Wieso Anthem fast ein Free2Play-Spiel geworden wäre

Der Shared-World-Shooter Anthem befindet sich schon seit langer Zeit in Entwicklung. Nun verrieten einige Entwickler, dass man in der frühen Phase über ein Free2Play-Modell nachdachte.

Seit 7 Jahren, noch vor dem Release von Destiny 1, befindet sich Anthem bereits in Entwicklung. In so einem langen Zeitraum kann es viele Anpassungen, Änderungen oder gar Neuausrichtungen geben. Jetzt steht Anthem kurz vor dem offiziellen Release am 22. Februar und wird dann als Vollpreistitel für PC und auf Konsolen angeboten.

Darum geht’s: Das hätte aber auch anders kommen können. Wie die Entwickler nun verrieten, hat man in einer frühen Entwicklungsphase es durchaus in Betracht gezogen, Anthem als Free2Play-Spiel auf den Markt zu bringen – ähnlich wie bei Fortnite. Mit einem derartigen Modell erreicht man zwar mehr Spieler, muss als Entwickler aber auch andere Wege finden, um Geld zu verdienen.

Anthem Balkon

Bioware entschied sich bei Anthem gegen das F2P-Modell

Darum entschied man sich dagegen: Wie Gamingbolt.com berichtet, äußerten sich Bioware-Mitarbeiter Jonathan Warner und Ben Irving gegenüber dem Magazin EDGE dazu.

Zum einen dachte man, dass ein F2P-Release nicht zu einem AAA-Titel passen würde. Mit AAA- oder auch Triple-A-Titeln sind Spiele gemeint, die extrem hohe Produktions- und Marketingkosten haben und dementsprechend im Verlauf der gesamten Entwicklung sehr viel Geld kosten. Dazu gehören dann die großen Titel wie Destiny, Far Cry oder auch Red Dead Redemption 2.

Zum Anderen befürchtete man bei Bioware offenbar, zu sehr davon abhängig zu sein, im Falle von F2P Einnahmen generieren zu müssen. Somit könnte man nicht mehr so frei auf Feedback eingehen und müsste Kompromisse machen, damit Geld eingenommen werden kann. Dadurch hätte man beispielsweise etwaige DLCs nicht kostenlos liefern können:

Was würde man wirklich einbüßen, wenn wir das Spiel kostenlos anbieten? Da ist all das Geld, das man profitabel machen müsste. Und schon ist man weniger großzügig gegenüber den Spielern. Ich denke, im Tripple-A-Bereich sind Spieler eher damit einverstanden, den Kaufpreis zu bezahlen, um dann ein spieler-freundliches Modell zu bekommen, mit kostenlosen DLCs und optionalen, kostenpflichtigen Vanity-Items, die man eh mit Ingame-Währung kaufen kann.

Anthem Screenshot Kampf

Mikrotransaktionen in Anthem: Wie zufrieden die Spieler wirklich mit diesem Modell sind, muss man wohl bis zum Release abwarten. Aktuell gibt es nämlich Diskussionen rund um den Cash-Shop von Anthem, in dem sich mit echten Geld einkaufen lässt. Spieler befürchten exorbitante Preise für die kosmetischen Items und dass es ewig dauern könnte, sie auf regulärem Wege freizuschalten.

Auch hatten Spieler die Sorge, dass man Crafting-Materialien und andere Items mit Echtgeld kaufen kann, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

EA und Bioware haben bereits eine klare Antwort auf die Pay2Win-Frage gegeben.

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Quelle(n): Gamingbolt.comGamerant.com
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