Destiny 2: Bungie holt sich Tipps bei Blizzard – Diablo 3 & Overwatch

Das Team von Destiny 2 hat schon öfter den Austausch mit den Experten von Blizzard gesucht. So fanden Gespräche mit den Chefs von Diablo 3, Overwatch und WoW statt.

Es gibt Verbindungen von Blizzard zu Bungie. Das ist schon länger bekannt. Aber bislang lag das im Bereich des Mysteriums. Jetzt erfahren wir vom Destiny-2-Chef, wie es wirklich war.

Mysterium „Geheimes Treffen Diablo 3 und Destiny Team“

Die US-Seite Kotaku hat vor zwei Jahren von einem Treffen berichtet. Es klang danach, als habe Activision im Dezember 2014 organisiert, dass das Diablo-3-Team einen Vortrag bei Bungie gehalten hat, um die „auf Spur“ zu bringen.

Im Vortrag ging’s darum, wie Blizzard Diablo 3 mit der Erweiterung Reaper of Souls umgebogen und in einen Erfolg verwandelt hat, nachdem der Start von Diablo 3 so durchwachsen gelaufen war.

Destiny prison_of_elders_taken_hive

Destiny sei im Dezember 2014 in einer ähnlichen Lage gewesen. Nach einem eher missratener Launch, hätte Bungie nun auch zurückkommen müssen.

Der Diablo-3-Vortrag soll, so hieß es damals, die Mitarbeiter von Bungie stark inspiriert haben und daraus sei dann „The Taken King“ entstanden, die herrliche Destiny-Erweiterung.

Activision als Publisher von Diablo 3 und Destiny soll da seine Finger im Spiel gehabt haben, wurde zumindest nahegelegt.

So war das Treffen wirklich

Der Chef von Destiny 2 Luke Smith erzählt in einem Interview, wie es wirklich war. Wie so oft beruht vieles auf persönlichen Verbindungen. Der Producer von Destiny 2, Mark Noseworthy, und der Game Director von Diablo 3, Josh Mosquiera, waren früher bei Relic Kollegen und sind seitdem befreundet.

Luke-Smith-Destiny

Deshalb habe Noseworthy den Diablo-3-Chef angerufen und gefragt: „Hey, könnt Ihr nicht mal rüberkommen und den Vortrag halten, den Ihr vor Jahren mal für die Gamescom zusammengestellt habt?“

Blizzard kam dann wirklich mit einem kleinen Team von einigen Diablo-3-Designer. Die haben diesen Super-Vortrag gehalten, der so inspirierend war. Danach sind Smith und Noseworthy noch mit einigen von den Diablo-3-Designern rumgehangen und haben geplaudert, erzählt Smith.

Gegenbesuch bei Blizzard: Erzählt und doch mal, wie PC so geht

Im Dezember 2015 sei man dann zu Blizzard für ein kleines Bungie-Blizzard-Gipfeltreffen aufgebrochen. Auch das sei familiär gewesen. Man hat mit dem Hearthstone-Team gesprochen oder mit Jeff Kaplan von Overwatch. Auch Mosquiera von Diablo 3 und Tom Chilton von WoW waren da.

Overwatch Jeff Kaplan Game Director

Jeff Kaplan, der Chef von Overwatch.

Für Smith als alten WoW-Fan sei es toll gewesen, mit Jeff Kaplan, einem der WoW-Urväter, zu reden und ihn über bestimmte Sachen auszuquetschen.

Game Directors unter sich: Smith hing mit den Chefs von WoW, Diablo 3 und Overwatch rum

Das sei kein richtiges „Konsultieren“, kein Beraten, keine Bitte um Hilfe, gewesen, sondern man habe sich unterhalten. Kaplan hat sie in seinem Auto zum Essen gefahren. Die Destiny-Chefs, Luke Smith und Jason Jones, haben ihre Ohren nach Tipps offen gehalten.

Luke Smith sagt: „Wir erkennen Blizzard als den Boss im PC-Bereich an und wir unternehmen hier unsere ersten Schritte. Wer könnte uns da bessere Tipps geben als Blizzard?“

Es sei toll gewesen, die Erfahrungen miteinander auszutauschen. Aber es gäbe da nichts „Verdächtiges“, das seien einfach Entwickler, die miteinander reden, eine Art „private Entwickler-Konferenz.“

Die Verbindung von Bungie und Blizzard, die Ende 2014 und Ende 2015 zart geknüpft wurden, sind mittlerweile formal. Destiny 2 wird es auf dem PC nur durch das Battle.net geben, nicht etwa über Steam:

Destiny 2 PC: 60 FPS (oder mehr) – nicht auf Steam, nur im Battle.net

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Quelle(n): PC Gamer (Smith Interview)Kotaku
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