Bless Preview: So spielt sich das neue MMORPG früh in 2016

Bless-Bergfried

Zwei Fraktionen im ewigen PvP-Streit

Die enorme Größe der Spielwelt ist aber auch bitter nötig, schließlich stehen sich in Bless gleich zwei verfeindete Fraktionen gegenüber, die friedlich und unbesonnen ihre ersten Schritte in dieser neuen Welt wagen wollen, ehe sie sich todesmutig in das Getümmel der effektgeladenen Massenschlachten stürzen.

Später warten dann offene RvR-Zonen und Burgenkämpfe (100 gegen 100 Spieler), die zwei Mal täglich ausgetragen werden, darauf, von fähigen Kriegern, Magiern oder Heiler beschützt zu werden. Die PvP-Gefechte sind eines der Hauptaspekte des Spiels und spielen sich dank der klassischen Verteilung auf Heiler, Tank und Damage Dealer ausgewogen und taktisch.

Wer an einer Belagerung in Strasburg (nur eine von zahlreichen namentlichen Anlehnungen an Europa) teilnehmen möchte, muss dafür jedoch einige Punkte seines Fatigue-Kontos opfern. Bless setzt – vergleichbar mit den Arbeitspunkten aus ArcheAge oder vielen anderen MMOs aus Korea – auf ein Schwächesystem, das nur eine bestimmte Anzahl von gleichzeitigen Aktivitäten pro Tag möglich macht.

Bei der obligatorischen Klassenwahl hält sich Bless an die Standards und führt mit Paladin, Jäger, Berserker und Guardian; Assassine, Magier oder Mystiker ein ebenso überschaubares wie klassisches Heldenarsenal ins Feld, das sich optisch jedoch zum Teil deutlich voneinander unterscheidet.

Dabei stehen insgesamt acht verschiedene Klassen-Ausrichtungen zur Verfügung, die aber nicht von jeder der zehn wählbaren Rassen gespielt werden können. Auch sollte man sich von der Hoffnung auf allzu actionreiche Kämpfe verabschieden.

Die 5 Rassen der Union seht Ihr auf diesen Screens. Die 5 Rassen des Nordens findet Ihr hier.

Kampf-System fehlt etwas die Action, es spielt sich aber butterweich

Bless präsentiert sich standardmäßig mit einem klassischen Tab Target-Kampfsystem, kann in den Optionen aber auf eine sogenannte Actioncam umgeschaltet werden. Das fällt im Spiel allerdings weniger unangenehm ins Gewicht, also man zunächst erwarten würde. Den fehlenden Actionreichtum der Kämpfe macht das Team um Neowiz nämlich zum großen Teil durch butterweiche Animationen und eine starke Gewichtung wieder wett.

Bless MMORPG

Wenn ein Paladin mit Schwert und Schild auf einen Gegner einschlägt, hinterlässt das beim Spieler ein deutlich spürbares Feedback. Die Kämpfe fühlen sich gewichtig und „schwer“ an – etwas, das viele vergleichbare Titel der vergangenen Jahre vermissen ließen. Trotz Tab Target spielen sich viele Klassen sehr dynamisch und frei.

Von Blade & Soul oder Black Desert verwöhnte Spieler könnten zwar enttäuscht aus einer kurzen Anspiel-Session mit Bless hevorgehen. Titel wie Final Fantasy XIV zeigen jedoch, dass das klassische Kampfsystem noch immer eine gewisse Daseinsberichtigung und große Beliebtheit unter Gamern besitzt.

Bless bedient den Sammeltrieb

Wer sich nicht gerade kämpfend durch gefräßige, gnadenlose Monsterhorden schnetzelt, darf seinem Sammeltrieb an anderer Stelle freien Lauf lassen. Ähnlich wie beim Nintendo-Klassenprimus Pokemon, lässt sich auch in Bless so gut wie jedes Lebewesen einfangen und für die eigenen Zwecke trainieren.

Die so erworbenen Monster müssen dann nicht nur als brave Begleiter herhalten, sondern können zudem als reitbares Mount eingespannt und zweckentfremdet werden. So ist selbst ein riesiger, giftgrüner Oger, dem man buchstäblich im Genick sitzt, als treues Reittier kein Problem!

Insgesamt soll man seiner Sammlung mehr als 400 verschiedene Begleiter hinzufügen können, was Bless zu einem echten Paradies für fanatische Pet- und Mount-Liebhaber macht. Dabei dürften allein für das Sammeln und Auskundschaften unzählige Stunden ins Land gehen. In die Lüfte erhebt sich die eigene Monsterschar allerdings nicht.

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