Der CEO von Saber Interactive hat sich im Zuge eines Streits mit der Autorin Stella Sacco bei ihr entschuldigt. Gleichzeitig teilt er in seinem Statement gegen einen erfahrenen Gaming-Autor aus.
Um welchen CEO geht es? Matt Karch ist der Chef von Saber Interactive. Das Studio entwickelte zuletzt Titel wie Warhammer 40.000: Space Marine 2 oder Evil Dead: The Game.
Ein kommendes Projekt, bei dem es sich wohl um Rideshare Stimulator handelt, wird von einem KI-Skandal gebeutelt. Wie wir auf MeinMMO berichtet haben, wirft die Autorin Stella Sacco Saber Interactive vor, durch KI, konkret ChatGPT, ersetzt worden zu sein.
Diesen Vorwürfen widersprach das Studio. Matt Karch ließ sich in einem Statement gegenüber The Week in Videogames zudem zu der Aussage hinreißen, nachträglich hätte er Sacco gerne durch eine KI ersetzt, da diese zumindest ehrlich sei.
Der Streit wurde nun scheinbar beerdigt, denn wie die Autorin online bekannt gab, kam es zu einer Entschuldigung seitens des CEOs.
Auf eine erfreuliche Überraschung…
Was erzählt Sacco? Auf Bluesky meldete sich die Autorin zu Wort und erklärte, dass sich Matt Karch per E-Mail bei ihr gemeldet und sich entschuldigt habe. Er bereue, dass die Situation dermaßen eskaliert sei und Sacco online miterleben musste, wie Personen über sie sprachen.
Die Autorin selbst betont, dass sie Beleidigungen gewohnt sei. Etwas andere störe sie mehr:
Es war echt ätzend, dass meine in 20 Jahren in der Gaming-Branche erworbenen Fähigkeiten und mein Ruf von jemandem mit institutioneller Macht öffentlich in Verruf gebracht wurden.
Stella Sacco
Sacco würde die Entschuldigung annehmen, rückt aber nicht von ihrer ablehnenden Einstellung zur Verwendung von KI ab. Saber Interactive setzt weiter auf das Tool, dem Studio zufolge beim Verhalten von NPCs.
Matt Karch meldete sich dann auch noch in einem weiteren Statement auf LinkedIn zu Wort. Dort reflektiert er die Ereignisse und sein eigenes Verhalten. Für viele würde Führungsstärke bedeuten, eben nicht aus dem Herzen zu sprechen. Er schreibt, er habe immer das Gefühl, „Schweigen sei schlimmer“ – ein Grund dafür, dass er sich als CEO so lautstark in die Debatte einmischte.
… folgt ein Seitenhieb
In Karchs Statement findet sich jedoch noch ein Seitenhieb auf eine andere Person. Karch schreibt:
Man sollte die Quelle von Online-Kommentaren hinterfragen. Das digitale Ökosystem lebt von Empörung und oberflächlichen Einschätzungen. Ein typisches Beispiel: ein 26-minütiger Video-Essay eines erfolglosen Autors, der sich ausschließlich der Analyse eines einzigen sarkastischen Zitats von mir widmete und so tat, als wüsste er genau, wer ich bin.
Matt Karch
Karch nennt keine Namen, die Beschreibung passt aber verdächtig gut zu einem neuen YouTube-Video des Autors Chet Faliszek, das knapp über 26 Minuten lang ist und sich mit der Thematik auseinandersetzt.
Faliszek ist Autor und für die Geschichten von zahlreichen Valve-Titeln wie Portal 1 & 2, Half-Life 2: Episode One & Two oder Left 4 Dead 1 & 2 verantwortlich. Der Gaming-Veteran kritisiert in seinem Beitrag das Verhalten von Karch, spart aber auch nicht mit Spott.
Seine zentrale Aussage bleibt aber: Faliszek zufolge war die Angelegenheit eine PR-Katastrophe. Ob es von Seiten Karchs ein weiteres Statement geben wird, muss sich zeigen. Was sind eure Gedanken zu der Thematik? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare. Nicht nur in Spielen ist die Verwendung von KI umstritten: Manche finden KI schlimmer als Sauron, der nächste Mittelerde-Film will trotzdem nicht darauf verzichten
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