Winziges Studio belangt Activision Blizzard wegen CoD Warzone – Die ätzen zurück

Der riesige Gaming-Publisher Activision Blizzard zieht vors Gericht in Kalifornien. Sie wollen eine Unterlassungs-Erklärung loswerden. Ein Entwickler sagt: Die hätten mit Call of Duty: Warzone die Rechte an seiner Marke „Warzone“ verletzt. Activision Blizzard zeigt sich vor Gericht ziemlich ätzend. Sie sehen es offenbar als Majestätsbeleidigung an, mit so einem Spiel verglichen zu werden.

Was ist das für ein Fall? Es gibt ein Browser-Game mit dem Titel „Warzone Idle“. Das Spiel wirbt klar mit den Parallelen zu dem beliebten Brettspiel „Risiko“ von Hasbro.

Das Browser-Spiel ging 2020 an den Start. Der Betreiber des Spiels, jemand namens Fizzer, hat im selben Jahr eine Unterlassungserklärung an Activision Blizzard ausgestellt und Einspruch dagegen eingelegt, dass die sich wiederum die Marke „Warzone“ schützen lassen wollen:

  • Activision Blizzard wollte sich die Marke „Warzone“ im Juni 2020 schützen lassen, als ein Videospiel, das man runterladen kann, und als Unterhaltungs-Dienst.
  • Der Entwickler Fizzer wollte sich die Marke „Warzone“ ebenfalls schützen lassen. Der war 4 Monate später dran, sein Antrag kam im Oktober 2020.
  • Fizzer sagt: „Der Anspruch von Activision auf die Marke sorgt bereits jetzt dafür, dass die betroffenen Kunden die beiden Marken verwechseln und getäuscht werden. Und das wird weiter passieren.“
  • Im November 2020 schickte Fizzer daher eine Unterlassungserklärung an Activision Blizzard, mit dem Hinweis, es läge innerhalb seiner Rechte, Activision Blizzard zu verbieten, die Marke „WARZONE“ zu nutzen, und eine finanzielle Entschädigung zu suchen, weil Activision Blizzard sein Recht verletzt hat

„Unvorstellbar, dass die beiden Spiele irgendwer verwechselt“

So reagiert Activision Blizzard: Die scheinen es gar nicht so zu sehen, dass jemand ihren Militär-Shooter mit dem Risiko-Spiel verwechseln könnte.

Risiko-Warzone
So sieht das Browsergame aus. Da sieht Activision Blizzard keine Verwechslungsgefahr.

Sie schreiben dem Gericht in einer aktuellen Eingabe:

Call of Duty Warzone könnte gar nicht noch verschiedener sein vom Spiel des Beklagten, einem „Low-Budget, nischigen, virtuellen Brettspiel, das wie Hasbros Risiko wirkt.“

Es sei unvorstellbar, dass irgendein Mitglied der Öffentlichkeit die beiden Produkte verwechseln könnte oder auf die Idee käme, die beiden Produkte stehen in irgendeiner Form miteinander in Verbindung.

Activision Blizzard bittet das Gericht festzustellen, dass sie die Rechte von Fizzer nicht verletzt haben und ihnen die Rechte an „Warzone“ zugesprochen werden.

Normalerweise ist es Activision Blizzard, die „Unterlassungs-Erklärungen“ raushauen:

Activision befiehlt beliebter Stats-Seite zu CoD Warzone: „Macht sofort dicht“

Quelle(n): pcgamer
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Ron

Naja, unrecht hat Activision nicht. Unterschiedlicher könnten die Spiele kaum sein, zudem kann hier ohnehin etwas nicht stimmen: “Warzone” ist ein Begriff und keine eigene Kreation, das Spiel heißt auch mit vollem Namen “Call of Duty: Warzone” und nicht nur “Warzone”. Also etwas weit hergeholt die Aussagen von Hasbro 😀

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