Cyberpunk 2077 macht Witz über Political Correctness, entschuldigt sich

Der Twitter-Account von Cyberpunk 2077 hat einen Scherz über übertriebene politische Korrektheit gemacht. Das lief nicht so gut. Man musste sich entschuldigen.

Was ist passiert? Zur Gamescom hat Cyberpunk 2077 ein Bild auf Twitter postet: Eine Person schaut auf sein Smartphone. Der Text dazu „Die Gamescom beginnt so, wie die E3 aufhörte – man checkt Twitter.“

Daraufhin hat ein Fan geantwortet „Ich will mehr Kerle!“

Der Twitter-Account von Cyberpunk 2077 schrieb: „Hast du ihnen gerade ein Geschlecht unterstellt?“

Kotaku-Bild-Cyberpunk

Quelle: Kotaku

Hast du gerade voreilig auf mein Geschlecht geschlossen?

Worüber regen sich die Leute auf? Der Satz „Did you just assume my gender“ ist ein Meme, das benutzt wird, um übertriebenen Feminismus ironisch zu kritisieren.

Man spielt mit der Idee, dass sich transsexuelle Menschen verbitten, voreilig auf ein Geschlecht festgelegt zu werden.

Gender-Meme

Quelle: KnowYourMeme

Wespennest gestochen: Der Tweet, um den es ging, ist mittlerweile gelöscht. Mit diesem Tweet löste Cyberpunk 2077 aber eine Diskussion aus:

  • Manche Leser fanden das unhöflich und hart. Sie wollten eine Entschuldigung dafür
  • Andere wollten ausdrücklich nicht, dass sich CD Projekt Red dafür entschuldigt. Sie glaubten, die Leute, die sich über das Meme aufregen, müssten auch mal so einen Scherz verstehen

Ins Dilemma manövriert: Ab dem Punkt kann man sehen, warum die Diskussion so schwierig ist. Zu diesem Zeitpunkt konnte man eigentlich nur noch verlieren. Eine der beiden Gruppen bekäme ihren Willen, die andere nicht.

Tweet im Gamescom-Stress rausgerutscht?

Was ist denn passiert? Der Twitter-Account hat erst versucht, die Situation zu deeskalieren. Man wollte nicht unhöflich sein. Es täte ihnen leid, wenn es so gewirkt habe. Es sei ein sehr hektischer und anstrengender Tag für sie gewesen.

Zweieinhalb Stunden danach kam aber noch eine formale Entscheidung. Man entschuldigte sich bei allen, die sich durch den Tweet angegriffen fühlten.

Einer der bekanntesten Köpfe des deutschen Internet-Senders RocketBeans, Etienne Gardé, gehörte zu den Leuten, die das anders sehen.

Er schreibt auf Twitter: „Das war lustig. Hört auf, vor einer Armee der politisch Korrekten zu buckeln, die jede Form von Spaß zerstört. Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen, ob man sich angegriffen fühlt.“

So hat sich das Cyberpunk 2077 sicher nicht vorgestellt, als man sagte, man wolle ein politisches Spiel sein:

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Quelle(n): kotaku
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