffen. Weswegen das nicht wiederholen? So könnte ein Crafter ein Schwert aus dem mächtigsten Metall, was die Welt gerade so hergibt, erschaffen. Dieses Unterscheidet sich jedoch nicht unbedingt von andereN Schwertern, welches aus dem selben Metall hergestellt werden ist. Nun könnte man es noch auf mehrere Wege verfeinern:
1. Man könnte magische Gegenstände finden, welche man noch in das Schwert einbauen könnte. Beispielsweiße ein seltener Kristall, welcher dauerhaft Strom erzeugt und das Schwert somit auflädt. An solche Artefakte kommt natürlich der Crafter nicht ohne die Hilfe einiger tapferer Abenteurer ran.
2. Der Nächste Hofmagier hat bestimmt auch noch ein paar gute Zaubersprüche auf Lager, mit denen man die Waffe verfeinern kann. Für diese werden jedoch vielleicht auch einige magische Zutaten benötigt, welche es nur im Dungeon um die ecke gibt.
3. Nun zu dem eigentlichen wiederholen, was ich eben angesprochen hatte: Nun hat man ein paar alte Bücher und ein verrostet, aber magisches Schwert aus der Krypta geborgen. In dem Buch steht genau geschrieben unter welchen bedienungen das Schwert gemacht worden. So macht sich der Crafter auf mit ein paar Abenteuer, an den höchsten Berg des Landes, um dort auf einer legendären Schmiede sein Schwert zu fertigen. Der Abenteuer übernimmt nun den Rest und verfeinert seine Klinge, in dem er das Ritual durchführt welches dem Schwert seine eigentliche Kraft gab.

Kurzgefasst: Crafter und Abenteuer sollten zusammenarbeiten, um die wirklich mächtigsten Waffen zu erschaffen. Dabei dürfen ruhig bestehende Artefakte der Entwickler eine Rolle spielen, jedoch sollten diese nicht so dominierend seien wie das was der Spieler durch zusammenarbeit erschaffen kann.

Dorn

Beides. Der Spieler sollte selbst entscheiden dürfen, wie er/sie seine Ausrüstung bekommt.

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