Profis täuschen harte Arbeit in Counter-Strike vor, aber belügen Fans und Coaches, sagt ein langjähriger E-Sportler

Profis täuschen harte Arbeit in Counter-Strike vor, aber belügen Fans und Coaches, sagt ein langjähriger E-Sportler

Immer wieder erzählen E-Sportler von ihren tausenden Spielstunden in Counter-Strike 2. Aber ein Profi erzählt, dass viele von ihnen unehrlich sind.

Um wen geht es? Casper Alexander Ahm Møller (30), besser bekannt als CadiaN, spielt seit vielen Jahren professionell Counter-Strike. Aktuell läuft er für das Team der dänischen E-Sport-Organisation „OG“ auf, zu der er im November 2025 wechselte.

Zuvor war cadiaN bereits für verschiedene Teams tätig, darunter etwa Astralis, Team Liquid und Heroic. Mit ihnen konnte er einige Erfolge verzeichnen, wie den Gewinn der ESL ProLeague Season 13 mit Heroic, bei dessen großen Finale er in der entscheidenden Runde mit einem legendären 1v4-Clutch in die ProLeague-Geschichte einging (hier nochmal für alle, die nostalgisch werden wollen: YouTube).

Profis prahlen mit falschen Zahlen

Was genau sagt cadiaN? In einem Clip auf den Social-Media-Kanälen von OG erzählt cadiaN, dass einige Profispieler lügen, wenn sie mit ihren Spielstunden prahlen (OG via X). Er sagt:

„Ich war auch schon oft mit Leuten im Bootcamp. Wenn die schlafen gehen, lassen sie den PC an und bleiben einfach im Spiel. Und irgendwann sitzen sie dann in einem Interview und erzählen: ‚Oh, ich habe 22.000 Stunden Counter-Strike gespielt‘, und ich denke mir nur: ‚Na ja, das stimmt halt nicht wirklich.‘“’

Dann führt cadiaN aus, dass sie auf diese Weise nicht nur die eigenen Fans, sondern auch die Coaches der Teams beeindrucken wollen: „Manche Spieler wollen ihren Coaches damit einfach zeigen, wie hart sie angeblich trainieren. Sie versuchen, ihre Stunden auf diese Weise zu pushen, um so zu tun, als wären sie mega fleißig und so.“

Was sagt cadiaN zu den falschen Zahlen? Der dänische Profi hält nicht viel davon. Er bevorzuge es, seine Spielstunden nicht zu verfälschen und hingegen die echten Zahlen zu sehen. Dadurch könne er bei schwankenden Leistungen besser analysieren, ob seine Spielzeit in der jeweiligen Woche dabei eine Rolle spielte, ob er diese Woche vielleicht zu viel oder zu wenig gespielt und deshalb schlechter performt habe.

Ein Spieler, der in der Vergangenheit bereits von seinen hohen Spielstunden in Counter-Strike sprach, ist Oleksandr „s1mple“ Kostyljev. Er gilt als einer der besten Counter-Strike-Spieler aller Zeiten und verbrachte nach eigenen Angaben über 900 Tage in dem Shooter: Der Preis des Erfolgs bei Counter-Strike: Er investiert mehr als 23.000 Stunden und wird der beste Spieler der Welt

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DoctorWakizashi

Massive Stromverschwendung, in BDO haben AFK Grinder wenigstens noch progress. Selbst Bots in Diablo 3 haben wenigstens für progress gesorgt. Auch wenn ich der Meinung bin, dass es echt schlechtes Game Design ist wenn AFK gegrindet werden muss um entweder schneller voran zu kommen oder in der Rangliste mithalten zu können. Das ist sogar noch sinnloser. Wie Gemüse anbauen nur um es vergammeln zu lassen in etwa. Aber wahrscheinlich müssen die Deppen ihren Strom auch nicht selbst zahlen bzw. richtig für ihr Geld arbeiten gehen.

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