5 unvergessliche Dinge, die jeder Gamer von LAN-Partys kennt

Sie waren wohl der Anfang für das MMO-Genre und die Idee des ständig verfügbaren Multiplayers: LAN-Partys. Ein kleiner Rückblick in die Zeit von LAN-Kabeln und Tisch-Konstruktionen …

LAN-Was?

Bevor es die Möglichkeit gab, online zusammen zu zocken, musste man sich dafür treffen. Im RL!

Der Ausdruck „LAN“ steht dabei für „Local Area Network“, also ein Netzwerk (wie das Internet) in einem lokalen Raum. Wer auch immer sich im Netzwerk befindet, ist in der Regel in der Nähe.

Das funktionierte „damals“ so, dass sich Freunde (oder Kontrahenten) trafen, in einem Keller, einer Garage oder einem gemieteten Raum, und ihre PCs mitbrachten. Dann hieß es: Tische aufbauen, Monitore aufstellen, Rechner aufbauen und LAN-Kabel in den Switch einstecken, der das Netzwerk aufrecht erhält.

Das Tolle an LAN-Partys war, dass man ein Zusammensein hatte. Zusammen zocken, zusammen lachen und ein tolles Wochenende erleben.

Ein paar „seltsame“ Dinge sind auch ständig passiert. Sie gehörten irgendwie dazu – und haben zu dem nostalgischen Blick beigetragen, den die „ältere“ Spielerschaft heute hat, wenn das Wort „LAN-Party“ fällt.

LAN Party Gamer ankommen

Bildquelle: oreios via imgur

Der eine Typ, der nicht in die Lobby kommt

Egal, wie gut das Netzwerk eingerichtet ist. Egal, wie neu und gut der Switch ist, mit dem man sich vernetzt und egal, wie gut im Vorfeld geplant wurde: Mindestens eine Person konnte bei einem Spiel nicht mitspielen.

Hatte man sich endlich auf ein Spiel geeinigt und alle Spieler mit einer Kopie versorgt (natürlich legal), durfte der mit dem besten Rechner hosten, also die Lobby einrichten. Das klappte auch für gewöhnlich – bis der letzte Spieler quer durch den Raum rief: „Ey, ich komm nicht rein!“

Wie genau es dazu kam, dass irgendjemand nicht mitspielen konnte, klärte sich nicht immer. Vielleicht waren es einfach die LAN-Götter, die ihren Spaß dabei hatten. Meistens klappte es aber dann auf wundersame Weise, wenn der Admin das LAN-Kabel richtig verbunden hat …

LAN Party verpeilter Gamer

Bildquelle: NIck via Flickr // Lizenz von creativecommons.org

Mit Plastikflaschen nach Cheatern schmeißen

Gerade auf größeren LANs, wo auch die Freunde von Freunden mitspielten, ging es nicht immer fair zu. Manche Spieler konnten einfach nicht zocken, ohne zu betrügen und zu cheaten. Auf heutigen, größeren Partys mit Personal werden solche Leute in der Regel rausgeworfen.

Früher und bei kleineren Treffen wurde meist drüber hinweg gesehen, da die Person es ohnehin häufig nur für den einen Lacher gemacht hat. Entschuldigung, eine Pizza für die Runde, und gut. Einige waren aber auch weniger einsichtig …

Glücklicherweise sind PET-Flaschen ein Rohstoff, der auf solchen Partys reichlich vorkommt. Und sie eignen sich genauso gut als Geschosse wie die Stirn eines Cheaters als Ziel.

Manchmal kamen die Betrüger aber auch nicht so glimpflich davon …

Das „ausgewogene“ Frühstück

Wer zockt, muss auch was essen. Daddeln ist schwere Arbeit und für solche braucht es Energie. Dann ist es wichtig, nach dem Aufwachen auf der Tastatur erst einmal ordentlich zu frühstücken.

Glücklicherweise fand sich auf den Tischen einer LAN-Party für gewöhnlich alles, was man als Gamer am Morgen braucht: Kartonweise kalte Pizza vom Vortag. Mit Tomatensoße und etwas Glück sogar Ananasstückchen ist auch gleich der Tagesbedarf an Obst und Gemüse gedeckt.

Da kalte Pizza die Angewohnheit hat, trocken zu werden, muss natürlich nachgespült werden. Frischer Instant-Kaffee oder eine Dose lauwarmer Energydrink waren hier die Freunde in der Not.

LAN Party Getränke und Pizza

Bildquelle: spykez via imgur

Der Tollpatsch

Mit genügend Energie durch das richtige Frühstück ging es dann ab in die zweite Runde am nächsten Tag. Am zweiten Tag kamen häufig noch Nachzügler, die die Runden schnell härter und das Essen schnell weniger werden ließen.

Bei der ganzen Zockerei konnte es aber auch passieren, dass der ein oder andere Spieler unachtsam wurde – zu wenig Schlaf oder Koffein, zu anstrengende Runden, zu konzentriert gezockt. Erhob sich der erschöpfte Gamer dann, um seinen Kreislauf anzukurbeln, passierte das Unvermeidliche:

Die Verkabelungen des ganzen Raumes wurden zum Feind, LAN-Kabel zu Stolperfallen und Steckerleisten zu Tretminen. Für gewöhnlich war mindestens eines dieser Hindernisse zu viel für den erschöpften Spieler, und die Kabel wurden aus den Switches gerissen, Stromstecker gezogen, oder – im schlimmsten Fall – Hardware dem Boden vorgestellt. Ärgerlich, manchmal aber auch ganz lustig.

LAN PArty Verkabelungen Hub Steckerleiste

Bildquelle: Orubo via Flickr // Lizenz von creativecommons.org

„Ich bin dann mal weg!“

Wie alles hat auch eine LAN-Party irgendwann ein Ende. Am Sonntagnachmittag werden die Rechner wieder abgebaut und in den Autos verstaut, Schlafsäcke zusammengerollt, Müll entsorgt. Wer fit genug ist, hilft den anderen.

Hier kam es allerdings auch vor, dass Leute früher gehen mussten. Schon am Vorabend, in der Nacht oder am frühen Morgen. An sich kein Problem – wenn es nicht immer genau die Leute wären, die die Verkabelungen oder Switches mitgebracht haben …

Es war dann natürlich unmöglich, diese Geräte für den Tag hier zu lassen. Sie könnten ja verloren gehen. Und zu Hause ist der Herd noch an. Ärgerlich, aber zum Glück nicht das gewöhnliche Ende einer LAN!

LAN PArty Netzwerkkabel Hub

Wie sieht es bei Euch aus? Gehört Ihr noch zur Generation LAN oder habt Ihr so etwas noch nie gesehen? Kommen Euch diese Dinge bekannt vor oder habt Ihr noch etwas Spannenderes erlebt? Hinterlasst uns einen Kommentar!

Autor(in)
Quelle(n): Buzzfeedcreativecommons

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