Community in EVE Online sabotiert Entdecker, der erkundet dennoch die ganze Galaxis

Ethan Richards hatte sich im Weltraum-MMO EVE Online vorgenommen, jedes Sonnensystem in der Galaxis zu erkunden. Das schaffte er sogar und landete dafür im Guinness-Buch der Rekorde. Doch wie er nun erzählt, wollten ihn Spieler aus der Community sabotieren.

Wer ist Ethan Richards? Er spielt Katia Sae in EVE Online und wollte mit diesem Charakter eine ganz besonderes Ziel erreichen: Er machte sich auf, jedes Sonnensystem im Spiel zu besuchen, einen Blog zu schreiben und von jedem System einen Screenshot zu machen.

Erreichte er sein Ziel? Ja. Nach über neun Jahren hatte er jedes System besucht und seine Erlebnisse in einem Blog aufgeschrieben. Dafür bekam er sogar einen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde.

Into the Abyss 2 EVE Online

Eine gefährliche Reise

Was erzählt er jetzt? Nun wurde er zu dieser Errungenschaft befragt und erklärte, dass es alles andere als einfach war, das Ziel zu erreichen. Und das lag an einem Teil der EVE-Community.

Was war das Problem? Etwa fünf Jahre nach Start seiner Mission, hatte er alle Systeme im High- und Low-Sec-Raum besucht. Nun stand eine Reise ins Null-Sec-Gebiet an. Dort herrscht offenes PvP ohne Schutz.

Die Community war bereits auf seine Mission aufmerksam geworden und hatte festgestellt, dass er in all den Jahren nicht ein einziges mal sein Raumschiff verloren hatte. Daher machte sich ein Teil der Community nun auf, die Mission von Ethan Richards zu sabotieren. Der Null-Sec-Raum war dafür wie geschaffen.

Wie wollten ihn die Spieler aufhalten? Es fanden Jagden auf ihn statt und man wollte ihm immer wieder auflauern. Deswegen verschob Ethan Richards seine Einträge im Blog immer wieder. So konnten die Spieler nicht erahnen, wohin er als nächstes reisen wollte. Darüber hinaus wollte er nicht noch mehr Zorn auf sich ziehen, indem er sich im Blog über Angriffe beschwerte.

Es wurde sogar ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Und Spieler schrieben ihm, dass sie jetzt genau wissen würden, wann er sterbe.

Knapp das Ziel erreicht

Wie knapp wurde er geschnappt? Es gab eine Situation, in welcher Ethan Richards in einem Sonnensystem festsaß, weil andere Spieler das einzige Sprungtor hinaus blockierten. Er wollte sein Schiff unter keinen Umständen verlieren, musste aber dennoch einen Durchbruch starten. Dafür wartete er auf den geeigneten Zeitpunkt. Mit sehr viel Geduld und Mut schaffte er es schließlich, aus dem System zu springen und seine Reise fortzusetzen.

Folgten noch weitere Herausforderungen? Nachdem Ethan Richards den Null-Sec-Raum gemeistert hatte, wollte er noch die Systeme im Wurmloch-Bereich besuchen. Dieses Gebiet ist aber extrem gefährlich, denn es gibt keine Sprungtore. Die Systeme sind durch instabile Wurmlöcher miteinander verbunden, die immer wieder verschwinden.

Diese Herausforderung meisterte er aber mit der Hilfe des Signal Cartels und eines Tricks. Das Cartel veranstaltete ein Fake-Event, um die Wurmlöcher zu kartografieren. Diese Karten nutze Ethan Richards dann für seine Mission. Das Fake-Event diente dazu, zu verschleiern, dass Ethan Richards dort unterwegs war. Denn er fürchtete, ein Spion des Cartels könnte seine Position verraten und andere würden ihn dann angreifen.

Die Reise endete am 9. März 2019 erfolgreich und ohne, dass Ethan Richards sein Raumschiff verlor. Das war natürlich den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde wert. Der Charakter Katja Sae bekam dafür sogar ein Monument im Spiel.

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Quelle(n): PCGamer
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Steffen
Steffen
23 Tage zuvor

Solche Geschichten kann nur EvE schreiben.
Danke für den Artikel …
fly safe o7

qmail
qmail
27 Tage zuvor

Eve ist eigentlich ein interessantes Spiel. Ich habe da richtig Geld gelassen und bereue es sehr. Der Grund ist, dass ich noch nie ein Spiel gesehen habe in dem es als positiv angesehen wird, anderen Spielern etwas „kaputtzumachen“. Der Artikel trifft das Verhalten. Im realen Leben würden wir so etwas als asozial bezeichnen. Im Low- oder Nullsec könnte man das noch als Feature ansehen aber das geht im Highsec genauso zur Sache.

Eve – Nein Danke!

Steffen
Steffen
23 Tage zuvor

„als positiv angesehen wird, anderen Spielern etwas kaputt zu machen …“

Sowas nennt sich im allgemeinen PvP.
Wer sich im low, Null oder in den WH’s rumtreibt muss damit rechnen.
Das sind PvP Gebiete.
Selbst das High ist nicht PvP frei es herrschen diesbezüglich nur a dere Regeln.

Und das so ein Projekt die Aasgeier anzieht ist völlig normal und vorhersehbar.

Im High nennt sich sowas Piraterie.
Wer in EvE einsteigt sollte sich dessen bewusst sein denn das ist sogar mit eines der besten Merkmale von EvE.
Es ist alles erlaubt solange es nicht die Spielmechanik beeinflusst und oder Glitches und Bugs zu seinem Vorteil genutzt werden.

Attack44
Attack44
27 Tage zuvor

Ein Link zu seinem Blog wäre schön gewesen.

Andreas Bertits
Andreas Bertits
27 Tage zuvor

Habe ich noch nachgereicht. Link ist im Artikel.

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