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ESO Morrowind: Neue Klasse Hüter – Mehr als nur Waldläufer

ESO Morrowind: Neue Klasse Hüter – Mehr als nur Waldläufer

The Elder Scrolls Online bekommt im ersten Addon Morrowind eine neue Klasse namens „Hüter“ (Warden). Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Waldläufer und Druide. Erfahrt hier, was der Hüter alles kann.

The Elder Scrolls Online bekommt am 6. Juni Helden-Nachwuchs. An diesem Datum erscheint zum einen das erste große ESO-Addon Morrowind und darin gibt es neben der Fortsetzung der Story auch eine neue Region, einen weiteren PvP-Modus und eben jene zusätzliche Hüter-Klasse.

Warden, was kannst du eigentlich?

Der Hüter ist eine Klasse, die in dieser Form bis dato schmerzlich in The Eder Scrolls Online vermisst wurde: Ein Waldläufer mit Tierbegleiter sowie ein Naturmagier á la Druide. Während der Part mit dem Tierbegleiter zumindest grob vom Magier mit seinem Daedra-Viech ausgefüllt werden konnte, waren Naturzauberer eher weniger vertreten. Dies ändert sich nun mit dem Hüter/Warden.

ESO neue Klasse Warden

Der neue Held kommt – wie alle ESO-Klassen – mit drei einzigartigen Skill-Bäumen: Tierbeherrschung, Eismagie und Naturzauberei. Alle weiteren Skills hängen von seinem Volk und den gewählten Waffen, Rüstungen und Gilden ab. Wie in ESO üblich könnt ihr den Hüter nach Herzenslust ausrüsten und ihm beispielsweise eine schwere Rüstung oder einen Zauberstab geben. Doch was sind die speziellen Eigenheiten der neuen Klasse? Wir waren live bei ZeniMax und haben dort alles über die Fähigkeiten und das Gameplay des Wardens erfahren.

Mein Freund, der Problembär – Die DD-Skills des Hüters

Wie alle ESO-Klassen könnt ihr den Hüter als primären Schadensausteiler skillen. Dazu nutzt ihr bevorzugt die Tierbeherrschungs-Skills der Klasse. Hier bietet euch der Warden diverse Fähigkeiten, mit denen er Tiere herbeiruft, die dann Angriffe oder Effekte auslösen.

Beispielsweise indem er ein unterirdisches Biest anlockt, das dann in einem Kegel vorprescht und aus dem Untergrund Schaden verursacht. Oder ihr beschwört einen Netch-Bullen, der Buffs erteilt. Andererseits gibt’s auch einen tödlichen Schwarm von Insekten, der Schaden über Zeit auslöst. Wer seine Gegner hart trollen will, der spammt sie mit Klippenläufern zu. Die fliegenden Plagegeister waren schon im ursprünglichen Morrowind eine Qual und in ESO könnt ihr sie als krächzende Sturzkampfbomber missbrauchen.

All diese Viecher verneigen sich jedoch vor dem König der Tierbegleiter: Dem Schwarzbären! Dieser pelzige Koloss ist eure ultimative Fähigkeit und beschwört eben jenen Bären an eure Seite. Der Zottelpelz bleibt im Gegensatz zu den anderen Viechern permanent bei euch, bis er getötet wird. Derweil haut er kräftig zu und erzeugt viel Aufruhr. Daher taugt der pelzige Kamerad auch gut als Tank. Ihr könnt Meister Petz übrigens weiter ausbauen, entweder als „Endlos-Problembär“, der automatisch nach seinem Ableben erneut beschworen wird oder als „Schadbär“, der neben seinen eh schon harten Tatzenhieben noch eine eigene Ultimate-Attacke hat. Bärtastsich!

„Ich tank auch ohne Bär!“ – Die Tank-Skills des Hüters

Wer keine Bären mag und gern das Schlachtfeld kontrolliert, der holt sich den Warden als Eismagier. Dieser Skill-Baum verleiht dem Hüter sowohl Skills, die ihn zäher machen, als auch Fähigkeiten, die Gegner behindern und aufhalten. Außerdem taugt er so gut als Gruppenbeschützer, der mit Schutzbarrieren seine Freunde vor Schaden bewahrt. Zusätzlich zum Schadensschild kann er auch eine Heilfähigkeit zünden, die erst einen starken Heil-Schub auslöst und dann eine geringere Heilung über Zeit spendiert.

Besonders cool ist aber ein Skill des Hüters, mit der er eine magische Rune auf den Boden zeichnet. Dabei handelt es sich um eine fiese Falle! Wenn ein ahnungsloser Feind reinläuft, so wird er sofort zum Warden teleportiert und darf sich dann auf ordentlich Prügel freuen!

Dieser Skill taugt zum einen gut für Dungeons und Raids, denn wenn ein Gegner dem Tank entkommt und die weniger zähen Heiler oder Fernkämpfer belästigt, muss der Hüter-Tank ihnen nicht umständlich nachlaufen, sondern hat sie dank der Glyphe gleich wieder vor der eigenen Klinge. Noch gemeiner sollte die Glyphe allerdings im PvP sein. Denn wenn sie geschickt ausgelegt ist, könnt ihr so Gegner an der Flucht hindern oder Missionsziele optimal verteidigen. Ideal für taktisch denkende Planer.

Abchillen im Zauberwald – Die Support-Skills des Hüters

Mit der letzten Skill-Linie namens „Green Balance“ wird der Warden zu einer Art Druide. Also ein Support-Magier, der mit Naturzauberei seine Gruppe heilt und stärkt. Im Gegensatz zum bisherigen Top-Heiler in ESO, dem Paladin-Verschnitt „Templer“, ist der Hüter ein stationärer und taktischer Supporter. Seine Skills wirken oft als Kegel oder bezeichnen eine fest definierte Fläche. Daher ist diese Klasse nur etwas für vorausschauende Spieler. Diesen bietet der Warden aber einiges. Er kann neben den bereits erwähnten Kegel-Heilungen auch Energie von Gegnern absaugen und an Freunde weitergeben.

Ebenfalls cool: Der Hüter kann eine Glyphe auslegen und sich bei Bedarf dorthin teleportieren. Idealerweise liegt die Rune dort, wo der Heiler oft gebraucht wird, aber nicht immer sein kann, also entweder vorn beim Tank oder hinten bei den „Squishies“. Alternativ legt sich der Hüter die Rune auch als Fluchtweg aus, falls er mal die Aggro zieht. Die ultimative Fähigkeit des Wardens als Heiler ist der „Zauberwald“. Dabei handelt es sich um einen wunderschönen Hain aus magischen Pflanzen, der alle Spieler im Wirkungsbereich beständig heilt. Ein klassischer Heilkreis!


Jürgen meint: Ich bin zwar nicht der größten Fan von Pet-Klassen und Druiden, aber der Hüter passt einfach gut in die ESO-Welt und ist in dieser Form bisher nicht vorhanden. Durch sein eher taktisches Gameplay ergänzt er die bisherigen Klassen gut und wer schon immer mal mit Tieren um sich werfen wollte, hat jetzt endlich die Klasse seiner Träume.

Allerdings sind gerades Skills wie der Zauberwald oder der Bär auf den ersten Blick sehr stark. Hier muss ZeniMax besonders gut aufpassen, damit die neue Klasse nicht „overpowered“ wird. Gerade in den neuen PvP-Gefechten werden voraussichtlich anfangs massenweise Hüter herumrennen und niemand hat Spaß, wenn das neue Schlachtfeld-Feature zum Bären-Spielplatz mutiert.

Lest hier unseren Ersteindruck aus dem ZeniMax-Studiobesuch von The Elder Scrolls Online: Morrowind!

Jürgen Stöffel

Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.

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