Entwickler haben uns jahrzehntelang angelogen, jetzt geben sie zu, dass Ladebalken in Spielen eine Lüge sind

Frau vor Laptop Pexels.com

Offenbar wurdet ihr euer gesamtes Leben lang angelogen, was Ladebalken in Videospielen betrifft. Ein Indie-Entwickler packt nun aus, was wirklich dahintersteckt.

Das Titelbild ist ein Symbolbild.

Ladebildschirme gibt es fast in jedem Spiel. Egal, ob sie zwischen zwei Leveln, beim Betreten eines Gebäudes oder nur beim Start des Spiels auftauchen, jeder sollte sie kennen.

Doch manchmal kommen einem die Ladebildschirme komisch vor. Selten lädt etwas mit gleicher Geschwindigkeit, und manchmal springt der Ladebildschirm einfach bis zum Ende und wir landen wieder im Spiel.

Auf X.com haben sich 2023 mehrere Entwickler über die Ladebalken ausgetauscht und dabei verraten, dass die Ladebalken, so wie ihr sie kennt, häufig manipuliert sind.

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Falsche Aussetzer und Sprünge

Was ist an den Balken „Fake“? Den Anstoß für die Aufklärung rund um die Ladebalken kommt vom britischen Comedian Alasdair Beckett-King, der sich in einem Post auf X.com über unregelmäßige Ladebalken ärgerte. Dort schrieb er:

Spieleentwickler sollten sich mal einen Ladebalken einfallen lassen, der sich mit einer einheitlichen Geschwindigkeit bewegt und die wirkliche Zeit anzeigt, die ein Spiel zum Laden braucht. Wenn das erledigt ist, können sich die Entwickler anderem Kram widmen.

Obwohl viele Spieler sich so etwas wohl schonmal gedacht haben, traf die Nachricht bei den Entwicklern wohl einen Nerv. So meldeten sich viele Entwickler zu Wort, um sich über ihre bisherigen Erfahrungen rund um Ladebalken auszutauschen.

So schrieb der niederländische Entwickler Rami Ismail: „Ich glaube nicht, dass ich jemals einen korrekten Ladebalken programmiert habe.“ Aber auch der Entwickler Raúl Munárriz vom Studio Tequila Works gab zu, noch nie an einem Spiel gearbeitet zu haben, das keinen falschen Ladebalken benutzt. Er erklärt sogar: „Realistische Ladebalken machen den Leuten Angst.“

Was soll da Angst machen? Der britische Entwickler Mike Bithell, der unter anderem an „Thomas Was Alone“ mitarbeitete, erklärte, Spieler würden einem „glatten“ Ladebalken nicht vertrauen. „Das Stottern und die Pausen zeigen Ihnen, dass der Ladebalken wirklich arbeitet.“ Die Entwickler würden diese Ruckler allerdings künstlich vortäuschen, obwohl man sie gar nicht bräuchte.

Wusstet ihr, dass die Ladebalken in Wahrheit gar keine Ruckler und Stotterer brauchen, sondern die Entwickler das nur für euer Gefühl einbauen? Schreibt es gerne in die Kommentare. Gegen andere Fakes gehen die Entwickler aber auch rechtlich vor: Ein Entwickler verklagt Google, weil das Unternehmen es nicht schafft, die Spieler vor Abzocke zu schützen

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2 Kommentare
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Maledicus

Mir egal ob ruckelig oder gleichmäßig, schnell is mir wichtig 🙂

Gruß.

Greenbeast

Nicht nur das. Selbst die Ladezeiten können Fake sein. Crimson Desert macht sowas zum Beispiel. Wenn man einen Spielstand lädt, dauert es viel länger als nötig, da die Animation mehr Zeit frisst, als die aktuelle Ladezeit.
Ich benutze gerne Speedhack von Cheat Engine, um alles schneller zu machen. Da fällt sowas gleich auf.
Ich hatte auch schon Konsolenports, da ist die Ladezeit auf eine feste Zeit gestellt. Mit Cheat Engine konnte man die “Ladezeit” dementsprechend stark verkürzen.

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