Seit dem Release muss sich Aniimo immer wieder Vorwürfe anhören, es sei Pay2Win. MeinMMO hat sich für euch in das Spiel gestürzt und mal nachgeschaut, wie Pay2Win es wirklich ist.
Wer sich das erste Mal in Aniimo einloggt, der wird von knuddeligen Monstern und einer bunten Welt begrüßt. Da das Spiel kostenlos ist, können Gamer sofort mit der Story loslegen und ihre ersten Aniimo fangen.
Allerdings kommt irgendwann mal ein Zeitpunkt, an dem es plötzlich nur noch so von Währungen, In-Game-Items und aufploppenden Fenstern wimmelt, die verschiedene Events und Belohnungen versprechen.
Auf diese Weise finanziert sich das Spiel. Für viele Gamer kann das am Anfang erschreckend wirken. MeinMMO klärt deswegen auf, wie genau es mit der Monetarisierung von Aniimo aussieht und wie sich das Erlebnis für zahlende Spieler von Free-to-Play-Nutzern unterscheidet. Dabei gehen wir auch auf die Grenze zum Pay2Win ein.
Welche Währung und Items im Ingame-Shop Echtgeld kosten
Die wichtigste Währung, die ihr mit Echtgeld kaufen könnt, sind die Lumin-Kristalle. Dabei handelt es sich um Objekte, die nur durch die Shop-Aufladung erhalten werden können. Sämtliche anderen Items könnt ihr euch auch irgendwie im Spiel erarbeiten.
Selbst der Funkelwürfel, der wohl wertvollste Aniipod im Spiel, kann ingame ergattert werden. Man muss dafür beispielsweise Glitzer ausgeben.
Der einzige Unterschied ist hier, dass ihr mit Echtgeld schneller an gewünschte Items kommen könnt. Es dauert um ein Vielfaches länger, wertvolle Items im Spiel zu ergattern.
Der Battle Pass und die FOMO
Die einzigen beiden Dinge, die ihr klar kaufen könnt, sind der Monatspass und das Begleiterhandbuch. Der Monatspass versorgt euch über den Monat mit Lumin-Kristallen, Begleiter-ERF und Glitzer.
Die Begleiter-ERF ist wiederum wichtig für das Begleiter-Handbuch. Dabei handelt es sich um den Battle Pass von Aniimo. Wie in anderen Spielen gibt es auch hier eine kostenlose und eine kostenpflichtige Variante.
Und hier gibt es auch einen Knackpunkt, bei dem Spieler mit FOMO den Kürzeren ziehen. In der kostenpflichtigen Variante gibt es nämlich ein Prismana Fulmintis mit anderen Elementen, Spezialattacken und perfekten Statuswerten. In der kostenlosen Variante gibt es diese exklusive Spezialform nicht.
Sammler werden hier also an Vollständigkeit verlieren, wenn sie kein Geld ausgeben.
Fang-Erlebnis als Free2Play-Spieler
Tatsächlich gibt es beim Fangen von Aniimos eine künstliche Begrenzung. Wollt ihr nämlich die stärkeren Alpha-Aniimos fangen, müsst ihr dafür 30 Energie aufwenden. Ihr habt nur ein begrenztes Limit dieser Energie.
Wenn ihr dann auch noch einen normalen Aniipod verwendet, beträgt die Chance nur unter 10 %, das gegnerische Monster zu fangen. Dementsprechend kann es einige Versuche dauern, bis ihr das gewünschte Alpha-Aniimo fangt.
Den Energie-Speicher müsst ihr dann wiederum durch Glitzer erhöhen. Das wiederum könnt ihr aber auch nur eine bestimmte Anzahl an Tag machen.
Wer echtes Geld ausgibt, der hat es da leichter. Er erhält nämlich viel mehr Glitzer, um mehr Energie auffüllen zu können. Zudem können so auch leichter die besseren Aniipods gekauft werden, mit denen eine hundertprozentige Chance besteht, den Gegner zu fangen.
Gibt es Gacha in Aniimo?
Die kurze Antwort lautet: Nein. Im Gegensatz zu anderen Gacha-Games, in denen zufällige Items und Charaktere aus Bannern und Lootboxen gezogen werden müssen, wisst ihr bei Aniimo immer, was ihr für euer ausgegebenes Geld bekommt.
Ist es denn jetzt Pay2Win?
Wenn ihr Solospieler seid und rein auf PvE geht, ist Aniimo ein einigermaßen faires Free-to-Play-Spiel, da die meisten Käufe für Echtgeld Cosmetics sind.
Einige Upgrades und das Farmen von Aniimos können sich ziehen, doch man kann die wunderschöne Welt erkunden und die Story beenden, ohne jemals einen Cent ausgegeben zu haben. Wer Zeit und Geduld mitbringt, merkt vom Bezahlteil wenig.
Sobald es jedoch um Inhalte geht, wo stärkere Aniimos gefordert sind und es um kompetitives PvP geht, zieht man den Kürzeren. Durch den immensen Zeitvorteil, den sich Käufer der In-Game-Vorteile erhalten, hat man einen direkten Wettbewerbsvorteil.
Dementsprechend ist das Game an dieser Stelle klar Pay2Win, aber nicht Pay2Play.
Dabei sind es gerade die Bosskämpfe, die in Aniimo so Spaß machen. Sie haben nämlich bestimmte Mechaniken, mit denen man den Gegner bezwingen muss. Die Erfahrungen von MeinMMO-Redakteurin Jasmin Beverungen könnt ihr euch hier durchlesen: Aniimo fesselt mich gerade mit richtigen Bosskämpfen, selbst Palworld hat das nicht geschafft
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