Für Activision Blizzard an WoW zu arbeiten, ist toll; für Riot an LoL zu arbeiten, noch viel toller

Das Fortune-Magazine hat eine Liste der 100 besten Firmen erstellt, für die man arbeiten kann. Activision Blizzard und Riot Games, die Firmen hinter World of Warcraft und League of Legends, haben es in die Liste geschafft. Beide Firmen setzen voll auf Gaming, auch im Arbeitsalltag.

Das Forbes-Magazin ist bekannt für seine Liste der reichsten Menschen der Welt, dort hinein haben es in diesem Jahr Valve-Ikone Gabe Newell und der Minecraft-Guru Markus „Notch“ Persson geschafft. Das konkurrierende Fortune-Magazin gibt eine Liste heraus mit den „Best Companies to work for“, den bevorzugten Arbeitsplätze. Dabei bezieht man sich auf Umfragen, die „Great Rated“ bei den Firmen unternimmt und wenn man sich anschaut, wie hoch die Werte bei Riot und Blizzard sind, lässt sich erahhnen, wie hoch die Leiste ist, die man überspringen muss, um zu diesen Top 100 zu gehören. Das sind allesamt Traumjobs bei Traumfirmen.

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Da haben es für gewöhnlich Softwareschmieden schwer: Denn nach einem abgeschlossenen Projekt, wird kräftig gefeuert. Lange bleiben die Angestellten nicht. Das Damoklesschwert der Kündigung schwebt über den Köpfen. Wenn ein Projekt zu Ende ist, braucht man nur noch eine Rumpfmannschaft, um die Grundlagen für das nächste große Spiel zu schaffen und zu erstellen. Die nun „überflüssig“ gewordenen Mitarbeiter feuerte man in dem Business zwischen Projekte über Jahre hinweg und macht das auch heute noch. Keine tolle Atmosphäre, um sich wohl zu fühlen.

Daher haben es zwei Software-Studios in die Liste geschafft, deren Sache nicht unbedingt die Entwicklung von Games, sondern eher deren Weiterentwicklung und konstante Pflege sind.

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Activision Blizzard: Gaming ist Teil der Firmenkultur

Activision Blizzard ist die Firma hinter Hearthstone, Diablo und World of Warcraft. Und sie gibt als Publisher auch die Werke anderer Studios heraus wie Destiny, Skylanders oder Call of Duty.
Über 11.000 Leute arbeiten für den Industrie-Giganten. Das ist also lange nicht nur das „Entwicklungsstudio Blizzard“, die haben ja auch eine ganz eigene Firmenkultur mit Schwerter und Schilden und so. Mehr als 1000 Angestellte füllten einen Fragebogen aus, um die Firma zu bewerten. Und man hat es auf den Platz 93 in der Top 100 geschafft.
BlizzardBesonders gefällt es den Mitarbeitern, dass sie viel Verantwortung übertragen bekommen und mit Videospielen an einer Sache arbeiten, für die sie leidenschaftlich brennen.

Im Alltag vergisst man nicht, dass man Spiele herstellt. Es gibt „Gaming Zonen“, es ist okay, bisschen lockerer gekleidet zu sein, man kann sogar seinen Hund mit zur Arbeit bringen. Die Atmosphäre ist entspannt, wenn auch jeder ernst und hart an seinem jeweiligen Projekt arbeitet.

Der Großteil der Mitarbeiter ist schon relativ lange bei Activision. 38% zwischen 2 und 5 Jahren, 28% zwischen 6 und 10. Für eine Gaming-Firma ist dasaußergewöhnlich. 50% der befragten Mitarbeiter sind zwischen 26 und 34. 55% älter, wobei es kaum Senioren gibt. Es hilft bei der Statistik sicher, dass es eben nicht nur ein „Software-Studio“ ist, sondern auch ein Publisher.

League of Legends Header

Riot Games: Gaming ist die Firmenkultur

Riot Games ist kein derartiger Industrie-Riese wie Activision. 1400 Angestellte hat man und nur ein Thema: „League of Legends.“ Das zockt dort jeder, daran arbeitet dort jeder, das atmet und denkt dort jeder, wenn es nach den mehr als 500 Umfragebögen geht, die ausgewertet wurden.

Wie toll es sein muss für Riot zu arbeiten, erkennt man am Ranking. Auf Platz 13 hat man es geschafft. Das ist wirklich ein absoluter Top-Platz, noch vor Twitter (24) und den Weltenlenkern von Goldmann&Sachs (50). Auf Platz 1 der Liste, wer sich das fragt: Google.

League of LegendsBei Riot lässt sich eine unglaubliche Identifikation mit der Firma und mit dem MOBA League of Legends erkennen. Die Spieler betrachte man wirklich als Spieler und nicht als Kunden, wie es heißt. Und da sich die Mitarbeiter von Riot selbst als Spieler betrachten, fühlt man sich verbunden.

Die Unternehmenskultur ist offen: Mitarbeiter könnten auch mit persönlichen Problemen direkt zu ihren Vorgesetzten gehen und ihren Zeitplan anpassen. Bei Trauerfällen in der Familie gibt man Angestellten etwa soviel Zeit wie sie brauchten. Überhaupt scheint es bei Riot leicht zu sein, einige Tage frei zu nehmen, wenn man glaubt, die nötig zu haben..

Riot ist im Verhältnis zu Activison deutlich jünger. 73% der Angestellten sind jünger als 34 Jahre. 60% der 500 Befragten sind erst seit zwei Jahren da. 40% zwischen zwei und fünf Jahren. Klar: Riot ist auch als Firma deutlich jünger im Vergleich zu Activision.

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Quelle(n): Greatrated BlizzardmmocultureGreatrated RiotFortune
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