Dreiste DDoS-Webseite greift Rainbow Six: Siege an, kassiert Klage

Ubisoft verklagt die Besitzer einer Seite, welche DDoS-Service verkauft. Durch diese Seite wurden die Server von Rainbow Six: Siege regelmäßig angegriffen.

Was ist das für eine Seite? Lange Zeit hatte der Shooter von Ubisoft große Probleme mit DDoS-Angriffen, die ihre Server extrem verlangsamten und zu Verbindungsproblemen und Crashes führten. Schuld daran war wohl hauptsächlich die Webseite SNG.ONE.

Die Besitzer dieser Seite boten jedem an, der bereit war zu zahlen, die Möglichkeit, „den Schutz ihres Services gegenüber von DDoS-Angriffen zu testen“. Es hatte also den Anschein, als wäre das zum Beispiel eine Möglichkeit für Entwickler, Stress-Tests auf ihren Servern laufen zu lassen.

sng.one anzeige test
Die Seite wollte wohl den Eindruck erwecken, dass ihr Service nur zu Testzwecken verwendet wird.

In Wirklichkeit nutzten User diese Seite, um die Server von Rainbow Six: Siege und anderen Spielen mit DDoS-Angriffen zu belasten.

Die mutmaßlichen Besitzer der Seite haben daraus keinen Hehl gemacht und verspotteten Ubisoft öffentlich auf Social Media. Sie schickten hämische Tweets mit Meme-Bildern an den offiziellen Support-Account von Ubisoft.

sng.one ubisoft klage tweet
Der Tweet wurde mittlerweile gelöscht, aber in der Anklageschrift findet sich noch ein Screenshot davon.

Das waren die Kosten für das Abo: Das monatliche Abonnement für den DDoS-Service lag bei 30$ und die User konnten sogar ein lebenslanges Abo für knappe 300$ erwerben.

Die zahlende Kundschaft konnte auch nicht nur Rainbow Six: Siege terrorisieren. Auch Spiele wie FIFA 20, Fortnite und CoD: Modern Warfare 4 standen auf der Liste der Ziele.

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Was hat Ubisoft gemacht? Der Publisher kündigte letztes Jahr eine ganze Reihe an Maßnahmen an, mit denen er gegen die DDoS-Angriffe vorgehen wollte. Eines davon war die Unterlassungsklage gegen die mutmaßlichen Besitzer der Seite, die am 16. Januar beim Gericht in Kalifornien eingereicht wurde.

Darin erklärt Ubisoft, dass die mutmaßlichen Besitzer der Webseite genau wussten, welchen Schaden sie anrichten. Auch deswegen, weil sie die Firma auf Twitter öffentlich verspottet haben.

Zudem haben sie auf der DDoS-Webseite mehrfach die falsche Meldung veröffentlicht, dass die Seite von Ubisoft oder Microsoft übernommen worden sei. Das wurde von den Angeklagten zugegeben.

Der Publisher verlangt in seiner Klage daher, die Webseite offline zu nehmen und die Zahlung von Schadensersatz. Die Summe dafür wurde allerdings nicht näher genannt.

rainbow six siege

Hat es was gebracht? Die Maßnahmen von Ubisoft haben wohl Erfolg gezeigt. Seit der Ankündigung der Klage im September 2019 ist die Menge der DDoS-Angriffe gegen die Server von Rainbow Six: Siege laut eigener Aussage der Firma um satte 93% zurückgegangen.

Ubisoft arbeitet jetzt außerdem zusammen mit Microsoft an einer dauerhaften Lösung, um gegen zukünftige DDoS-Angriffe besser geschützt zu sein.

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Autor(in)
Quelle(n): PolygonUbisoft
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FearLoathing
29 Tage zuvor

Bissl verstehen kann ich die Leute nach den Debakeln Division 2 und Breakpoint hat sich Ubi nicht viele Freunde gemacht.

Lotte
29 Tage zuvor

Die Zielgruppe der Käufer dieses Abos ist mir ein wenig unklar

Konkurrenz aus der Branche oder Leute die das Spiel nicht leiden können?

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