Anspiel-Test: Was unterscheidet Breakaway von Overwatch und Paladins?

Breakaway ist ein bunter Hero-Shooter und das erste Projekt von Amazon-Studios. Derzeit befindet sich Breakaway noch in der Open-Alpha und auf der Gamescom 2017 war das Spiel ebenfalls zu sehen. Doch was macht Breakaway aus und warum gefiel es Jürgen so gut? Erfahrt es hier!

„Nicht noch ein bunter Hero-Shooter“ schoss mir durch den Kopf, als ich Breakaway auf der Gamescom 2017 zum ersten Mal sah. Mir war das erste Spiel von Amazon-Studios bislang nicht groß aufgefallen. Doch auf der Gamescom stand es auf meiner Liste von interessanten Titeln.breakaway

Allerdings erinnert es doch sehr an Overwatch, Gigantic oder Paladins und mit diesen drei Titeln ist man als Freund von Hero-Shootern eigentlich schon genug bedient. Was will also Amazon da groß anders machen?

Breakaway – Heldenauswahl – Der übliche bunte Haufen

Zusammen mit anderen Journalisten und einigen Entwicklern durfte ich Breakaway ausprobieren. Zu Beginn erinnert wirklich alles an Overwatch oder Paladins. Es gibt eine Auswahl an bunten und abgedrehten Helden, die in die Kategorien Tanks, Schadensausteiler (Nah- und Fernkampf) sowie Supporter unterteilt sind. Zur Auswahl stehen unter anderem:

  • eine aztekische Sonnenpriesterin
  • eine wilde Barbarin mit Klauenhandschuhen
  • eine Art fieser Dämonenengel
  • ein Wikinger mit Eisaxt
  • ein Ungetüm, das nur aus zähnestarrenden Mäulern zu bestehen scheint
  • ein düsterer Revolverheld
  • eine Scharfschützin á la Widowmaker, die aber anstatt eines High-Tech Kampfvisiers einen Zyklopen-Tintenfisch auf dem Kopf trägt

Breakaway – Paladins trifft Huttenball

KIar, abgefahrene Helden sind immer cool und ich liebe es, wie Entwickler aus den gleichen Archetypen immer wieder neue Kombinationen basteln, aber wirklich vom Hocker reist mich die x-te Version McCree oder Widowmaker nicht mehr. Dennoch sahen die Helden allesamt cool aus und waren liebevoll animiert und gestaltet.breakaway screen

Also startete ich zusammen mit drei anderen Spielern eine Runde. Schon nach kurzer Zeit wurde mir klar: Das ist nicht Overwatch, das ist nicht Paladins und das ist auch nicht Gigantic! Denn in Breakaway geht es nicht um Kills oder Eroberungspunkte. Vielmehr ähnelt das Gameplay stark dem spaßigen PvP-Spielmodus „Huttenball“ aus Star Wars: The Old Republik beziehungsweise „Chaosball“ aus dem neusten ESO-DLC „Horns of the Reach“.

In der Mitte des recht kleinen Spielfelds liegt eine Kugel. Ihr müsst sie euch schnappen und in einen Brunnen werfen, der in der Startzone des Feindes liegt. Gelingt euch dies, bekommt ihr einen Punkt. Ebenso gibt es einen Punkt, wenn sich der Ball nach 4 Minuten Spielzeit in der feindlichen Spielfeldhälfte befindet. Und wenn ihr das gegnerische Team komplett auslöscht, bevor einer davon respawnt, gewinnt ihr ebenfalls einen Punkt. Ein Team, das zuerst drei Punkte hat, gewinnt das ganze Spiel.

Breakaway – Gameplay voller Action und Taktik

Wer den Ball aufsammelt, kann derweil nicht selbst angreifen oder Skills einsetzen. Daher gilt es, den Ball rechtzeitig zu passen, denn wer als Ballträger oft genug angegriffen wird, verliert die Kugel wieder. Nur mit gutem Teamwork kommt man ans Ziel, indem man taktisch klug den Ball an Mitspieler passt und nicht als Einzelkämpfer vorprescht.Breakaway Gameplay

Jeder Held hat außerdem drei Skills (zwei offensive, einen defensiven) und eine Super-Fähigkeit, die besonders gut reinzieht. Meine flinke Barbarenkriegerin und Assassinin Jarra konnte beispielsweise den Gegner anspringen oder ihn mit einem Wirbel aus Schlägen eindecken. Als Verteidigungsskill konnte sie sich unsichtbar machen und so schnell abhauen oder zuschlagen.

Breakaway – Aufrüstung zwischen den Runden

Zusätzlich könnt ihr noch platzierbare Items absetzen, beispielsweise kleine Geschütztürme oder Fallen – gemeinerweise direkt vor dem eigenen Brunnen. Zwischen den Runden könnt ihr außerdem – wie bei Paladins – mit erworbenen Ressourcen eure Stats verbessern, beispielsweise mehr Leben, mehr Schaden oder bessere Rüstungsdurchdringung.Breakaway 02

Dadurch werdet ihr noch stärker und könnt so in den spannenden Kämpfen womöglich einen Vorteil herausschlagen. Überhaupt spielt sich Breakaway sehr flott und trotzdem taktisch, da ständig hinter dem Ball hergejagt wird.

Ein Moment der Unachtsamkeit und schon bricht der Feind durch und muss unbedingt noch abgefangen werden, bevor er einen „Touchdown“ im Brunnen hinlegt. Dumm, wenn man seine krassen Skills alle gerade auf Cooldown hat, weil man sie in einem unwichtigen Scharmützel vor einigen Sekunden verbraten hat.

Breakaway kostenlos in der Alpha am Wochenende spielen

Wer also auf spannende und dynamische Hero-Shooter-Action im Rahmen eines brutalen Ballsports steht, kann sich jederzeit den Client von Breakaway ziehen und an den wöchentlich wiederkehrenden Alpha-Wochenenden teilnehmen.Breakaway 01

Diese kostenlosen Testphasen beginnen jeweils um 02:00 Uhr am Freitag und enden um 8:59 Uhr am Sonntagmorgen unserer Zeit. Ihr braucht keinen speziellen Code, jeder kann teilnehmen. Da Breakaway über die Twitch-Spiele-Bibliothek gestartet wird, braucht ihr zusätzlich die Desktop-App und ein Konto für Twitch.

Hier geht’s zur Anmeldung für Breakaway

Jürgens Fazit zu Breakaway

Für mich war Breakaway allein schon deswegen eine angenehme Überraschung, da ich das Spiel gar nicht auf dem Radar hatte und nur den x-ten Hero-Shooter erwartet habe. Umso glücklicher war ich, als es sich als ein spaßiges Sportspiel á la Huttenball herausgestellt hat, in dem ständig etwas passiert und die Runden angenehm kurz und voller Action sind.

Außerdem sieht das Spiel von Amazon schon in der Alpha echt gut aus und beeindruckt mit toller Comic-Grafik und flüssigen Animationen. Ich werde daher Breakaway in Zukunft näher beobachten und an diversen Alpha-Wochenenden teilnehmen. Vielleicht sehen wir uns dort ja!

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