Häufiger wird darüber diskutiert, ob Generationen nicht aneinander vorbeireden. Und tatsächlich gibt es für dieses „Vorbeireden“ wohl gute Gründe.
Denn Boomer, Millennials und andere Generationen sprechen unterschiedliche Sprachen. Auf den ersten Blick mögen Wünsche und Bedürfnisse verschieden sein, aber oftmals sind die Forderungen sehr ähnlich.
Ein Bericht von O.C Tanners, der 5.702 Mitarbeiter in 17 Ländern befragt hat, zeigt, dass verschiedene Ansichten genau dazu führen.
Boomer und Millennials haben verschiedene Vorstellungen von Arbeit
Worum geht es konkret? Der Bericht erklärt, dass Personen aus den verschiedenen Generationen eine Form von Generationenvertrag geschlossen hat – mit Wünschen, Forderungen und Idealen. Jede Altersgruppe bringt dabei bestimmte Erwartungen mit, die durch die Zeit geprägt sind, in der sie ins Berufsleben eingestiegen ist.
Diese Erwartungen betreffen nicht nur Gehalt, sondern auch Sicherheit, Entwicklung, Anerkennung, Flexibilität und die Rolle von Führung. Genau daraus entstehen dann Missverständnisse: Was die eine Generation als Anspruch oder „zu hohe Erwartung“ liest, ist für die andere schlicht normale Arbeitsrealität.
Gleichzeitig gibt es Unterschiede in der Gewichtung. Boomer priorisieren eher Sicherheit und Stabilität, Millennials häufig Sinn, Entwicklung und flexible Rahmenbedingungen. Jüngere schauen hingegen stärker auf Zugehörigkeit und Wachstum. Das sind also keine völlig getrennten Welten, sondern unterschiedliche Schwerpunkte auf derselben Wunschliste.
Aber genau das sorgt dafür, dass es dann zu Unverständnis kommt: Wenn eine Firma zum Beispiel nur auf Effizienz und Kontrolle setzt, fühlt sich das für manche ältere Person passend an, für jüngere aber schnell eng oder unmodern. Umgekehrt können jüngere Mitarbeitende dieselbe Praxis als starr empfinden, während ältere Kolleginnen und Kollegen sie als notwendige Struktur sehen.
Stereotype verstärken diese Unterschiede dann oft: Boomer sind nicht alle automatisch „veränderungsresistent“, Millennials als Generation nicht alle „anspruchsvoll“. Oft reagieren Menschen einfach anders auf unterschiedliche Karrierestufen, Lebenssituationen und Risikogefühle.
Viele Firmen setzen bei ihren Einnahmen auf die Gen Z. Dabei ist eine andere Generation finanziell viel spannender: Boomer besitzen größere finanzielle Reserven und geben mehr als die Hälfte der Ausgaben in Deutschland aus: Boomer gelten als reichste Generation Deutschlands, doch von der Wirtschaft werden sie hoffnungslos unterschätzt
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