Nach 400 Stunden in DayZ spiele ich ausschließlich PvE, auch wenn ich dadurch ständig leide

DayZ friedlich unterwegs

In DayZ zu überleben kann durchaus anspruchsvoll sein. Vor allem, wenn man wie MeinMMO-Autor Paul Kutzner auf einen Bereich des Spiels komplett verzichtet.

DayZ ist ein Spiel, das mich bereits seit Jahren begleitet und immer wieder für eine gewisse Zeit in seinen Bann zieht. Selbst, als es noch kein eigenständiges Spiel, sondern lediglich eine Arma2-Mod war, begab ich mich auf den Überlebenspfad des Spiels.

Doch auch mit inzwischen mehr als 400 Stunden kann ich eine Sache einfach nicht übers Herz bringen. Und das sorgt dafür, dass ich immer wieder bestraft werde.

Video starten
This is DayZ – This Is Your Story

Der Feind heißt Zombie

Basen-Bau und volle Kisten: Für viele Spieler in DayZ ist der Verlauf des Spiels klar gezeichnet: starten, minimal ausrüsten, weiter ins Festland begeben und idealerweise andere Spieler finden und sich deren Ausrüstung sichern. Doch nicht für mich.

Auch mit mehr als 400 Stunden in dem Spiel bin ich nach wie vor pazifistisch gegenüber anderen Spielern eingestellt. Während ich bereits eine unzählige Anzahl an Zombies auf dem Gewissen habe, ist bis heute noch kein einziger menschlicher Mitspieler durch mich gestorben.

Einen großen Teil der Spielzeit habe ich auf gemoddeten Servern verbracht. Hier sind es meist Server, die zwar einige PvE-Bereiche besitzen, in denen es jedoch auch PvP-Bereiche gibt, wo der richtig gute Loot wartet. Hier liegt der Reiz für mich viel mehr im Aufbau einer Basis und dem Erkunden und Looten in der stimmungsvollen Umgebung des Spiels.

Loszuziehen und teilweise Stunden später mit vollem Gepäck voller Waffen, hilfreichen Gegenständen für den Basisaufbau sowie Lebensmitteln und Medizin zurückzukehren, bringt mir eine ungemeine Freude. Vor allem, wenn man gemeinsam loszieht und zusammen eine immer größere Basis aufbauen kann.

Der friedliche Bauer und die Natur: Doch auch auf den regulären Servern habe ich schon viele Stunden verbracht. Hier setze ich mir immer wieder Ziele in edler oder friedlicher Absicht. Alleine die Natur des Spiels hat eine magische Anziehung auf mich.

Einfach nur durch die Umgebung des Spiels zu ziehen, während einem die Sonne ins Gesicht strahlt und Tierlaute aus der Entfernung zu hören sind, kann eine unfassbar beruhigende und schöne Wirkung auf mich haben.

In einem meiner letzten Ausflüge war mein Ziel in Cherno, einer der großen Städte zu Beginn des Spiels, als friedlicher Bauer Gemüse anzubauen und an neue Spieler zu verteilen.

Doch diese friedlichen Absichten sind immer wieder auch mein Untergang. Während ich beispielsweise fleißig dabei bin, Samen zu säen und zu bewässern, kommt es nicht selten vor, dass mich kurze Zeit später Kugeln durchsieben oder ich eine Axt in den Kopf bekomme.

Und na klar kann das frustrierend sein. So sehr, dass ich irgendwann auch wieder genug von dem Spiel habe und es für Monate oder Jahre nicht anfasse. Doch irgendwann höre ich erneut den Ruf dieser zerrütteten und kaputten Welt, der mich wieder in seinen Bann zieht.

Trotz all der Tode, die ich in friedlicher Absicht erleben musste, hat sich meine Einstellung bis heute nicht geändert. Schließlich habe ich in all der Zeit auch schon schöne Interaktionen und tolle Gespräche mit anderen Spielern gehabt, die mir immer wieder zeigen, dass es sich lohnt. Frei nach dem Zitat von Arleen Lorrance: „Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst, anstatt zu versuchen, alle anderen zu ändern.“

Wie sieht es bei euch aus? Wie spielt ihr DayZ? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Der Entwickler Dean Hall, der für DayZ verantwortlich ist, ist der Überzeugung, dass vor allem Spieler für bessere Spiele sorgen können: Erfinder von DayZ kennt einen Cheatcode für bessere Spiele auf Steam, doch den können nur die Fans einsetzen.

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx