Die Macher von Crusader Kings 3 haben mit Coronations einen neuen DLC veröffentlicht. Die neuen Inhalte kommen gar nicht gut an. Jetzt entschuldigt sich der Publisher öffentlich für das Desaster – und erntet dafür noch mehr Kritik.
Was ist das für ein Spiel?
- Crusader Kings 3 ist ein historisches 4X-Strategiespiel, in dem ihr hauptsächlich Diplomatie, Wirtschaft und Krieg verwaltet. Ihr spielt einen historischen Anführer in der Zeit zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert – irgendwo in Europa, Nordafrika oder Teilen Asiens.
- Echte „Ziele“ gibt es nicht, außer eure Herrschaft auszubauen und eure Dynastie am Leben zu halten. Viele Spieler versuchen durch Inzucht und Genetik den Übermenschen zu erschaffen.
- Paradox, die Firma hinter dem Strategiespiel, ist bekannt für absurd komplexe Spiele. Das Studio ist sogar stolz darauf, dass niemand so wirklich ihre Strategiespiele versteht – das gilt natürlich auch für Crusader Kings 3.
Das ist los mit dem neuen DLC: Am 9. September 2025 ist mit Coronations der aktuell neuste DLC für Crusader Kings 3 erschienen. Der DLC bringt zwei neue Features ins Spiel: Krönungen und Eide, also eine pompöse Zeremonie mit anschließenden Herrschaftsversprechen. Für Coronations zahlt ihr 5 Euro – etwas, wofür es schon im Vorfeld Kritik gab.
Auf Steam liegen die Bewertungen mit lediglich 17 % gerade bei „äußerst negativ“ bei 671 Stimmen (Stand 15. September). Die Nutzer sind unzufrieden mit den Inhalten: Was der DLC bietet, hätte eher in ein kostenloses Update gehört und fühle sich an wie die Inhalte einer Mod aus dem Steam Workshop.
Es sei frech, für so etwas Geld zu verlangen, heißt es: „Zu viel Nichts.“ Der DLC bringe zu wenig Neues ins Spiel und das, was er bringt, sei entweder spielmechanisch überhaupt nicht passend, oder vollkommen verbugt.
Ein Spieler reagiert sogar mit dem legendären Satz: „Is this an out of season April Fools joke?“, mit dem damals Diablo Immortal heruntergemacht wurde. Lob gibt es lediglich dafür, dass Krönungen eben ein historisch wichtiges Thema waren und entsprechend eine sinnvolle Erweiterung für Crusader Kings 3 seien.
„Es tut weh, wenn wir so hart verkacken wie hier“
In einem offiziellen Blogpost auf Steam nur einen Tag später entschuldigt sich Riad, der QA-Manager von PDS Black, dem Studio hinter Coronation, namentlich für den DLC. PDS Black ist ein Unter-Studio von Paradox.
Im Post heißt es, Coronations sei nicht auf dem „Standard, den ihr verdient“ und Riad selbst übernimmt die Verantwortung dafür. Man stecke gerade viele Ressourcen in die Erweiterung „All Under Heaven“ und habe deswegen den DLC vernachlässigt – das sei keine Entschuldigung für die Qualität, lediglich eine Erklärung.
Riad erklärt, man wolle in Zukunft besser testen, um Bugs zu vermeiden und höhere Qualitäts-Standards ansetzen. Zusätzlich dazu gab es direkt einen Patch, der bereits etliche der größten Probleme behoben hat.
In der Community sorgt die Entschuldigung eher für Unmut. Der Thread auf Steam hat über 400 Kommentare, in denen die Nutzer sich darüber beschweren, dass solche „Versehen“ nicht zum ersten Mal passieren.
Wenn Paradox sich hier zum ersten Mal entschuldigen würde, könne man das vielleicht noch glauben, so ein Spieler. Jedoch gab es schon bei früheren DLCs einen ähnlichen Aufschrei mit Vorwürfen, dass Paradox zu gierig werde.
Die Kritik gilt dabei nicht nur für Crusader Kings 3, sondern auch für andere Spiele der Firma. Ein DLC für Cities: Skylines 2 etwa wurde zum schlechtesten Spiel auf Steam und der Ärger wurde noch einmal neu entfacht, als ein neuer DLC für den Vorgänger vorgestellt wurde.
Selbst mit neuen Spielen scheint Paradox aktuell nicht das beste Händchen zu haben. Das schwedische Studio arbeitet mit Vampire: Bloodlines 2 gerade an einem beliebten Franchise und dem Nachfolger zu einem der besten Vampir-Spiele auf Steam – mit noch mehr Ärger aus der Community: Begehrtes Vampir-Spiel für Steam und PS5 rudert nach massiver Kritik zurück, aber manche Spieler müssen es jetzt nochmal kaufen
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.